Nestlé-Aktie tiefer: Rückruf von SMA-Babynahrung

Nestlé ruft bestimmte Chargen seiner SMA-Babynahrung zurück. Grund ist das mögliche Vorhandensein von Cereulid-Bakterien.
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Der Lebensmittel- und Getränkehersteller, zu dem auch Marken wie Nescafe und Purina gehören, teilte am Montag mit, dass er die Säuglingsnahrung und das Folgeprodukt freiwillig zurückrufe.
Es gebe keine bestätigten Erkrankungen aufgrund des Verzehrs dieser Produkte, erklärte der Konzern. Eltern werde geraten, Säuglinge oder Kleinkinder damit nicht zu füttern, so Nestlé.
"Aus reiner Vorsicht hat sich Nestlé zu diesem freiwilligen Produktrückruf entschlossen", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.
Das Produkt werde zurückgerufen, da es möglicherweise das Toxin Cereulid enthalte, so die irische Behörde für Lebensmittelsicherheit. Dieses Gift sei hitzebeständig und könne Übelkeit und Erbrechen verursachen.
Nestle-Rückruf von Babynahrung: Kaum finanzielle Auswirkungen
Bei Nestlé hat eine der größten Rückrufaktionen der Firmengeschichte keine großen finanziellen Auswirkungen: Der Rückruf von Chargen von Babynahrung in über 30 Ländern mache deutlich weniger als 0,5 Prozent des Jahresumsatzes des Lebensmittelkonzerns aus, teilte das Unternehmen am Dienstag auf seiner Homepage mit.
Deshalb seien keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen für die Gruppe zu erwarten, hieß es weiter. Insgesamt ruft der Lebensmittelhersteller Babynahrungsprodukte in 31 Ländern zurück, davon sind 27 in Europa.
Zu den vom Rückzug betroffenen Ländern zählen laut Nestlé Märkte wie die Schweiz, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien oder Österreich. Aber auch in Argentinien, Mexiko und Peru oder in Hongkong musste der Konzern die Babynahrung zurückrufen.
Am Vortag hatte Nestlé bekannt gegeben, Säuglingsnahrung, die mit Gift belastet sein könnte, zurückzurufen. Betroffen sind die bekannte Marke Beba sowie Spezialprodukte wie Alfamino. Eltern wurden von Nestlé dazu aufgefordert, die Produkte aus bestimmten Chargen nicht mehr zu verwenden und im Handel zurückzugeben.
Keine Krankheitsfälle bestätigt
Krankheitsfälle im Zusammenhang mit dem Verzehr seien bislang nicht bestätigt, bekräftigte Nestlé am Dienstag. "Wenn keine Symptome auftreten, besteht kein Grund zur Sorge hinsichtlich gesundheitlicher Auswirkungen." Mögliche Symptome seien starkes oder anhaltendes Erbrechen, Durchfall oder ungewöhnliche Lethargie, die in der Regel zwischen 30 Minuten und 6 Stunden nach dem Verzehr auftreten.
Ursache sei ein technischer Reinigungsdefekt in einem Zulieferbetrieb, durch den es im Dezember zu einer Verunreinigung eines Öls, das als Inhaltsstoff verwendet wird, gekommen sei.
Die Nestlé-Aktie verlor am Dienstag im Handel an der SIX letztlich 0,37 Prozent auf 76,16 Schweizer Franken.
DOW JONES / VEVEY (dpa-AFX)
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