Ströer-Aktie fällt wegen enttäuschender Prognose: Umsatz leicht gesteigert - Wachstum für 2026 erwartet

Ströer hat im abgelaufenen Jahr bei einem leichten Umsatzanstieg etwas weniger verdient.
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Der im MDAX notierte Außenwerber zeigte ein solides Wachstum im Kerngeschäft OOH-Media, das überdurchschnittlich zulegte. Für das laufende Jahr rechnet Ströer mit einem organischen Wachstum im einstelligen Bereich.
Der Umsatz stieg nach vorläufigen Zahlen um 1 Prozent auf 2,08 Milliarden Euro. Organisch sanken die Erlöse um 0,4 Prozent nach einem Anstieg um 6,4 Prozent im Vorjahr.
Ströer selbst hatte einen Umsatz auf Vorjahresniveau von 2,05 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Analysten hatten im Konsens von Visible Alpha mit 2,07 Milliarden Euro gerechnet. Das Kerngeschäft OOH Media steigerte den Umsatz um knapp 4 Prozent.
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) blieb wie vom Konzern angekündigt unverändert bei 626 Millionen Euro. Unter dem Strich verdiente Ströer 140 Millionen Euro und damit 5 Prozent weniger als im Vorjahr.
Im vierten Quartal verbuchte Ströer einen Umsatzanstieg um 3 Prozent auf 603 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA legte ebenfalls um 3 Prozent auf 212 Millionen Euro zu.
Für das laufende Jahr stellt Ströer einen organischen Umsatzanstieg im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht. Das bereinigte EBITDA wird stabil erwartet.
Im ersten Quartal wird im Kernsegment OOH Media mit einem leichten Umsatzanstieg gerechnet. Im Vorjahreszeitraum war das Segment unter anderem wegen der Bundestagswahl kräftig um 15,3 Prozent gestiegen.
Ströer-Aktien fallen - JPMorgan: Gewinnprognose enttäuscht
Eine enttäuschende Gewinnprognose von Ströer hat den Aktienkurs am Donnerstag auf ein weiteres Tief seit 2015 geschickt. Um 5,56 Prozent auf 32,25 Euro ging es via XETRA zuletzt nach unten, im Tagestief waren es sogar fast minus neun Prozent. An der Pariser Börse ging es mit den Papieren des Kontrahenten JCDecaux um knapp zwei Prozent abwärts.
Der Werbedienstleister stellt für das laufende Jahr ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebitda) "weitgehend stabil" auf dem Niveau des Vorjahres in Aussicht. "Der Ausblick für 2026 enttäuscht", lautete dazu ein erstes Fazit von Marcus Diebel von JPMorgan. Denn der Prognose des Unternehmens stehe eine Konsensschätzung gegenüber, die auf ein Wachstum von 8 bis 9 Prozent hinauslaufe.
Trotz robuster Zahlen für das Schlussquartal 2025 sei der Ausblick für 2026 für den Aktienhandel am Donnerstag der wesentliche Kurstreiber, urteilte der Analyst. Er rechnet damit, dass die Konsensschätzung für das Ebitda nun um neun Prozent zurückgehen dürfte.
Die Aktien von Ströer hatten Mitte 2024 ein markantes Zwischenhoch bei 67,65 Euro erreicht. Anschließend ging es unter teils heftigen Schwankungen sukzessive abwärts. Mittlerweile hat sich der Kurs von dem Hoch mehr als halbiert.
DOW JONES / FRANKFURT (dpa-AFX Broker)
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Bildquellen: STRÖER
