finanzen.net
04.06.2019 15:46
Bewerten
(0)

HelloFresh-Aktie: Kochboxen-Versender will schon bald profitabel werden

Umsatz steigt: HelloFresh-Aktie: Kochboxen-Versender will schon bald profitabel werden | Nachricht | finanzen.net
Umsatz steigt
DRUCKEN
Das Geschäft mit digital bestellten Essenslieferungen boomt. Davon profitiert auch der Kochboxen-Versender Hellofresh.
Das 2011 gegründete Berliner Start-up bietet Pakete mit vorbereiteten Zutaten und Rezepten an, die im Abonnement erhältlich sind. Anderthalb Jahre nach seinem Börsengang schreibt das SDAX-Unternehmen zwar rote Zahlen, doch Aktionäre setzen darauf, dass sich das in Kürze ändert und Gewinne anstehen. Denn Umsatz, Kundenzahl und Bestellungen steigen stetig. Was bei HelloFresh los ist, was die Analysten sagen und wie es um die Aktie steht.

DAS IST LOS IM UNTERNEHMEN:

Die Start-up-Schmiede Rocket Internet hatte HelloFresh einst an die Börse gebracht, ihre Beteiligung in der Folgezeit jedoch sukzessive reduziert. Mitte Mai dieses Jahres platzierte der selbst im MDAX gelistete Konzern seine bis dato noch verbliebenen 43,7 Millionen Aktien für acht Euro je Stück bei institutionellen Investoren und erlöste damit knapp 350 Millionen Euro. Seitdem muss HelloFresh ohne die Obhut seiner Gründerin auskommen. 2018 war der Kochboxen-Versender schneller gewachsen als erwartet. Zudem war der operative Verlust geringer ausgefallen als befürchtet. Für Rocket Internet schien der Zeitpunkt des endgültigen Loslassens also ein günstiger zu sein.

Der Verkauf der Anteile erfolgte, als HelloFresh bereits seine Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2019 verkündet hatte. Einem überraschend starken Umsatzanstieg um 42,1 Prozent auf 420,1 Millionen Euro standen hohe Verluste gegenüber: Der Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) erhöhte sich um 44,7 Prozent auf 40,3 Millionen Euro - auch deshalb, weil HelloFresh weiter kräftig investiert.

Mit Green Chef und Chef's Plate erwarben die Berliner 2018 gleich zwei nordamerikanische Unternehmen. HelloFresh wächst auch international konsequent und ist in den USA stark. Aber auch in Großbritannien, Australien, Neuseeland, der Schweiz und in den Niederlanden ist das Unternehmen tätig. Da das Geschäft in verschiedenen Ländermärkten brummt, erwartet HelloFresh für 2019 beim Erlös einen Anstieg um 25 bis 30 Prozent.

Unternehmenschef und HelloFresh-Mitgründer Dominik Richter gibt sich optimistisch. Er bezeichnete 2018 rückblickend als bisher "erfolgreichstes Jahr" der Unternehmensgeschichte und geht davon aus, im laufenden Jahr operativ die Gewinnschwelle zu erreichen.

Hoffnung machen kann ihm die nach wie vor steigende Zahl der Bestellungen, die im ersten Quartal 2019 um mehr als ein Drittel auf 8,9 Millionen geklettert war. Auch die Zahl der aktiven Kunden erhöhte sich in den ersten drei Monaten um etwa ein Drittel auf rund 2,5 Millionen. Richter verweist darauf, dass HelloFresh 2018 in jedem seiner Märkte die Marktführerschaft übernommen und das Angebot für Kunden erheblich erweitert und verbessert habe.

DAS SAGEN DIE ANALYSTEN:

Der Faktor Zeit spielt HelloFresh aus Sicht der Analysten in die Karten. Sie sehen in dem jungen Unternehmen viel Potenzial und trauen ihm zu, schon bald profitabel zu werden. Von den fünf im dpa-AFX-Analyser gelisteten Experten empfehlen daher gleich vier die Aktie zum Kauf. Die US-Investmentbank Morgan Stanley rät dazu, die Aktie zu halten. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 14,60 Euro - und damit deutlich über dem letzten Kurs von knapp neun Euro.

Den starken Jahresauftakt des Kochboxen-Versenders hebt etwa Analyst Robert Berg von der Privatbank Berenberg hervor. Das Umsatzwachstum bei konstanten Wechselkursen dürfte am oberen Ende der vom Unternehmen genannten Zielspanne von 25 bis 30 Prozent landen, schreibt der Experte in einer Studie.

Während Berg das Kursziel auf 16 Euro belassen hat, senkte es Analyst Marcus Diebel von der US-Bank JP Morgan nach Quartalszahlen von 15 auf 14 Euro. Er rechnet nun mit etwas geringeren Margen des Kochboxen-Versenders sowie mit einer geringeren Zunahme der Bestellungen in den USA. Angesichts der sich fortsetzenden Branchenkonsolidierung in den USA beließ Analystin Nizla Naizer von der Deutschen Bank ihre Einstufung auf "Buy" mit einem Kursziel von 15 Euro.

Den Verkauf des Rocket Internet-Anteils an HelloFresh greift derweil die britische Investmentbank Barclays auf. Für die Anleger des Kochboxen-Versenders sei dies vermutlich eine gute Nachricht, schrieb Analyst Andrew Ross. Für viele Investoren sei die mangelnde Liquidität der Aktie ein starker Grund gewesen, sie nicht zu kaufen.

DAS MACHT DIE AKTIE:

Beim Börsendebüt am 1. November 2017 hatte der Ausgabepreis bei 10,25 Euro gelegen. Im Vergleich dazu hat die HelloFresh-Aktie knapp 14 Prozent eingebüßt. Von ihrem Hoch am 24. Juli vergangenen Jahres sind die Papiere ohnehin noch ein ganzes Stück entfernt. Damals waren sie auf 15,00 Euro geklettert und kosteten damit fast sechs Euro mehr als momentan.

Allerdings hat sich die Aktie von ihrem Tief am 20. Dezember 2018 wieder deutlich erholt. Nach einer steilen Talfahrt waren die Anteilsscheine auf 5,83 Euro abgestürzt und lagen am SDAX-Ende. Investoren waren beunruhigt wegen der deutlichen Verluste, die HelloFresh schrieb und der zugleich hohen Investitionen, die getätigt wurden.

Die Marktkapitalisierung von HelloFresh beläuft sich derzeit auf knapp 1,5 Milliarden Euro. Größter Aktionär ist Jeff Horing mit 15 Prozent der Anteile. Die Deutsche Bank, die Vanguard Group und Union Investment halten jeweils etwa fünf Prozent an HelloFresh. Bevor die Start-up-Schmiede Rocket Internet ihre Anteile am Kochboxen-Versender Mitte Mai auf den Markt geworfen hatte, waren die Berliner mit zuletzt knapp 29 Prozent an HelloFresh beteiligt.

/eas/bgf/fba

BERLIN (dpa-AFX)

Bildquellen: HelloFresh SE

Nachrichten zu HelloFresh

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu HelloFresh

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
24.05.2019HelloFresh buyDeutsche Bank AG
14.05.2019HelloFresh overweightBarclays Capital
10.05.2019HelloFresh buyDeutsche Bank AG
08.05.2019HelloFresh overweightJP Morgan Chase & Co.
08.05.2019HelloFresh overweightBarclays Capital
24.05.2019HelloFresh buyDeutsche Bank AG
14.05.2019HelloFresh overweightBarclays Capital
10.05.2019HelloFresh buyDeutsche Bank AG
08.05.2019HelloFresh overweightJP Morgan Chase & Co.
08.05.2019HelloFresh overweightBarclays Capital
08.10.2018HelloFresh Equal-WeightMorgan Stanley
06.06.2018HelloFresh NeutralJP Morgan Chase & Co.
15.05.2018HelloFresh NeutralJP Morgan Chase & Co.
14.05.2018HelloFresh NeutralJP Morgan Chase & Co.
11.04.2018HelloFresh NeutralJP Morgan Chase & Co.

Keine Analysen im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.

Eventuell finden Sie Nachrichten die älter als ein Jahr sind im Archiv

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für HelloFresh nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

HelloFresh Peer Group News

Keine Nachrichten gefunden.

Heute im Fokus

DAX kaum bewegt -- Dow startet stabil -- Steinhoff schreibt erneut Milliardenverlust -- Adobe: Cloud-Geschäft treibt Umsatz -- 1&1 Drillisch, Carl Zeiss, Sanofi, FMC, Vossloh, HELLA im Fokus

Harley-Davidson schließt trotz Trump-Kritik Partnerschaft in China. Siltronic- und Infineon-Aktie ziehen an: Deutsche Chipwerte im Erholungsmodus. Hummels-Transfer von Bayern zum BVB anscheinend perfekt. Daimler-, VW- und BMW-Aktie im Fokus: US-Kartellklagen gegen deutsche Autobauer vorerst abgewiesen.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Promis
Diese Sternchen haben ihren eigenen Aktien-Index
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Die Änderungen unter den Top-Positionen
Die erfolgreichsten Kinofilme der letzten 25 Jahre
Welche Titel knackten die Milliardenmarke an den Kinokassen?
In diesen Berufen bekommt man das niedrigste Gehalt
Welche Branchen man besser meiden sollte.
DIe innovativsten Unternehmen
Diese Unternehmen sind am fortschrittlichsten
mehr Top Rankings

Umfrage

Glauben Sie die Anschuldigung der USA, dass der Iran für die Angriffe gegen Tanker im Golf von Oman verantwortlich ist?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
SteinhoffA14XB9
Deutsche Bank AG514000
NEL ASAA0B733
Beyond MeatA2N7XQ
Daimler AG710000
Infineon AG623100
Amazon906866
TeslaA1CX3T
Lufthansa AG823212
BayerBAY001
CommerzbankCBK100
Microsoft Corp.870747
Apple Inc.865985
BASFBASF11