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07.02.2019 20:05
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Bei SAP soll es mit der Marge nur noch aufwärts gehen

Wende voraus: Bei SAP soll es mit der Marge nur noch aufwärts gehen | Nachricht | finanzen.net
Wende voraus
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Mit klaren Ansagen hat sich SAP den zuletzt skeptischeren Einschätzungen von Investoren und Analysten zum Profitabiltätstrend entgegengestellt.
CEO Bill McDermott und Finanzvorstand Luka Mucic untermauerten auf dem Kapitalmarkttag in New York ihre Erwartung einer bevorstehenden Wende, bei der das vorhandene, gerade im Cloudgeschäft deutliche Wachstum sich nachhaltiger im Gewinn niederschlägt.

Als Hebel dafür sehen sie ein Bündel an Maßnahmen: Die Erweiterung der Software für Customer Relationship Management (CRM) durch das sogenannte Experience Management, für das sich SAP in den USA mit Qualtrics teuer verstärkt hat, den Um- und Ausbau der Belegschaft mit Fokus auf Wachstumsbereiche, um so den Umsatzmix hin zu mehr Rentabilität zu verschieben. Hinzu komme ein Produktportfolio, das hohen Wert bieten soll, wofür hohe Preise verlangt werden könnten und was damit auch der Marge zugutekomme.

Basis bilde das laut Mucic "felsenfeste" bisherige Kerngeschäft mit Lizenzen und Support, ergänzt durch das nicht nur durch Skaleneffekte rentabler werdende Cloudgeschäft. Außerdem will McDermott auf absehbare Zeit auf weitere teure Übernahmen verzichten.

Der Kritik an der bestenfalls verhaltenen Margenerholung, die im Jahresergebnis 2018 deutlich wurde, konterte McDermott mit Blick auf die Konkurrenz. Oracle habe ähnliche Margen, aber weniger Wachstum, bei IBM liege die Marge unter der von SAP.

800 Basispunkte Plus bei Cloud-Bruttomarge

Mucic sicherte eine Margenverbesserung von Jahr zu Jahr zu, ab 2019 werde es nur noch aufwärts gehen. Im Cloudgeschäft, das derzeit noch weniger profitabel ist als das Lizenzgeschäft, sind bei der Bruttomarge bis 2020 Verbesserungen auf 71 von 63 Prozent 2018 angepeilt, hier machen sich die Skaleneffekte bemerkbar. Beitragen werden dazu auch Kostenvorteile ab dem zweiten Quartal durch den Abschluss der Plattform-Umstellung bei Ariba und Success Factors, ebenso die übernommene Qualtrics mit einer Bruttomarge von 80 Prozent, hinzu kommen Fortschritte bei C/4 Hana.

Traditionsgeschäft wird überholt, ist aber widerstandsfähig

Für Mucic spielt auch das bisherige Kerngeschäft mit Lizenzen und Support eine wichtige Rolle. Das sei widerstandsfähig und liefere hohe und absehbar stabile Margen, auch wenn es beim Volumen von der Cloud überholt werden sollte. Überraschungen wie das im vierten Quartal gestiegene Lizenzgeschäft seien weiter möglich.

Auch auf der Ausgabenseite sieht Mucic Ansatzpunkte für mehr Profitabilität. Sowohl der Anteil von Sales und Marketing am Umsatz (25 Prozent) als auch auch der der allgemeinen und Verwaltungskosten (4 Prozent) werde sinken, der von Forschung und Entwicklung mit 13,8 Prozent weitgehend stabil bleiben. Die Investitionen sollen 2019 mit 1,5 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahres bleiben.

McDermott betonte, SAP habe das "eco system", durch seine Produkte den Kunden viel Wert zu liefern und so hohe Preise zu erzielen sowie durch einen günstigeren Umsatzmix die Marge zu verbessern.

Jobwegfall und Neueinstellungen für mehr Wachstum

Das Ende Januar angekündigte Restrukturierungsprogramm, durch das bei Kosten von bis zu 950 Millionen Euro rund 4.400 Mitarbeiter ausscheiden sollen, ziele nicht auf Kostensenkung ab, sondern darauf, neue und mehr Jobs an den richtigen Stellen zu schaffen, in den schnell wachsenden Bereichen des Konzerns, so der CEO. Dieses "Fitnessprogramm" werde die Margenentwicklung unterstützen. Am Ende des Jahres werde SAP 105.000 Mitarbeiter haben, so die Perspektive. Ende 2018 waren es rund 96.500.

Insgesamt sei sein Unternehmen in der besten Position für die Digitalisierung und verfüge dazu über eine "fantastische Pipeline".

Nach den beiden Übernahmen 2018 für zusammen gut 10 Milliarden US-Dollar will SAP eine Pause bei den M&A-Aktivitäten einlegen. Qualtrics, im November für 8 Milliarden Dollar gekauft, "hat uns komplettiert", sagte McDermott. Das Unternehmen sei sein Geld absolut wert und "wir werden dies kapitalisieren".

Experience Management, so die Betitelung der Analysesoftware für Kundenbeziehungen, sei "das nächste große Ding". Unternehmen gehe durch abspringende Kunden ein Wert von 1,6 Billionen Dollar verloren und es sei fünf Mal teurer, neue Kunden zu gewinnen als bestehende zu halten.

Eine ähnliche Akquisitionspause habe sich SAP nach dem Kauf von Concur gegeben, damals der größte Deal der Firmengeschichte. Jetzt werde Qualtrics integriert, und mindestens solange werde es "keinen großen M&A-Deal geben", sagte McDermott. SAP habe jetzt "alles, was wir brauchen".

FRANKFURT/NEW YORK (Dow Jones)-

Bildquellen: SAP AG, SAP AG / Wolfram Scheible
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