MÄRKTE USA/Wall Street von Konjunkturoptimismus getrieben

02.02.26 22:08 Uhr

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DOW JONES--Die Wall Street hat gestützt von starken Konjunkturdaten am Montag im Verlauf deutlich ins Plus gedreht. Der ISM-Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes schoss im Januar klar in den Wachstum anzeigenden Bereich nach oben - und ließ die Markterwartungen weit hinter sich. Erstmals seit zwölf Monaten expandierte der wichtige Index. "Von den sechs größten Branchen des verarbeitenden Gewerbes verzeichneten fünf im Januar ein Wachstum", erläuterte ISM-Präsidentin Susan Spence.

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Der Dow-Jones-Index kletterte um 1,1 Prozent auf 49.408 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite legten um 0,5 bzw. 0,6 Prozent zu. Die Zahl der Kursgewinner an der Nyse wurde mit 1.598 (Freitag: 1.161) angegeben, die der -verlierer mit 1.165 (1.602). Unverändert schlossen 68 (58) Titel. Ins positive Konjunkturbild fügte sich die Aufwärtsrevision des von S&P Global im Januar ermittelten Einkaufsmanagerindex für die Industrie nahtlos ein. Der nicht beigelegte Haushaltsstreit und die damit verbundene Schließung von Behörden und anderen staatlichen Einrichtungen seit Samstag ließ Aktienanleger kalt.

In den USA herrschte in Sachen Zinspfad unter dem von US-Präsident Donald Trump als Nachfolger für US-Notenbankgouverneur Jerome Powell am Freitag bestellten Kevin Warsh etwas Verunsicherung. Warsh hatte sich zwar zuletzt für Zinssenkungen ausgesprochen, gleichwohl gilt als einer der falkenhafteren unter den als Powell-Nachfolger gehandelten Kandidaten, was Zinssenkungsfantasien dämpfte. Auch die überzeugenden Wirtschaftsdaten lieferten keine Argumente für niedrigere Zinsen. Daher standen die Edelmetalle Gold und Silber weiter unter Druck.

Mit den gedämpften Zinssenkungshoffnungen wegen der Fed-Personalie und zusätzlich befeuert durch die starken Konjunkturdaten stiegen die Renditen am Rentenmarkt. Die Zehnjahresrendite legte um 4 Basispunkte auf 4,28 Prozent zu. Am Devisenmarkt zog der Dollar wie schon am Freitag mit der Warsh-Personalie weiter an, der Dollar-Index erholte sich um weitere 0,7 Prozent - dank reduzierter Zinssenkungshoffnungen. Wetten auf eine Dollarschwäche könnten zu weit gegangen sein, urteilte Ökonom Neil Shearing von Capital Economics. "Wir vertreten schon seit einiger Zeit die Ansicht, dass es wichtig ist, die pessimistische Haltung gegenüber dem Dollar nicht zu übertreiben", so der Chefvolkswirt der Gruppe. Die Nominierung von Warsh zum nächsten Fed-Vorsitzenden habe die Befürchtungen eines Angriffs auf die Unabhängigkeit der Fed verringert.

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Der Ausverkauf bei Gold und Silber setzte sich fort - begünstigt durch nachlassende Zinssenkungsspekulationen. Die Feinunze Gold ermäßigte sich um 4,7 Prozent. Marktteilnehmer sprachen von andauernden Gewinnmitnahmen. Verschärfend hinzu kämen erhöhte Einschussforderungen der Terminbörsen. Der jüngste Rücksetzer bei Gold sei eine gesunde technische Korrektur nach einer "irrationalen" Rally in den vorangegangenen Tagen, urteilte Analystin Yuxuan Tang von JP Morgan Private Bank.

Auch die Erdölpreise standen unter Druck. Die Notierungen für Brent und WTI fielen um bis zu 6,2 Prozent. Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zerstreuten Angebotssorgen, hieß es. Daneben hatten mehrere Mitglieder der Opec+-Staaten vereinbart, die Fördermengen unverändert zu lassen und nicht zu senken. "Der Rückgang könnte sich ausweiten, da die Deeskalation den Fokus wieder auf die ungünstigen Fundamentaldaten lenkt", urteilt Analyst Nikos Tzabouras von Tradu.

Unter den Einzelwerten sanken Oracle-Aktien um 2,7 Prozent. Das Unternehmen will sich in diesem Jahr zwischen 45 und 50 Milliarden US-Dollar besorgen. Mit dem Geld will Oracle ihre Wette auf das Cloud-Computing für KI-Anwendungen finanzieren.

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Nvidia gaben um 2,9 Prozent nach. Der Plan des Unternehmens, bis zu 100 Milliarden US-Dollar in OpenAI zu investieren, um das Training und den Betrieb neuester KI-Modelle zu unterstützen, liege auf Eis, berichteten informierte Personen. Bei Nvidia seien Zweifel an dem Geschäft aufgekommen.

Disney zeigten sich mit Abschlägen von 7,3 Prozent. Der Unterhaltungskonzern hatte im ersten Geschäftsquartal mit Umsatz und Gewinn die Markterwartungen übertroffen. Gestützt wurde das Ergebnis von der starken Entwicklung des Streaming-Geschäfts. Hohe Werbeausgaben für Kinofilme kamen bei Anlegern aber nicht gut an. Zudem beabsichtigt CEO Bob Iger laut einem Bericht des Wall Street Journal noch vor Ablauf seines Vertrags (31. Dezember) zurückzutreten.

Unter Druck standen Aktien mit Bitcoin-Bezug, nachdem der Kurs der Kryptowährung über das Wochenende abgesackt war - auch wenn er sich zuletzt etwas erholte. Der Kurs von Strategy fiel um 6,7 Prozent. Das Unternehmen hält die größten Bitcoin-Bestände. Coinbase und Robinhood Markets verbilligten sich um 3,5 bzw. 9,6 Prozent.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 49.407,66 +1,1% 515,19 +1,7%

S&P-500 6.976,44 +0,5% 37,41 +1,4%

NASDAQ Comp 23.592,11 +0,6% 130,29 +0,9%

NASDAQ 100 25.738,61 +0,7% 186,23 +1,2%

DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Mo, 18:39 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1792 -0,5% 1,1852 1,1797 +0,9%

EUR/JPY 183,45 -0,4% 184,12 183,51 -0,1%

EUR/CHF 0,9192 +0,3% 0,9164 0,9205 -1,6%

EUR/GBP 0,8628 -0,4% 0,8661 0,8641 -0,7%

USD/JPY 155,57 +0,1% 155,35 155,55 -0,9%

GBP/USD 1,3667 -0,1% 1,3686 1,3653 +1,6%

USD/CNY 6,9658 -0,2% 6,9783 6,9636 -0,7%

USD/CNH 6,9410 -0,3% 6,9602 6,9392 -0,3%

AUS/USD 0,6952 +0,1% 0,6943 0,6956 +4,1%

Bitcoin/USD 78.215,35 +1,3% 77.242,95 78.903,20 -12,8%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 62,19 65,21 -4,6% -3,02 +14,2%

Brent/ICE 66,32 70,69 -6,2% -4,37 +16,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 4.665,60 4.895,64 -4,7% -230,04 +13,2%

Silber 80,16 85,45 -6,2% -5,29 +19,8%

Platin 1.821,86 1.830,04 -0,4% -8,18 +4,4%

Kupfer 5,83 5,92 -1,6% -0,09 +3,3%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf

(END) Dow Jones Newswires

February 02, 2026 16:09 ET (21:09 GMT)

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