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30.06.2017 17:52

Starkes Debüt: Delivery Hero-Aktie mit erfolgreichem Börsengang

Zeichnungsgewinne bei IPO: Starkes Debüt: Delivery Hero-Aktie mit erfolgreichem Börsengang | Nachricht | finanzen.net
Zeichnungsgewinne bei IPO
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Es ist der größte Tech-Börsengang seit dem IPO von Rocket Internet - und er ist ein Erfolg: Die Aktie von Delivery Hero hat einen Erstkurs von 26,90 Euro markiert und lag damit 5,5 Prozent über dem Ausgabekurs.
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Delivery Hero hat bei seinem Börsengang deutlich über dem Emissionspreis debütiert. Firmenchef Niklas Östberg läutete die Startglocke auf dem Frankfurter Parkett. Die Papiere starteten bei 26,90 Euro, damit lag der Erstkurs um 5,5 Prozent über dem Ausgabepreis von 25,50 Euro. Anleger, die bereits zum Start dabei waren, fuhren somit Zeichnungsgewinne ein. Im weiteren Verlauf ging es bei 25,26 Euro zwischenzeitlich unter den Ausgabekurs, am Nachmittag pendelt sich der Anteilsschein aber wieder um 27,40 Euro ein. Geschlossen hat die Aktie des Börsenneulings auf XETRA bei 27,80 Euro.

Die starke Nachfrage nach Aktien des Börsendebütanten hatte sich bereits in den vergangenen Tagen abgezeichnet. Delivery Hero hatte seine Anteile in einer Spanne zwischen 22,00 und 25,50 Euro angeboten und konnte damit einen Preis am oberen Ende der Bookbuilding-Spanne erzielen.

Börsengang lange hinausgezögert

Delivery Hero-Vorstandschef Niklas Östberg hat hoch gepokert und gewonnen. Dabei hat er das IPO seines Lieferdienstes lange verzögert. Sehr zum Unmut des Delivery Hero-Großaktionärs Rocket Internet, dessen Chef Östberg immer wieder unter Druck gesetzt hatte, die Rocket-Beteiligung an die Börse zu bringen. Die Startup-Schmiede hat bis zum IPO 35 Prozent der Anteile an dem Börsenneuling gehalten - 5,28 Millionen Aktien hat Rocket nun im Zusammenhang mit dem Börsengang auf den Markt gebracht. Auch die Mehrzuteilungsoption stammt aus dem Rocket-Bestand: 5,09 Millionen zusätzliche Anteilsscheine hält das Unternehmen bereit. Wird die Mehrzuteilungsoption ausgereizt, könnte Rocket Internet beim Börsengang seines wichtigsten Startups bis zu 264 Millionen Euro einnehmen.

Insgesamt kamen 39 Millionen Anteilsscheine unters Anlegervolk - 20,1 Millionen aus dem Bestand von Altaktionären und weitere 18,95 Millionen Anteilsscheine, die aus einer Kapitalerhöhung stammen.

Millionen für Wachstum

Delivery Hero hat mit seinem IPO damit knapp eine Milliarde Euro eingenommen - 483 Millionen Euro davon fließen dem Unternehmen direkt zu und sollen in den weiteren Ausbau des Geschäfts investiert werden.

Dabei verfolgt der Bringdienst konsequent die Devise seines Großaktionärs Rocket Internet: "Wachstum vor Gewinn". In mehr als 40 Ländern hat der Börsenneuling bereits Dependancen - nur wenige davon werfen Gewinn ab. Zwar konnte der Konzern den Umsatz dank seiner aggressiven Wachstumsstrategie auf 297 Millionen Euro nahezu verdoppeln, unter dem Strich blieb aber ein dicker Verlust von 195 Millionen Euro.

Starke Marktposition

Das Geschäftsmodell des Unternehmens ist recht simpel: Delivery Hero verdient mit der Vermittlung von Essensbestellungen an Gastronomen Geld. Die Zubereitung und Auslieferung des Essens übernehmen die Restaurants selber. Lediglich mit der deutschen Tochter Foodora verfolgt der Konzern von Niklas Östberg eine etwas andere Strategie: Für den Premium-Lieferdient unterhält der Konzern sogar eine eigene Auslieferer-Flotte, 3.000 Fahrradkuriere fahren für das Unternehmen holen die Bestellung in den Restaurants ab, um sie direkt zum Kunden zu bringen. Noch drücken bei Foodora insbesondere die damit verbundenen hohen Kosten auf die Margen.

Mit seinem Kerngeschäft, der Bestellvermittlung an Restaurants, hat sich Delivery Hero hat in vielen Gebieten eine starke Marktposition erkämpft und ist in einigen Regionen - vorrangig durch die Übernahme lokaler Wettbewerber - zum Marktführer aufgestiegen. Andere Märkte - den britischen etwa - hat das Unternehmen der Konkurrenz überlassen. Denn auf Dauer wird in dem Geschäftsbereich wohl nur derjenige Geld verdienen, der eine marktbeherrschende Stellung vorweisen kann.

Um ebendiese kämpft Delivery Hero auf dem deutschen Markt noch, sieht sich hier mit seinen Marken Lieferheld und Pizza.de aber starker Konkurrenz ausgesetzt. Mit dem niederländischen Konzern Takeaway, der hierzulande mit "Lieferando" aktiv ist, liefert sich der Konzern einen erbitterten Kampf um Kunden. Für Gutscheine und andere Kundenbindungs- und Marketingmaßnahmen nimmt Delivery Hero dabei richtig viel Geld in die Hand. Am Ende wird wohl nur der überleben, der finanziell den längeren Atem hat. Das Geld aus dem Börsengang kann Delivery Hero daher gut gebrauchen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Delivery Hero

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