ROUNDUP: Unicredit will Gewinn weiter steigern - Milliardensummen für Aktionäre

09.02.26 09:35 Uhr

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MAILAND (dpa-AFX) - Die italienische Großbank UniCredit will ihre Gewinne in den kommenden Jahren weiter nach oben treiben und Milliardensummen an ihre Aktionäre ausschütten. Bis zum Jahr 2028 soll der bereinigte Überschuss auf 13 Milliarden Euro klettern, teilte das Geldhaus am Montag in Mailand mit. Für das laufende Jahr nimmt sich Unicredit-Chef Andrea Orcel bereits 11 Milliarden Euro vor. Am Finanzmarkt kamen die Neuigkeiten gut an: Die Unicredit-Aktie legte kurz nach Handelsstart in Mailand um 3,8 Prozent zu.

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Die Bank will in den kommenden Jahren 80 Prozent ihrer Gewinne für Dividenden und Aktienrückkäufe ausgeben. In den nächsten drei Jahren sollen auf diese Weise mindestens 30 Milliarden Euro aus dem Unternehmen abfließen. Binnen fünf Jahren sollen es sogar 50 Milliarden Euro sein. Sollte sich bei der Bank weiteres Überschusskapital ansammeln, könnte die Summe noch höher ausfallen.

Im vergangenen Jahr sprudelten bei der Unicredit erneut die Gewinne. Der bereinigte Überschuss wuchs um knapp 14 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro. Der tatsächliche Gewinn legte um gut 12 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro zu.

Mit dem Überschuss von 2025 und ihren Gewinnzielen übertraf die Unicredit die Erwartungen von Analysten klar. So wuchs die Rendite auf das materielle Eigenkapital im vergangenen Jahr auf den bisherigen Höchstwert von 19,2 Prozent und soll bis 2028 auf mehr als 23 Prozent zulegen. Zum Vergleich: Die Deutsche Bank kam 2025 auf 10,3 Prozent und hat sich für 2028 gerade mal mehr als 13 Prozent vorgenommen.

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Auch bei der Effizienz im Kerngeschäft will Orcel das Mailänder Geldhaus zu neuen Rekorden treiben. Bis 2028 sollen die Erträge von zuletzt 24,5 Milliarden auf 27,5 Milliarden Euro klettern. Die Kosten des Instituts sollen dann nur noch etwa 33 Prozent der Erträge aufzehren. Im vergangenen Jahr waren es noch 38,5 Prozent. Die Deutsche Bank kam zuletzt auf 64 Prozent. Die Commerzbank hat sich für 2025 etwa 57 Prozent und für 2028 etwa 50 Prozent vorgenommen.

Die Unicredit war im September 2024 als Großaktionärin bei der Commerzbank eingestiegen. Inzwischen hat sie ihre Beteiligung über echte Aktien auf mehr als 26 Prozent ausgebaut. Zusammen mit Finanzinstrumenten hat sie Zugriff auf mehr als 29 Prozent der Anteile. Ab 30 Prozent müssten die Italiener ein Übernahmeangebot für die übrigen Commerzbank-Aktien abgeben.

Dazu hat sich Orcel bisher nicht durchgerungen. Denn bei der Commerzbank, dem Betriebsrat der Frankfurter und in der deutschen Politik trifft er mit seinen Übernahmeplänen auf Widerstand. Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp versucht das Frankfurter Geldhaus nun deutlich rentabler zu machen und hat sich dazu vor einem Jahr neue Mittelfristziele gesetzt. Damit will sie die Commerzbank für die Aktionäre so attraktiv zu machen, dass sie ihre Anteile lieber behalten, als sie an das Geldhaus aus Mailand zu verkaufen.

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Um den Gewinn weiter nach oben zu treiben, sollen bei der Commerzbank auf damaliger Basis bis Ende 2027 etwa 3.900 Vollzeitstellen wegfallen, davon 3.300 in Deutschland. Auch wenn andernorts neue Stellen entstehen sollen, will der Vorstand die Kosten der Bank so deutlich senken. Zugleich will Orlopp über mehrere Jahre hinweg die Nettogewinne komplett an die Aktionäre ausschütten./stw/mne/mis

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