Blicke auf Coronavirus

Warum sich der Euro nach den Vortagesverlusten stabilisiert

13.02.20 10:43 Uhr

Warum sich der Euro nach den Vortagesverlusten stabilisiert | finanzen.net

Der Euro ist am Donnerstag leicht gestiegen und hat sich damit etwas von seinen deutlichen Vortagesverlusten erholt.

Werte in diesem Artikel
Devisen

0,1219 EUR -0,0005 EUR -0,37%

8,2050 CNY 0,0301 CNY 0,37%

0,8682 GBP -0,0021 GBP -0,24%

9,2377 HKD 0,0316 HKD 0,34%

185,7500 JPY 0,7200 JPY 0,39%

1,1824 USD 0,0041 USD 0,35%

1,1519 EUR 0,0028 EUR 0,24%

0,0054 EUR 0,0000 EUR -0,39%

0,8457 EUR -0,0030 EUR -0,35%

Am Morgen war die Gemeinschaftswährung Euro noch zeitweise bei 1,0865 US-Dollar gehandelt geworden. Noch tiefer hatte der Eurokurs zuletzt im Mai 2017 gestanden. Im Vormittagshandel konnte sich der Euro aber wieder bis auf 1,0889 Dollar erholen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag auf 1,0914 Dollar festgesetzt.

Das Coronavirus bleibt ein bestimmendes Thema. Zuletzt ist die Zahl der Infizierten in China sprunghaft angestiegen. Auch die Zahl der nachgewiesenen Todesopfer ging stark nach oben. Am Devisenmarkt setzten Investoren auf eher sichere Anlagen. Eine stärkere Nachfrage gab es beispielsweise beim beim japanischen Yen.

Auch der Schweizer Franken, der ebenfalls als sicherer Anlagehafen geschätzt wird, konnte im Handel mit dem Euro zulegen. Zeitweise wurden für einen Euro 1,0622 Franken gezahlt und damit so wenig wie seit dem Sommer 2015 nicht mehr.

Allerdings hielt sich die Flucht in sichere Anlagen am Devisenmarkt in Grenzen. Marktbeobachter verwiesen auf ein neues Diagnoseverfahren, das in der chinesischen Provinz Hubei, dem Zentrum der Virus-Epidemie, angewendet wird. Dies erkläre den starken Anstieg der neuen Infektionen. Demnach können die Ärzte vor Ort die Diagnose auf Coronavirus anhand von Symptomen stellen, ohne ein Testverfahren abzuwarten.

Im weiteren Tagesverlauf dürften Konjunkturdaten stärker in den Fokus rücken. Auf dem Programm stehen am Nachmittag Daten zur Entwicklung der Verbraucherpreise in den USA.

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FRANKFURT (dpa-AFX)

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