10.01.2023 07:28

Mercedes, BMW und VW: Scholz lädt zu Spitzentreffen ins Kanzleramt

Zukunft der Autobranche: Mercedes, BMW und VW: Scholz lädt zu Spitzentreffen ins Kanzleramt | Nachricht | finanzen.net
Zukunft der Autobranche
Folgen
Vor dem Spitzentreffen zur Autobranche im Kanzleramt hat Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge Fortschritte bei der Sanierung von Straßen und Schienen sowie bei der Elektromobilität verlangt.
Werbung
"Gut, dass die Bundesregierung einen Mobilitätsgipfel macht, denn beim Klimaschutz im Verkehrssektor herrscht an viel zu vielen Stellen Stillstand", sagte Dröge der Deutschen Presse-Agentur.

"Um die Klimaziele zu erreichen, muss der Verkehrssektor nun endlich seinen gerechten Beitrag leisten." Dafür brauche es mutige Schritte und klare Prioritäten. Dröge forderte Planungsbeschleunigung bei der Brücken-Sanierung und dem Ausbau der Schieneninfrastruktur sowie mehr Tempo beim Ausbau der Ladesäulen-Infrastruktur für E-Autos.

Kanzler Olaf Scholz (SPD) hat für Dienstagnachmittag zu einem Spitzengespräch zur Zukunft der Autobranche geladen. Am ersten Gespräch der sogenannten Strategieplattform "Transformation der Automobil- und Mobilitätswirtschaft" im Kanzleramt sollen Vertreter von Wirtschaft, Arbeitnehmern, Wissenschaft, Ländern und Kommunen teilnehmen. Es dürfte vor allem um einen Meinungsaustausch gehen.

Neben Scholz sollen für die Bundesregierung Wirtschaftsminister Robert Habeck, Umweltministerin Steffi Lemke, Finanzminister Christian Lindner, Verkehrsminister Volker Wissing und Arbeitsminister Hubertus Heil teilnehmen.

Erwartet werden auch die Chefs der Autokonzerne Mercedes, Volkswagen und BMW, Ola Källenius, Oliver Blume und Oliver Zipse. Auch Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil als derzeitiger Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz soll dabei sein. Dazu sind Vertreter von Zulieferern und IG-Metall-Chef Jörg Hofmann geladen.

Auch IG-Metall-Chef Jörg Hofmann fordert mehr Tempo beim Ausbau der E-Ladesäulen. "Deutschland muss mit Hochdruck die Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Hochlauf der Elektro-Mobilität schaffen", sagte Hofmann der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Dienstag). "Hier gilt es vor allem, die Ladeinfrastruktur schneller auszubauen, Rohstoffversorgung und Wertschöpfung zu sichern und ausreichend Batteriezell-Fertigung in Deutschland und Europa anzusiedeln", sagte Hofmann.

Die Kommunalwirtschaft mahnt den Ausbau des Elektroauto-Ladenetzes insbesondere auf dem Land an. "Gerade der Ausbau der Ladeinfrastruktur in dünn besiedelten Gebieten ist Voraussetzung für den Durchbruch der Elektromobilität und von zentraler Bedeutung für die Verkehrswende", sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU), Ingbert Liebing.

Berichte, wonach Autobauer selbst den Ausbau der Ladeinfrastruktur vorantreiben, begrüßte Liebing. "Für ein engmaschiges Ladenetzwerk brauchen wir die Zusammenarbeit aller Beteiligten und vor allem in dünn besiedelten Gebieten noch erhebliche Investitionen." Bisher seien es überwiegend die Stadtwerke und kommunalen Unternehmen gewesen, die in diesen Gebieten Engagement gezeigt hätten. Eine schnelle und erfolgreiche Verkehrswende könne nicht ausschließlich auf Rosinenpickerei aufgebaut werden, also der Errichtung profitabler Schnellladesäulen entlang von Autobahnen. Nach VKU-Angaben sind mehr als die Hälfte aller Ladesäulen in Deutschland in kommunaler Hand.

Der Umstieg auf E-Autos wird nach einer Verbraucherumfrage der Unternehmensberatung Deloitte von steigenden Kosten und fehlender Infrastruktur gebremst. Trotz wachsender Modellauswahl würden nur 16 Prozent der Befragten beim nächsten Autokauf einen reinen Stromer nehmen. Ende 2021 lag der Anteil demnach bei 15 Prozent. Niedrigere Betriebskosten und staatliche Kaufprämien seien wesentliche Argumente für den Kauf eines E-Autos. "Nun schießen die Stromkosten in die Höhe, während die Förderung sukzessive zurückgefahren wird und 2025 sogar ausläuft. Das wird dazu führen, dass künftig weniger Elektroautos verkauft werden", sagte Branchenexperte Harald Proff.

Als größte Bedenken führten Verbraucher die Reichweite an: Mit 57 Prozent wurde sie am häufigsten genannt, gefolgt von einer fehlenden öffentlichen Ladeinfrastruktur (47 Prozent), der Ladezeit und der nicht vorhandenen Lademöglichkeit im eigenen Zuhause (je 45 Prozent). 75 Prozent der in Deutschland Befragten würden ihr E-Auto am häufigsten zu Hause laden. Dieser Wunsch sei im Vergleich zum Vorjahr (70 Prozent) gestiegen, obwohl Lademöglichkeiten gerade in dicht besiedelten Städten fehlten, teilte Deloitte weiter mit.

Der Verkehrsbereich hinkt beim Klimaschutz in Deutschland deutlich hinterher. Über den Umgang damit gibt es in der Bundesregierung Differenzen zwischen Grünen und FDP. Das verzögert auch das geplante Klimaschutzsofortprogramm, das nächste Schritte zur Erreichung der deutschen Klimaziele aufzeigen soll. Vor allem zwischen FDP und Grünen gibt es auch Streit darüber, ob beim schnelleren Ausbau der Infrastruktur die Straße oder die Schiene bevorzugt werden soll.

Beim Treffen im Kanzleramt steht laut Bundesregierung das Ziel der Klimaneutralität und der Erhalt von Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland im Mittelpunkt. Klimaneutralität bedeutet, dass nur so viele Treibhausgase ausgestoßen werden, wie auch wieder gebunden werden können. Deutschland will dieses Ziel bis 2045 erreichen.

/hrz/DP/tih

BERLIN (dpa-AFX)

Ausgewählte Hebelprodukte auf BMW AG
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf BMW AG
Long
Short
Hebel wählen:
5x
10x
Name
Hebel
KO
Emittent
Bildquellen: Taina Sohlman / Shutterstock.com, ben bryant / Shutterstock.com

Nachrichten zu Mercedes-Benz Group (ex Daimler)

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Mercedes-Benz Group (ex Daimler)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
23.02.2023Mercedes-Benz Group (ex Daimler) HoldJefferies & Company Inc.
17.02.2023Mercedes-Benz Group (ex Daimler) HoldJefferies & Company Inc.
27.01.2023Mercedes-Benz Group (ex Daimler) HoldJefferies & Company Inc.
14.11.2022Mercedes-Benz Group (ex Daimler) HoldJefferies & Company Inc.
26.10.2022Mercedes-Benz Group (ex Daimler) HoldJefferies & Company Inc.
17.12.2021Daimler HoldHSBC
18.02.2021Daimler SellWarburg Research
02.02.2021Daimler VerkaufenDZ BANK
26.10.2020Daimler VerkaufenDZ BANK
07.10.2020Daimler SellGoldman Sachs Group Inc.

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Mercedes-Benz Group (ex Daimler) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen

Online-Seminar um 18 Uhr mit Tradingprofi Haack: So kommen Sie am besten durch die volatile Marktphase

Wie Sie diese stürmischen Börsenzeiten als Privatanleger meistern, auf welche Gefahren Sie achten müssen und wo überraschende Chancen liegen könnten, erklärt Ihnen Trading-Profi Hans-Jürgen Haack heute Abend im Online-Seminar!

Werbung

Videos zur Mercedes-Benz Group (ex Daimler) Aktie

alle Videos
Werbung
Werbung
Neue Funktionen als Erstes nutzen
Sie nutzen finanzen.net regelmäßig? Dann nutzen Sie jetzt neue Funktionen als Erstes!
Hier informieren!
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

DAX steigt -- Wall Street wird höher erwartet -- GfK-Index erholt sich weiter -- Infineon erhöht Gewinnprognose -- ENCAVIS schüttet keine Dividende aus -- Aroundtown, adidas, UBS, Mercedes im Fokus

LEONI soll nach Kapitalschnitt von der Börse genommen werden. US-Behörden sehen Vereinbarungen mit Credit Suisse verletzt. Vorwürfe gegen Signature Bank: Aktionäre klagen wegen Betrugs auf Schadensersatz. Amazon-Geräte in den USA werden zu Funknetz zusammengeschaltet. Entscheidung im Musterverfahren gegen Porsche SE steht bevor. JENOPTIK schüttet höhere Dividende aus. ifo-Beschäftigungsbarometer steigt im März.

Top-Rankings

mehr

Umfrage

Infolge der Bankenkrise trübt sich die Stimmung an den Börsen ein. Befürchten Sie eine Rezession innerhalb der nächsten 12 Monate?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln