22.05.2018 14:35

QIX Deutschland: Boomendes Triebwerksgeschäft und hohe Gewinnstabilität treiben MTU Aero Engines auf Rekordhoch

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Dem QIX Deutschland verhilft am Dienstag die Annäherung im Handelsstreit zwischen den USA und China zu moderaten Gewinnen. Gebremst wird der Anstieg jedoch vom wieder festeren Euro.
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Bis zum Nachmittag klettert der Index dementsprechend um 0,6 Prozent auf 14.370 Punkte. MTU Aero Engines klettert dank eines starken Geschäftsberichts und Analysteneinstufung auf ein Mehrjahreshoch. BMW will den Druck mit angekündigter Modelloffensive auf die Konkurrenz im laufenden Jahr weiter erhöhen.

Dank solider Zahlen und der guten Börsenstimmung steigt die MTU Aero Engines-Aktie heute im Qualitäts-Index auf ein Allzeithoch. Aktuell steht sie dabei mit 1,9 Prozent im Plus bei 157,40 Euro. Die US-Bank JPMorgan hatte das Kursziel für die Aktie nach einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen von 160 auf 165 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" bestätigt. Da der Vorstand bessere Geschäfte im Bereich Wartung und Ersatzteile signalisiert habe, haben sie ihre Gewinnprognosen (EPS) für 2018 bis 2020 leicht erhöht, schrieben die Analysten in einer Studie. Mit der baldigen Verlagerung ihrer Bewertungsbasis von 2018 auf 2019 könne das Kursziel in den kommenden Monaten um rund 8 Prozent steigen, stellten sie zudem in Aussicht.

MTU Aero Engines konnte aufgrund des anhaltend freundlichen Marktumfeldes den Konzernumsatz im 1.Quartal um 5% auf 1,02 Mrd. Euro steigern. Die um Währungseffekte bereinigte Wachstumsrate lag dabei sogar bei gut 20%. Insgesamt wurde damit die Markterwartung von 996 Mio. Euro übertroffen. Ein wesentlicher Treiber bei MTU war dabei einmal mehr das Instandhaltungsgeschäft, das maßgeblich von Garantieleistungen beim A320neo-Triebwerk GTF profitierte. Zudem wurde beim bereinigten EBIT ein Anstieg um 11% auf 175 Mio. Euro vermeldet. Woraufhin eine Margenverbesserung von 16,2% im Vorjahresquartal auf 17,2% erreicht wurde. Besser als von MTU erwartet hatte sich auch das margenstarke zivile Ersatzteilgeschäft entwickelt. Hier hatte besonders das Geschäft mit älteren Triebwerken positiv überrascht. Sollte dieser Trend weiter anhalten, dann dürfte der Vorstand mit dem Halbjahresbericht den Jahresausblick durchaus anheben. Unterstützt vom guten Start ins neue Jahr könnte der Triebwerkhersteller dabei sein bestätigtes EBIT-Ziel von 600 bis 620 Mio. Euro, bei einem Umsatz von knapp 4 Mrd. Euro, leicht übertreffen.

Aktuell ergibt sich für die MTU Aero Engines-Aktie bei einem geschätzten 2018er Gewinn von 8,17 Euro je Aktie ein KGV von 19. Der Münchner Triebwerksbauers konnte seinen Gewinn seit 2012 von 174 Mio. Euro auf zuletzt 378 Mio. Euro mehr als verdoppelt. Dies war immerhin ein Wachstum von durchschnittlich 18 Prozent. Aber auch die solide Eigenkapitalrendite des Unternehmens von 19 Prozent und die EBIT-Marge von gut 11 Prozent können überzeugen. Darüber hinaus bietet die Aktie derzeit eine Dividendenrendite von 1,5 Prozent. Mit diesen Kennzahlen werden wichtige Kriterien für eine Notierung im Qualitätsaktien-Index (QIX) erfüllt. Der QIX Deutschland ist ein Aktien-Index, der aus den besten 25 deutschen Aktien gebildet wird. Die 25 Aktien werden nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk ausgewählt.

Ein weiterer Gewinner im Qualitäts-Index ist heute die BMW-Aktie. Aktuell steigt sie um 2,7 Prozent auf 90,90 Euro. Der Münchener Autokonzern will den Druck auf die Konkurrenz im laufenden Jahr weiter erhöhen. Wie der Vorstand auf der Hauptversammlung am Donnerstag betonte, sei die größte Modelloffensive unserer Geschichte eine Kampfansage an die Konkurrenz. Da BMW zuletzt im Rennen um die Pole Position in der Premium-Klasse hinter Mercedes-Benz zurückgefallen war, wollen die Bayern nun zurückschlagen. Alleine im laufenden Geschäftsjahr sollen 20 neue oder überarbeitete Modelle an den Start rollen, darunter der X4 sowie der neue X5, kündigte der BMW-Manager an. Parallel dazu plant der Autobauer seine E-Offensive fortzusetzen und dafür auch entsprechend mehrere Milliarden ausgeben. Bis 2025 will BMW nach den Plänen insgesamt 25 E-Autos im Angebot haben, davon 12 reine Stromer, sagte der Vorstand. Gleichzeitig wies er Vorwürfe zurück, der Konzern habe bei den Abgaswerten seiner Diesel-Fahrzeuge geschummelt. Bei den betroffenen Fahrzeugen der 5er und 7er Serie sei BMW ein Fehler unterlaufen, versicherte der Vorstandschef. Dort seien ursprünglich vorgesehene Softwaremodule nicht verwendet worden. Dies sei ein Versehen gewesen. Für 2018 zeigte sich das Unternehmen aber insgesamt weiter zuversichtlich. Dem Vorstand zufolge peile BMW das neunte Rekordjahr in Folge an. Dabei soll das Vorsteuer-Ergebnis trotz Gegenwinds von der Währungsseite und deutlich erhöhter F&E-Investitionen sowie Anlaufkosten der neuen Baureihen erneut über 10. Mrd. Euro liegen.

Die britische Investmentbank Barclays hat die Einstufung für die BMW-Aktie auf "Overweight" mit dem Kursziel von 116 Euro belassen. Der Autokonzern befinde sich am Anfang einer Phase wichtiger Produkterneuerungen, schrieben die Analysten in einer Studie. Dies dürfte die Gewinnentwicklung unterstützen. Zudem bringe die Modularstrategie bei Elektrofahrzeugen dem Unternehmen spürbare Wettbewerbsvorteile.

Wenn Sie den QIX nachbilden wollen, bietet sich ein Index-Tracker der UBS an.

Hinweis: Da der QIX Deutschland von finanzen.net und der Traderfox GmbH, einer Tochtergesellschaft der finanzen.net GmbH, entwickelt wurde, partizipieren die finanzen.net GmbH und die TraderFox GmbH indirekt oder direkt an der Vermarktung des QIX Deutschland. Dies betrifft u.a. Lizenzeinnahmen von Emissionsbanken und KVGs.

Bildquellen: Traderfox

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