MÄRKTE EUROPA/Risk on - Euro-Stoxx-50 auf Rekordhoch
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DOW JONES--Die am Vortag gestartete Erholung an den europäischen Aktienmärkten setzt sich am Dienstag weiter fort. Der DAX legt am Morgen 1,1 Prozent auf 25.074 Zähler zu, der Euro-Stoxx-50 gewinnt 1 Prozent auf 6.065 Punkte und notierte mit 6.073 Zählern im frühen Handel auf Rekordhoch. Die kräftige Erholung der US-Tech-Werte sprang am Morgen auf Asien über und schiebt auch Europas Aktien nach oben. Zudem hat der Abverkauf bei den Edelmetallen zunächst ein Ende gefunden. Nachdem der Verkaufsdruck am Vortag bereits deutlich abnahm, setzt aktuell die Gegenbewegung ein. So zieht Gold am Morgen um 5,6 Prozent auf 4.920 Dollar je Feinunze an. Die hohe Volatilität in Edelmetallen mahnt indessen weiterhin zur Vorsicht. Der Sektor der Minenwerte in Europa profitiert und gewinnt über 2 Prozent. Aber auch Industriewerte wie auch Rüstungswerte steigen im Mittel über 1,5 Prozent auf Branchen-Ebene.
Nachdem die Berichtssaison in den USA bisher überzeugt hat, rückt sie auch in Europa verstärkt in den Vordergrund. In der laufenden Woche legen 85 der 600 im breiten Stoxx-Index vertretenen Unternehmen ihre Zahlen zum Schlussquartal 2025 vor.
Klar positiv für den freien Welthandel wird das Handelsabkommen zwischen den USA und Indien gewertet, nachdem jüngst auch Europa einen Handelsdeal mit dem bevölkerungsreichsten Land der Welt geschlossen hat. US-Präsident Trump gab über die sozialen Medien eine Senkung der "reziproken" Zölle auf indische Warenimporte von zuvor 25 auf 18 Prozent mit sofortiger Wirkung bekannt, Laut Medienberichten wird zudem der zusätzliche Strafzoll von 25 Prozent, der mit Indiens Käufen von russischem Öl zusammenhing, auf Null reduziert, nachdem Indien zugestimmt hat, diese Importe zurückzufahren. Dies werten die Marktstrategen von Goldman Sachs als klaren diplomatischen Sieg für die US-Außenpolitik.
Derweil hat die Reserve Bank of Australia aufgrund der Inflation in "Down Under" wie erwartet den Leitzins um 25 Basispunkte nach oben gesetzt. Am Donnerstag dürfte dann die Europäische Zentralbank die Leitzinsen bestätigen. Den Notenbankern dürfte die jüngste Stärke im Euro mit Blick auf das Wirtschaftswachstum in Europa nicht gefallen. Während der Euro mit rund 1,1810 Dollar in den europäischen Handel startet, notieren Bundesanleihen im Verlauf leichter. Unterdessen legten die Verbraucherpreise aus Frankreich im Januar auf Jahressicht deutlich geringer zu als erwartet zu.
Nach einem Plus im Spezialistenhandel geht es für die Aktie von Sartorius nun um 2 Prozent nach unten. Beobachter sprechen von durchwachsenen Zahlen des Labor- und Pharmazulieferers. Umsatz und bereingtes EBITDA für das Gesamtjahr 2025 sind "in line" ausgefallen, heißt es von der DZ Bank. Während das Segment Bioprozess eine starke Entwicklung gezeigt habe, habe sich die Laborsparte schwach entwickelt. Der Mittelpunkt des Umsatzausblicks für 2026 liege unterhalb der Erwartungen, die Schätzung für die bereinigte EBITDA-Marge am unteren Rand der Schätzungen. Die Konsensschätzungen dürften leicht sinken. Der Fokus liege nun auf der Telefonkonferenz und Aussagen zu den mittelfristigen Wachstumsperspektiven.
Evotec legen um knapp 9 Prozent zu, nachdem die Analysten von Berenberg die Beobachtung der Aktie mit Kaufen und einem Kursziel von 10 Euro gestartet haben.
Vor den Ergebnissen von Merck KGaA für das vierte Quartal und der Prognose für 2026 hat die Deutsche Bank ihre bereinigte Gewinnschätzung für 2026 um rund 5 Prozent gesenkt. Das Votum senkten die Analysten auf Hold, in Folge geht es für die Aktie um 2 Prozent nach unten.
Kräftig nach oben geht es mit den Aktien des Vermögensverwalters Amundi (+5%). Der größte Vermögensverwalter in Europa hat deutlich bessere Jahreszahlen vorgelegt als erwartet. Die Analysten von Alphavalue sprechen von um rund 8 Prozent übertroffenen Konsensschätzungen. Dazu stiegen auch die verwalteten Vermögen auf einen neuen Rekord. "Treiber sind die Umschichtungen aus dem Dollar-Raum und den USA in andere Währungsräume", sagt ein Händler. Als Sahnehäubchen gibt es einen kleinen Aktienrückkauf über eine halbe Milliarde Euro. Auch die deutsche DWS-Aktie profitiert davon und klettert 3,6 Prozent.
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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 6.065,49 +1,0% 57,98 +3,7%
Stoxx-50 5.178,26 +0,7% 37,13 +4,5%
DAX 25.074,42 +1,1% 276,90 +1,3%
MDAX 31.717,25 +0,7% 205,16 +2,9%
TecDAX 3.640,70 -0,0% -0,81 +0,5%
SDAX 18.183,67 +0,3% 55,50 +5,6%
CAC 8.225,07 +0,5% 43,90 +0,4%
SMI 13.454,22 +0,3% 45,11 +1,1%
ATX 5.719,59 +1,1% 61,34 +6,2%
DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Mo, 18:39 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1810 +0,2% 1,1791 1,1797 +0,2%
EUR/JPY 183,75 +0,2% 183,42 183,51 -0,4%
EUR/CHF 0,9185 -0,1% 0,9196 0,9205 -1,2%
EUR/GBP 0,8631 +0,0% 0,8627 0,8641 -1,1%
USD/JPY 155,59 +0,0% 155,56 155,55 -0,7%
GBP/USD 1,3683 +0,1% 1,3666 1,3653 +1,3%
USD/CNY 6,9568 -0,1% 6,9662 6,9636 -0,8%
USD/CNH 6,9325 -0,2% 6,9435 6,9392 -0,5%
AUS/USD 0,7027 +1,1% 0,6948 0,6956 +4,0%
Bitcoin/USD 78.684,15 -0,0% 78.697,70 78.903,20 -11,1%
ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 61,54 62,14 -1,0% -0,60 +8,0%
Brent/ICE 65,58 66,30 -1,1% -0,72 +8,8%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold 4.919,70 4.660,78 +5,6% 258,92 +7,9%
Silber 87,31 79,09 +10,4% 8,22 +12,3%
Platin 1.904,93 1.799,68 +5,8% 105,25 +2,8%
Kupfer 6,05 5,83 +3,8% 0,22 +1,8%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
(Angaben ohne Gewähr)
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/thl/cln
(END) Dow Jones Newswires
February 03, 2026 04:11 ET (09:11 GMT)
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