12.05.2020 17:48

ArcelorMittal will sich Milliarden am Kapitalmarkt beschaffen - Aktie sackt ab

Wandelanleihe: ArcelorMittal will sich Milliarden am Kapitalmarkt beschaffen - Aktie sackt ab | Nachricht | finanzen.net
Wandelanleihe
Folgen
Der hoch verschuldete belgisch-indische Stahlkonzern ArcelorMittal will sich bei seiner geplanten Beschaffung von zwei Milliarden Dollar einen wesentlichen Teil mit neuen Aktien besorgen.
Werbung
750 Millionen Dollar sollen über die sofortige Ausgabe neuer Aktien vom Finanzmarkt beschafft werden, die restlichen 1,25 Milliarden Dollar sollen aus einer Pflichtwandelanleihe kommen, teilte der thyssenkrupp-Konkurrent am Dienstag in Luxemburg mit.

ArcelorMittal hatte am Montagnachmittag angekündigt, sich zwei Milliarden Dollar am Kapitalmarkt holen zu wollen, dabei aber noch keine Details genannt.

Der Konzern will mit dem Geld das Ziel, die Nettofinanzschulden auf rund sieben Milliarden Dollar zu senken, angesichts der außergewöhnlichen Umstände schneller erreichen, hatte Vorstandschef Lakshmi Mittal am Montag bei der Ankündigung gesagt.

Vor dem Wochenende hatte die Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit des Konzerns auf sogenanntes "Ramsch"-Niveau abgestuft, womit spekulative Investments gemeint sind. Vor einem Monat bereits hatte die Agentur Fitch diesen Schritt vollzogen. Bei Standard & Poor's (S&P) droht ArcelorMittal derzeit ebenfalls eine Abstufung.

ArcelorMittal hatte für Ende März eine verfügbare Liquidität an Barmitteln und Krediten von 10 Milliarden Dollar vermeldet und diese im April mit einer neuen Kreditlinie um weitere 3 Milliarden Dollar aufgestockt. Mit den Nettoerlösen aus der Kapitalerhöhung und den Pflichtwandlern soll die zuletzt bereits voll in Anspruch genommene Linie von 3 Milliarden Dollar teils wieder zurückgezahlt und gekündigt werden.

ArcelorMittal-Aktie rutscht wegen Kapitalerhöhung weiter ab

Die Aktien des hoch verschuldeten belgisch-indischen Stahlkonzerns ArcelorMittal sind nach der Bekanntgabe von Details zur geplanten Kapitalerhöhung weiter abgerutscht. Nachdem sie am Montag schon stark an Wert verloren hatten, ging es für sie am Dienstagmorgen anfangs nochmals um bis zu 7,7 Prozent Euro nach unten bis unter die Marke von 8 Euro. Zum Handelsende stand an der Euronext Amsterdam noch ein Verlust von 5,5 Prozent auf 8,152 Euro.

ArcelorMittal hatte am Montagnachmittag angekündigt, sich zwei Milliarden Dollar am Kapitalmarkt holen zu wollen, dabei aber noch keine umfassenden Details genannt. Der Kurs der Aktie war daraufhin am Vortag bereits um 16 Prozent gefallen. Die Details der geplanten Kapitalbeschaffung sorgten nun für weitere Verluste. Die neuen Aktien bietet der Konzern zu umgerechnet jeweils 8,57 Euro an.

Vor dem Wochenende hatte die Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit des Konzerns bereits auf sogenanntes "Ramsch"-Niveau abgestuft, womit spekulative Investments gemeint sind. Vor einem Monat bereits hatte die Agentur Fitch diesen Schritt vollzogen. Bei Standard & Poor's (S&P) droht ArcelorMittal derzeit ebenfalls eine Abstufung.

Für Myles Allsop, Analyst der Schweizer Großbank UBS kommt der Schritt dennoch unerwartet, da er die Nettoschulden eigentlich auf einem tiefen Stand wähnte. Er betonte, dass es sich nun schon um die dritte Kapitalerhöhung von Arcelor binnen sieben Jahren handele - und der Konzern in der gegenwärtigen Phase der erste große europäische Stahlproduzent sei, der zu diesem Mittel greife.

Allsop merkte außerdem an, dass die Aktie seit dem Corona-Tief, das sie im März bei knapp unter 6 Euro schrieben, zuletzt wieder mächtig gestiegen waren. Kurz vor der Finanzkrise war die Aktie 2008 noch mit einem Spitzenwert von über 200 Euro gehandelt worden.

/men/zb/mis

LUXEMBURG (dpa-AFX)

Bildquellen: JEAN-CHRISTOPHE VERHAEGEN/AFP/Getty Images

Nachrichten zu thyssenkrupp AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu thyssenkrupp AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
14.05.2021thyssenkrupp kaufenDZ BANK
12.05.2021thyssenkrupp buyDeutsche Bank AG
11.05.2021thyssenkrupp buyJefferies & Company Inc.
11.05.2021thyssenkrupp UnderweightMorgan Stanley
11.05.2021thyssenkrupp buyBaader Bank
14.05.2021thyssenkrupp kaufenDZ BANK
12.05.2021thyssenkrupp buyDeutsche Bank AG
11.05.2021thyssenkrupp buyJefferies & Company Inc.
11.05.2021thyssenkrupp buyBaader Bank
11.05.2021thyssenkrupp buyJefferies & Company Inc.
23.03.2021thyssenkrupp HoldKepler Cheuvreux
18.02.2021thyssenkrupp HoldKepler Cheuvreux
11.02.2021thyssenkrupp HaltenIndependent Research GmbH
18.12.2020thyssenkrupp HoldKepler Cheuvreux
10.12.2020thyssenkrupp Equal-WeightMorgan Stanley
11.05.2021thyssenkrupp UnderweightMorgan Stanley
19.03.2021thyssenkrupp UnderweightMorgan Stanley
17.12.2020thyssenkrupp UnderweightJP Morgan Chase & Co.
16.12.2020thyssenkrupp UnderweightJP Morgan Chase & Co.
19.11.2020thyssenkrupp UnderweightJP Morgan Chase & Co.

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für thyssenkrupp AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

DAX geht fester ins Wochenende -- US-Börsen schließen im Plus -- adidas erhält wohl Milliarden-Angebot für Reebok -- FMC, TUI, BVB, Coinbase, Aurora Cannabis, Disney, Airbnb im Fokus

Irisches Gericht weist Facebook-Beschwerden zu US-Datentransfer ab. Volkswagen-Konzern kann Auslieferungen um 75 Prozent steigern. Knapp 50% der Vonovia-Aktionäre nehmen die Aktiendividende. Amazon will in Großbritannien 10.000 neue Jobs schaffen. Deka unterstützt neue Strategie der Commerzbank. Ökonomen rechnen trotz Inflationsanstieg erst Anfang 2022 mit strafferem Fed-Kurs. Steinhoff erlöst mit Pepco-Börsengang 900 Millionen Euro.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

DAX 30: Die Gewinner und Verlierer im April 2021
Welche Aktie macht das Rennen?
Die größten Börsencrashs
Die größten Krisen an den Finanzmärkten
Rohstoffe: Die Gewinner und Verlierer im April 2021
Welcher Rohstoff macht das Rennen?
Die zehn größten Übernahmen
Wer legte für wen das meiste Geld auf den Tisch?
Die erfolgreichsten Filme aller Zeiten (Stand März 2021)
Welcher Blockbuster spielte den größten Umsatz aller Zeiten ein?
mehr Top Rankings

Umfrage

Die dritte Corona-Welle scheint gebrochen. Sollten nun schnell Lockerungen folgen?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln