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08.02.2019 23:40
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Analyst: So können Anleger von Amazons Wachstum profitieren - ohne Amazon-Aktien zu kaufen

Zulieferer im Blick: Analyst: So können Anleger von Amazons Wachstum profitieren - ohne Amazon-Aktien zu kaufen | Nachricht | finanzen.net
Zulieferer im Blick
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Amazon gehört zu den wachstumsstärksten Unternehmen. Ein Analyst erklärt Möglichkeiten, von der Wachstumsstory zu profitieren, ohne Amazon-Aktien kaufen zu müssen.
Die Amazon-Aktie hat sich in den vergangenen Jahren als lohnenswertes Investment erwiesen. In drei Jahren hat sich der Anteilsschein mehr als verdreifacht und auch trotz des Absturzes der Techwerte Ende 2018 hat Amazon innerhalb der letzten zwölf Monate noch knapp 16 Prozent zulegen können. Inzwischen kostet die Aktie mehr als 1.600 US-Dollar und kommt als Direktinvestment für viele Anleger damit nicht mehr in Frage. Zumal das Thema "Blasenbildung" hartnäckig über den Köpfen der Anleger schwebt. Doch es gibt eine Alternative, glaubt ein Experte.

Wetten auf Zulieferer

Marketwatch-Analyst Philip van Doorn empfiehlt zwei Unternehmen, deren Geschäfte eng mit dem Handelsriesen verknüpft sind, die aber eine deutlich moderatere Bewertung vorweisen können. Zeitgleich sollen die Firmen den Wall Street-Riesen bei Umsatz- und Gewinnwachstum in diesem Jahr sogar schlagen. Konkret nennt van Doorn die Air Transport Services Group und Kornit Digital, zwei am Markt wenig bekannte Konzerne, als lukrative Alternativinvestments.

Air Transport Services Group

Die Air Transport Services Group ist eine amerikanische Luftfahrt-Holdinggesellschaft. Das Unternehmen kauft gebrauchte Boeing auf, bereitet sie technisch für den Frachtverkehr auf und vermietet die Flieger danach weiter. Der konkrete Deal mit Amazon sieht vor, dass Air Transport Services das notwendige Personal für die Flugzeuge liefert und zugleich den technisch einwandfreien Zustand garantiert. Versicherung und Lagerung der zu transportierenden Amazon-Produkte gehören ebenfalls zum Angebotsumfang. Die Treibstoffkosten übernimmt unterdessen der Handelsriese.

Erst kürzlich hatte Amazon vermeldet, sich in direkter Konkurrenz zu den US-Logistikriesen FedEx und UPS zu sehen. Mit einem Partner wie Air Transport Services kann sich der Konzern von Jeff Bezos von den Liefermarktführern unabhängiger machen.

Van Doorn lässt in seiner MarketWatch-Analyse auch zwei Fondsmanager zu Wort kommen, die Air Transport Services in ihrem Portfolio covern. Craig Richard und Doug Cartwright vom Buffalo Emerging Opportunities Fund BUFOX, Portfoliomanager bei Kornitzer Capital Management, bezeichnen die Aktie des Unternehmens als einen ihrer Favoriten. "Amazon wird sich angesichts der Abkehr von FedEx und dem U.S. Postal Service für den Transport durch ATSG und seinen Konkurrenten Atlas Worldwide entscheiden, obwohl die Flugzeuge aufgrund des hohen Kapitalaufwands nicht in ihrem Besitz sind. Amazon möchte potenziell auch Pakete für andere Parteien liefern", erklärte Cartwright die Aussichten für eine künftige Zusammenarbeit beider Unternehmen. Mehr als die Hälfte des Umsatzes der Air Transport Services Group könne von Amazon kommen, sobald die neuen Flugzeuge eingesetzt wurden, prognostiziert der Fondsmanager.

Interessant ist in diesem Zusammenhang: Amazon hat sich Optionsscheine gesichert, die dem Unternehmen erlauben, bis zu 39,9 Prozent der ATSG-Stammaktien zu erwerben. Seit diesem Zeitpunkt ist die Aktie von Air Transport Services Group kräftig gestiegen - ebenso wie die von Amazon gehaltenen Optionen.

Kornit Digital

Neben ATSG können Anleger dem MarketWatch-Analysten zufolge noch mit einem anderen Titel an der Amazon-Wachstumsstory teilhaben: Kornit Digital. Das Unternehmen ist im Bereich digitale Textildruck-Technologie aktiv und in diesem Segment weltweit Marktführer. Im Rahmen der Kooperation mit Amazon arbeitet Kornit als Lieferant von On-Demand-Textilproduktionssystemen für Amazons "Merch by Amazon"-Programm.

Das Programm ermöglicht es Händlern, Kleidungsstücke zu gestalten und ihre Designs dann über die Amazon-Plattform zu verkaufen. Kornit Digital kümmert sich um die technische Umsetzung des Drucks. Das Unternehmen liefert Ausrüstung und Tinte für die von Amazon betriebenen Textil-Druckmaschinen. "In Dallas hat Amazon 50 bis 60 Drucker für rund 400.000 US-Dollar pro Drucker gekauft. Durchschnittlich verbraucht jeder Drucker jährlich etwa 100.000 US-Dollar Tinte ", so Richard. "So macht Tinte etwa 50% des Umsatzes aus und Tinte hat eine Bruttogewinnspanne von 80%, während die Bruttogewinnspanne für Drucker etwa 35% beträgt", rechnet Fondsmanager Cartwright vor.

Entsprechend positiv beurteilt er auch Kornits Wachstumsperspektiven - insbesondere vor dem Hintergrund, dass das Unternehmen noch in diesem Jahr Tinte für den Polyesterdruck auf den Markt bringen will und damit völlig neue Wachstumsfelder erschließen könnte.

Amazon selbst hat sich schon einen Teil an Kornit gesichert: Die Erwerbsrechte von Amazon für Kornit-Aktien steigen schrittweise auf 9 Prozent, wenn bei den Produktverkäufen die 150 Millionen-Dollar-Marke geknackt wird.

Wachstumsaussichten besser als bei Amazon

Die Schätzungen für die Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr zeigen deutlich die möglichen Wachstumsaussichten der beiden Amazon-Zulieferer.

FacSet-Schätzungen zufolge wird Air Transport Services 2019 beim Umsatz die Milliardenmarke knacken und seine Erlöse von 843 Millionen US-Dollar auf 1,2 Milliarden US-Dollar steigern. Schon 2020 rechnen Experten mit knapp 1,4 Milliarden US-Dollar Umsatz.

Kornit dürfte in diesem Jahr 177 Millionen US-Dollar umsetzen nach Erlösen von 143 Millionen US-Dollar im Jahr zuvor. Nur ein Jahr später hoffen Analysten schon auf einen Umsatzsprung bis auf 223 Millionen US-Dollar.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Sundry Photography / Shutterstock.com

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