18.07.2022 16:31

VW-Aktie zieht an: VW erwartet steigende Preise für Verbrenner wegen aufwendigerer Abgasreinigung - VW hält an Produktion in umstrittener Region Xinjiang fest

Steigende Fahrzeugpreise: VW-Aktie zieht an: VW erwartet steigende Preise für Verbrenner wegen aufwendigerer Abgasreinigung - VW hält an Produktion in umstrittener Region Xinjiang fest | Nachricht | finanzen.net
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Der VW-Konzern sieht in Autos mit Verbrennungsmotor mittelfristig keine kostengünstige Alternative mehr zu Elektroautos.
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Der neue Chef der Marke Volkswagen, Thomas Schäfer, erwartet deutlich steigende Fahrzeugpreise durch die geplante EU-Abgasnorm Euro 7. Verbrennerfahrzeuge würden durch die aufwendigere Abgasreinigung um jeweils 3.000 bis 5.000 Euro teurer, sagte er der "Welt am Sonntag". "Bei einem Kleinwagen sind diese Mehrkosten kaum aufzufangen." Einstiegspreise bei 10 000 Euro werde es künftig nicht mehr geben. Ab 2025 wolle der Konzern vier elektrische Kleinwagen-Modelle auf den Markt bringen, sagte Schäfer. Neben dem ID.2 werde es ein weiteres Modell von VW, einen Skoda und einen Cupra geben. Den ID.2 wolle VW "für unter 25 000 Euro" anbieten.

Volkswagen hält an Produktion in umstrittener Region Xinjiang fest

Die Volkswagen AG hält an ihrer Produktion von Fahrzeugen in Chinas westlicher Region Xinjiang fest. Der deutsche Automobilhersteller plane, seine Fabrik in Xinjiang weiter zu betreiben und sei offen für einen Werksbesuch durch einen Menschenrechtsexperten, der kürzlich vom Vorstand des Unternehmens ernannt wurde, sagte Stephan Wöllenstein, der scheidende CEO von Volkswagen China. Westliche Politiker, Wissenschaftler und Menschenrechtsgruppen werfen Peking vor, in der Region ethnische Minderheiten gewaltsam zu unterdrücken.

Wöllenstein sagte, die Entscheidung, das Werk weiter zu betreiben, sei nach einer Diskussion mit dem chinesischen Joint-Venture-Partner von Volkswagen, der staatlichen SAIC-Gruppe, getroffen worden. "Wir sind beide zu dem Schluss gekommen, dass es sehr schwierig ist, ein Werk zu schließen und es danach wieder zu öffnen", sagte Wöllenstein und bezog sich dabei auf ein Gespräch mit Chen Hong, dem Vorsitzenden der in Schanghai ansässigen SAIC.

Führungskräfte des chinesischen Automobilherstellers sagten Volkswagen, dass das Unternehmen mehr Schaden als Nutzen anrichten würde, wenn es das Werk aus politischen Gründen schließen würde, so Wöllenstein. Volkswagen steht in Deutschland unter Druck, die Schließung des Werks zu erwägen. Im Juni lehnte die deutsche Regierung die Erneuerung einer Risikoversicherung für den Betrieb von Volkswagen in China ab und begründete dies mit Pekings Umgang mit der uigurischen Minderheit. Auch die einflussreiche deutsche Metallarbeitergewerkschaft hat das Unternehmen aufgefordert, seine Präsenz in Xinjiang zu überdenken.

Xinjiang ist in den letzten Jahren zu einem geopolitischen Brennpunkt für multinationale Unternehmen geworden. Westlichen Forschern zufolge hat Chinas Regierung im Rahmen einer Kampagne Hunderttausende von Menschen, zumeist muslimische Minderheiten, in einem Netzwerk von Internierungslagern in Xinjiang festgehalten. US-Beamte, einige Gesetzgeber anderer westlicher Länder und einige Menschenrechtsaktivisten erklärten, Pekings Behandlung der Uiguren komme einer Art Völkermord gleich. China hat diese Vorwürfe zurückgewiesen und erklärt, seine Politik in der Region diene der Terrorismusbekämpfung und dem Schutz der nationalen Sicherheit.

In dieser Woche besuchte der chinesische Präsident Xi Jinping zum ersten Mal seit über acht Jahren Xinjiang. Die neue Menschenrechtsbeauftragte von Volkswagen, Kerstin Waltenberg, wird ihre Stelle im August am Hauptsitz des Unternehmens in Wolfsburg antreten, sagte ein Sprecher. Waltenberg soll die Aktivitäten des Automobilherstellers weltweit, einschließlich China, überwachen und ein Team von Spezialisten aufbauen. Ab Januar wird ein neues deutsches Gesetz mehr Sorgfaltspflicht gegen Menschenrechtsverletzungen entlang der Lieferketten vorschreiben.

Das Volkswagen-Werk in Xinjiangs Provinzhauptstadt Urumqi wurde 2013 gegründet. Früher wurden dort rund 20.000 Fahrzeuge pro Jahr produziert, aber die Produktion ist seitdem zurückgegangen, so Wöllenstein. Das Werk stelle heute zwei Fahrzeugmodelle her und beschäftige nur noch etwa die Hälfte der früheren Arbeitskräfte, wobei mehr als ein Viertel der Beschäftigten ethnischen Minderheiten angehören. Das Unternehmen habe der Zuteilung von Chips für das Werk keine Priorität eingeräumt, als die Industrie mit Engpässen zu kämpfen hatte, da die Nachfrage nach den dort produzierten Fahrzeugen gering gewesen sei, sagte der Manager.

Alle Mitarbeiter des Werks seien direkt angestellt, und der deutsche Automobilhersteller habe keine Zwangsarbeit in dem Werk festgestellt, sagte der Manager. Volkswagen führe stichprobenartige Kontrollen bei den Zulieferern durch und verlasse sich auf deren Selbsterklärungen.

Ein US-Gesetz, das im Juni in Kraft getreten ist, geht davon aus, dass alle Produkte, die in Xinjiang oder von Unternehmen, die mit der dortigen Regierung verbunden sind, hergestellt werden, aus Zwangsarbeit stammen.

Für die Vorzugsaktien von Volkswagen geht es am Montag via XETRA zeitweise um 3,33 Prozent aufwärts auf 136,64 Euro.

BERLIN (dpa-AFX) / HONGKONG (Dow Jones)

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