MÄRKTE EUROPA/Wenig verändert vor EZB - Rheinmetall schwach nach Pre-Close-Call
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DOW JONES--Europas Börsen sind wenig verändert in den Handel am Donnerstag gestartet. Vor der Bekanntgabe der EZB-Zinsentscheidung am Mittag und vor allem ihren folgenden Aussagen zu Inflation und Wachstum dürfte nicht viel passieren. Dazu gibt auch die Bank of England ihre Entscheidung bekannt. Der Kurseinbruch der globalen Technologiewerte sorgt derweil weiter für Unsicherheit, auch wenn der Sektor im frühen Handel Boden gutgemacht hat. Erholen können sich vor allem Chipwerte: Infineon steigen 0,8 Prozent und STMicroelectronics um 2 Prozent.
Der DAX verliert 0,3 Prozent auf 24.541 Punkte, der Euro-Stoxx-50 tritt mit 5.968 Punkten auf der Stelle. An den Anleihemärkten ist es ruhig, genauso wie am Devisenmarkt, wo der Euro mit etwa 1,1800 kaum verändert zum Dollar handelt.
Mit Blick auf die EZB wird erwartet, dass die Zentralbanker das aktuelle Zinsniveau bestätigen werden. Im Fokus steht der geldpolitische Ausblick. Spekulationen über Zinssenkungen haben laut der Commerzbank zuletzt wieder zugenommen, nachdem der Euro in der vergangenen Woche bis über 1,20 Dollar aufgewertet hatte. Die Bank of England dürfte ebenfalls das derzeitige Zinsniveau bestätigen.
Im Fokus am Donnerstag stehen zudem die Jolts-Daten zum US-Arbeitsmarkt, denn der "große" monatliche Arbeitsmarktbericht wird erst am Mittwoch, 11. Februar, veröffentlicht.
Ansonsten setzt die Berichtssaison Akzente. Im Bankensektor haben BBVA sowie BNP Paribas Zahlen vorgelegt. Vor allem die BNP Paribas (+3,9%) habe sehr positiv überrascht mit starken Gewinnkennziffern und ihrem erhöhten Ausblick, heißt es. BBVA geben dagegen 4 Prozent nach. Die Zahlen entsprechen zwar den Erwartungen, mit Enttäuschung wird allerdings der Ausblick zur Kenntnis genommen.
Nach durchwachsenen Zahlen geben Siemens Healthineers 1,1 Prozent nach. Der Umsatz liege im ersten Quartal einen Tick unter den Konsensschätzungen, das adjustierte EBIT mit 809 Millionen Euro über der Erwartung von 797 Millionen Euro.
Mit einem Minus von 5,4 Prozent sind Rheinmetall bislang Tagesverlierer im DAX. Der Rüstungskonzern hat nachbörslich einen Pre-Close-Call veranstaltet. Wie Berenberg anmerkt, wurde für das laufende Jahr ein Umsatz von 13,6 Milliarden Euro in Aussicht gestellt, das liege rund 12 Prozent unter der Marktschätzung von Visible Alpha.
Als sehr vernünftig werten Händler den sofortigen Beginn des Aktienrückkaufs bei SAP. Das Programm von bis zu 10 Milliarden Euro bis Ende nächsten Jahres soll bereits am heutigen Donnerstag beginnen. "Angesichts des US-Einbruchs bei Software-Aktien ist das richtig und zeigt Zuversicht", sagt ein Händler. Bis Ende Juli sollen mindestens 2,6 Milliarden Euro über die Börse gekauft werden. SAP gewinnen 2,9 Prozent.
Qiagen hat am Vorabend bessere Quartalszahlen vorgelegt. Der Ausblick für das Gesamtjahr entspricht den Erwartungen, allerdings wurde ein relativ zurückhaltender Start ins neue Jahr in Aussicht gestellt. Für das Papier geht es um 0,5 Prozent nach unten.
Rational haussieren nach vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr um 11 Prozent. Diese implizieren laut RBC Ergebnisse für das vierte Quartal, die deutlich über den Schätzungen liegen. Den Umsatz sehen die Analysten 2 Prozent über den Markterwartungen, das EBIT sogar 14 Prozent. Mit 29 Prozent fällt die operative Marge beeindruckend aus, 300 Basispunkte besser als erwartet.
Als durchwachsene Datenvorlage werten Händler die Quartalsdaten von Aurubis (-2%). Umsatz und Gewinn lagen leicht über der Markterwartung, gleichzeitig zeigte sich aber Druck auf die Schmelz- und Raffinierlöhne. Der Netto-Cashflow rutschte im Quartal sogar leicht ins Minus. Positiv sei aber klar der bestätigte Jahresausblick, da er erst im Januar erhöht worden war.
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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 5.967,97 -0,0% -2,50 +3,1%
Stoxx-50 5.103,19 -0,2% -11,26 +4,0%
DAX 24.541,27 -0,3% -61,77 +0,5%
MDAX 31.522,64 -0,0% -1,99 +3,0%
TecDAX 3.613,96 +0,0% 0,91 -0,3%
SDAX 17.864,02 -0,3% -61,75 +4,4%
CAC 8.276,18 +0,2% 14,02 +1,4%
SMI 13.435,34 -0,5% -72,78 +1,8%
ATX 5.699,15 -0,9% -48,91 +7,9%
DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Mi, 17:59 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1797 -0,1% 1,1807 1,1802 +0,6%
EUR/JPY 185,32 +0,1% 185,18 184,85 +0,5%
EUR/CHF 0,9171 -0,0% 0,9171 0,9168 -1,4%
EUR/GBP 0,8671 +0,3% 0,8648 0,8642 -1,0%
USD/JPY 157,08 +0,2% 156,83 156,62 +0,0%
GBP/USD 1,3606 -0,3% 1,3652 1,3657 +1,3%
USD/CNY 6,9586 -0,0% 6,9590 6,9593 -1,0%
USD/CNH 6,9397 -0,0% 6,9416 6,9416 -0,6%
AUS/USD 0,6978 -0,3% 0,6998 0,6993 +4,9%
Bitcoin/USD 70.937,90 -2,0% 72.362,70 73.455,85 -11,1%
ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 64,15 65,14 -1,5% -0,99 +11,8%
Brent/ICE 68,43 69,46 -1,5% -1,03 +12,6%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold 4.911,05 4.964,20 -1,1% -53,16 +14,9%
Silber 79,65 88,37 -9,9% -8,73 +23,7%
Platin 1.782,82 1.896,97 -6,0% -114,15 +8,2%
Kupfer 5,84 5,85 -0,2% -0,01 +2,4%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
(Angaben ohne Gewähr)
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/mpt/cln
(END) Dow Jones Newswires
February 05, 2026 03:54 ET (08:54 GMT)
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