E.ON-Aktie leichter: Zunehmende Zahl von Cyberangriffen - Weiter hohes Tempo beim Einbau intelligenter Stromzähler

Der Energiekonzern E.ON sieht eine zunehmende Zahl von Cyberangriffen auf seine Energienetze.
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Mittlerweile seien täglich mehrere hundert Angriffe auf die Netzinfrastruktur zu verzeichnen, berichtete Vorstandsmitglied Thomas König am Montag im Austausch mit Journalisten. Im Vergleich zu von vor fünf Jahren habe sich die Zahl damit verzehnfacht.
Der Manager verwies in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung eines digitalisierten Stromnetzes, sowie die eigenen Bemühungen, die Sicherheit zu gewährleisten. Dafür arbeite E.ON, wie viele andere Unternehmen, etwa auch mit externen Dienstleistern zusammen, um Angriffe zu simulieren und sich dagegen zu wappnen.
E.ON ist Deutschlands größter Stromversorger und -netzbetreiber. Dem Unternehmen gehört rund ein Drittel dieses Netzes, das alle Spannungsebenen unterhalb des Übertragungsnetzes umfasst.
E.ON will jedes Jahr 500.000 Smart Meter einbauen
Deutschlands größter Stromversorger und Verteilnetzbetreiber E.ON will weiter in hohem Tempo intelligente Stromzähler einbauen. "Auch in den kommenden Jahren planen wir mit einem Volumen von rund 500.000 Geräten pro Jahr. Das ist unser Lieferversprechen", sagte Netzvorstand Thomas König. Anlass war die Inbetriebnahme des einmillionsten sogenannten Smart Meters von E.ON durch die Tochtergesellschaft LEW Verteilnetz bei einer Kundin in der Nähe von Augsburg.
Intelligente Stromzähler messen ganz genau
Smart Meter messen alle 15 Minuten den Stromverbrauch eines Haushalts und übermitteln die Daten an die Netzbetreiber und Energielieferanten. Mit solchen intelligenten Messsystemen können Haushalte genau sehen, zu welcher Tageszeit sie wie viel Strom verbraucht haben. Haben Verbraucher einen speziellen Stromtarif abgeschlossen, können sie etwa den Betrieb einer Waschmaschine oder das Laden eines E-Autos in Zeiten mit viel Sonnen- und Windenergie legen, in denen Strom günstiger ist. Zugleich können Netzbetreiber mit den Daten ihr Netz besser steuern.
In Deutschland sind laut E.ON insgesamt etwas über zwei Millionen intelligente Messsysteme verbaut. "Fast 50 Prozent davon stammen von E.ON", betonte König. Allein 2025 habe man mehr als 440.000 Geräte verbaut. Die deutschen E.ON-Gesellschaften hätten die gesetzliche Rollout-Pflichtquote von 20 Prozent bis Ende 2025 zum Teil deutlich übertroffen. Im Durchschnitt habe die sogenannte Rollout-Quote zum Jahresende bei rund 30 Prozent gelegen. E.ON habe dabei unter zum Teil schwierigen regulatorischen, technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geliefert, betonte König.
E.ON betreibt rund ein Drittel des deutschen Strom-Verteilnetzes
E.ON ist Deutschlands größter Energieversorger mit hierzulande zwölf Millionen Strom- und zwei Millionen Gaslieferverträgen. In Deutschland ist das Unternehmen über zahlreiche Tochtergesellschaften außerdem der größte Strom-Verteilnetzbetreiber mit einem Anteil von rund einem Drittel der Netzlänge.
Die E.ON-Aktie notiert am Montag im XETRA-Handel zeitweise 0,03 Prozent tiefer bei 19,90 Euro.
ESSEN/AUGSBURG (dpa-AFX)
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Bildquellen: PATRIK STOLLARZ/AFP/Getty Images
