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BitMEX-Co-Gründer: Geld aus China könnte den Kryptomarkt beflügeln - Astronomische Bitcoin-Prognose

07.12.23 22:19 Uhr

BitMEX-Co-Gründer: Geld aus China könnte den Kryptomarkt beflügeln - Astronomische Bitcoin-Prognose | finanzen.net

Immer wieder fällt BitMEX-Co-Gründer Arthur Hayes mit gewagten Prognosen auf. Für den Bitcoin sieht er die Chance auf einen Kursanstieg auf eine Million US-Dollar bis zum Jahr 2030. China, die EU und die USA könnten dabei eine große Rolle spielen.

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• BitMEX-Co-Gründer Arthur Hayes rechnet damit, dass der Bitcoin bis 2030 auf eine Million US-Dollar steigen wird
• Zusammenspiel von Einflussfaktoren sollen den Bitcoin-Kurs beflügeln
• Kryptowährungen könnten von einem Zufluss chinesischen Geldes profitieren

BitMEX-Co-Gründer mit astronomischer Prognose für Bitcoin

Der Bitcoin soll laut dem ehemaligen BitMEX-Chef und Co-Gründer Arthur Hayes bis 2030 die astronomische Marke von einer Million US-Dollar knacken. Wie der Cointelegraph unter Berufung auf einen Blogeintrag des Ökonomen schon vor wenigen Monaten berichtete, sagt Hayes einen steilen Kurs für Bitcoin sowie Gold voraus. Doch worauf stützt sich seine Prognose?

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Zunächst hält Hayes fest, dass die umfangreichen Finanzsanktionen gegen Russland im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg erhebliche Auswirkungen auf die globale Politik sowie die Wirtschaft haben werden. Zwar bemühen sich die USA sowie die EU um Unabhängigkeit von russischen Energieexporten, jedoch werde dieser Schritt den Westen auf lange Sicht beeinträchtigen. Gleichzeitig damit werde der Bitcoin jedoch in unvorstellbare Höhen getrieben. Grund dafür sei ein kompliziertes Zusammenspiel von Einflussfaktoren, die durch den Krieg und die ergriffenen Maßnahmen erheblich verstärkt würden. Schon vor dem Ukraine-Konflikt befand sich die Inflation in den westlichen Ländern auf einem 40-jährigen Rekordhoch. Die Sanktionen werden diese Entwicklung weiter beschleunigen.

China fürchte nun die Möglichkeit, selbst Opfer solcher eigenmächtigen Finanzsanktionen des Westens zu werden. Laut Hayes sollte allein diese Bedrohung im Reich der Mitte zu einem Umdenken führen. Seit den 90er-Jahren habe China von einem ständigen Kreislauf profitiert, in dem es Güter zu günstigen Preisen an den Westen verkauft und im Gegenzug die jeweiligen Fremdwährungen erhält. Der erhebliche Außenhandelsüberschuss liegt daher in ausländischen Landeswährungen vor, die nun anderswo investiert werden müssen. Inflation, veränderte Lieferketten durch den Krieg und das Risiko von Sanktionen würden nun jedoch die Voraussetzungen für China beeinflussen, erklärt Hayes. Da eine vollständige Umstellung des eigenen Wirtschaftsmodells jedoch nicht in Betracht käme, müsse die Zentralregierung alternative Lösungen finden.

"Am wenigsten Schaden würde China anrichten, wenn fällig werdende Staatsanleihen einfach nicht wieder in das westliche Finanzsystem investiert werden. Zudem werden sich staatliche Banken so viel wie möglich aus westlichen Aktien und Immobilien zurückziehen, ohne den Markt zu schädigen", so Hayes. Zusätzlich könnte für Peking der Umstieg auf "lagerbare Wirtschaftsgüter, Gold und Bitcoin" ein Teil der Antwort sein. Dies wäre im großen Maße zwar unwahrscheinlich, könnte jedoch dennoch einen spürbaren Schub für die marktführende Kryptowährung geben.

Düstere Prognose für die EU

Ebenfalls begünstigend für den Bitcoin sei Hayes nach die Lage im Westen und allem voran in der EU. So würde die "europäische Idee" in Bedrängnis geraten, da eine vollständige Unabhängigkeit von Russland nicht von heute auf morgen realisierbar sei. Starke Wirtschaftsnationen wie Deutschland müssten ihren schwächeren Nachbarn dadurch immer mehr Unterstützung bieten, wodurch jedoch die eigene Konkurrenzfähigkeit im Wettbewerb mit China leiden würde. "Die Europäische Zentralbank (EZB) befindet sich in einer Zwickmühle, denn die EU ist am Ende und wird innerhalb des nächsten Jahrzehnts wieder in Lira, Drachmen und Deutschen Mark handeln", erklärt Hayes das ihm zufolge mögliche Horrorszenario. Dem fügt er nicht weniger dystopisch an: "Wenn sich die Union auflöst, wird in großen Massen Geld in verschiedensten Landeswährungen gedruckt. Es könnte sogar zur Hyperinflation kommen. Und sobald die europäischen Sparer merken, was los ist, werden sie in Absicherungsmittel wie Gold und Bitcoin fliehen. Der Zusammenbruch der EU = Bitcoin-Kurs von 1 Mio. US-Dollar", lautete seine Formel.

Zu dem astronomischen Bitcoin-Kursziel könnte demnach außerdem beitragen, dass die USA sich sehr wahrscheinlich am geldpolitischen Instrument der Yield Curve Control (YCC), also der Steuerung der Zinskurve für Staatsanleihen, versuchen werden. Daraus resultierend werde Hayes nach auch ein erheblicher Kursanstieg für Gold folgen (bis 20.000 US-Dollar pro Unze). Der Krypto-Experte fordert jedoch, dass die Bitcoin-Investoren aktiv werden, damit das Krypto-Netzwerk weiterwachsen kann und in der Zwischenzeit bis zur Erreichung seines utopischen Ziels, nicht seinen Mehrwert verliere. "Der wirtschaftliche Teufelskreis dieser Situation wird bis Ende des Jahrzehnts den Bitcoin auf 1 Mio. US-Dollar treiben und Gold bis auf 10.000 - 20.000 US-Dollar hieven. Dabei müssen wir Nationalstaaten dazu anregen, ihre Exportüberschüsse in Bitcoin anzusparen, damit sich die Bitcoin-Ökonomie auf der ganzen Welt etablieren kann. Im Gegensatz zu Gold muss Bitcoin bewegt werden, damit das Netzwerk nicht in sich zusammenbricht", mahnt er abschließend.

Hayes ist bereits allseits bekannt für seine gewagten Prognosen, wie der Cointelegraph erläutert. Dafür erntet er auch immer wieder Kritik. Der Analyst Alex Krüger entgegnet ihm zum Beispiel, dass einige Argumente des ehemaligen BitMEX-Chefs übertrieben seien. "Sein Blogeintrag lässt die Leser mit der Mentalität hartgesottener Goldanleger zurück, die zu jedem Zeitpunkt glauben, dass die Welt zu Ende geht", so Krüger. Demnach würde sich Hayes "Fakten zusammenschustern und maßlos übertreiben, damit sein Narrativ als höchstwahrscheinliches Szenario rüberkommt."

Hayes: China "gießt Benzin" auf den beginnenden Krypto-Bullenmarkt

Zuletzt machte Hayes wieder auf sich aufmerksam, als er in einem Blogbeitrag erklärte, dass Kryptowährungen von einem Zufluss chinesischen Geldes profitieren könnten. Demnach gehe er davon aus, dass sich die chinesischen Währungsbehörden darauf vorbereiten könnten, die Wirtschaft des Landes mit Krediten zu überschwemmen und dadurch Bitcoin und den breiteren Kryptowährungsmarkt stärken. "Werfen wir einen Blick darauf, wie das Reich der Mitte dabei ist, Benzin auf das wütende Feuer zu gießen, das der beginnende Krypto-Bullenmarkt ist", heißt es in dem Blogbeitrag. Folgend skizziert Hayes ein Zusammenspiel aus Faktoren, die China dazu veranlassen könnten, "die Welt mit Yuan-Krediten zu überschwemmen" und wie der Bitcoin dadurch profitieren könnte.

Hayes erklärte, wie die geldpolitischen Maßnahmen der USA günstigere Bedingungen für die chinesischen Behörden schaffen, um "enorme Mengen" neuer Kredite in den angeschlagenen Immobiliensektor zu lenken. Er charakterisierte die jüngste US-Politik als "Abwertung des Dollars durch die Ausgabe zusätzlicher Schatzwechsel". Die Auswirkungen dieser Maßnahmen seien nun deutlich am Rückgang des Dollar-Index DXY im November zu erkennen. Durch den schwächeren Dollar hätten die chinesischen Behörden nach seiner Argumentation mehr Flexibilität, um Druck auf die Geldpresse des Yuan auszuüben. Er fügte hinzu: "Selbst wenn China die Gelddruckmaschine in Bewegung setzt, wird der Yuan im Vergleich zum Dollar zumindest stabil bleiben und möglicherweise sogar aufwerten." Hayes erwartet, dass sich Bedingungen entwickeln werden, unter denen der Yuan tatsächlich gegenüber dem Dollar an Wert gewinnt, während der Dollar weiter an Schwäche zeigt. "Dies ermöglicht es China, die Menge der in Yuan vergebenen Inlandskredite drastisch zu erhöhen, ohne dass die Währung an Wert verliert", fügt er hinzu.

Davon könnten schließlich auch der Bitcoin und der Kryptowährungsmarkt profitieren, wie Hayes erklärt. "Wenn China Yuan druckt, wird es seinen Weg in die globalen Märkte finden und die Preise aller Arten von Risikoanlagen stützen", so der BitMEX-Mitbegründer. Er erklärte zunächst, dass es zu einem Zufluss von Kapital in Risikoanlagen vom chinesischen Festland kommen könnte, wobei Hongkong als Vermittler dienen würde. Hayes fügte hinzu: "Wenn es eine legale Möglichkeit gibt, Bargeld vom Festland nach Hongkong zu transferieren, wird Bitcoin eine von vielen Risikoanlagen sein, die erworben werden." Des Weiteren prognostizierte er, dass die weltweite Nachfrage nach Dollar-Krediten und Liquidität abnehmen würde, wenn es "reichlich Yuan-Kredite gibt". Angesichts der Tatsache, dass der Dollar die weltweit größte Finanzierungswährung ist, würden bei sinkenden Kreditpreisen alle Anlagegüter wie Bitcoin und Gold im Dollar-Fiat-Preis steigen, so Hayes.

Abschließend kam der Mitbegründer von BitMEX zu dem Schluss, dass er beabsichtigt, sich auf Krypto-Investitionen zu konzentrieren, anstatt in US-Staatsanleihen zu investieren, da die Prognose zugunsten von Risikoanlagen spreche. "Ich werde weiterhin Geld von T-Bills in Kryptowährungen umschichten, weil ich jetzt handeln möchte, bevor die Daten eindeutig zeigen, dass Chinas Gelddruckmaschine in vollem Gange ist", fügte er hinzu.

Wie sich der Kryptowährungsmarkt in Zukunft entwickeln wird und ob Hayes Vorhersagen zutreffen werden, bleibt abzuwarten.

Redaktion finanzen.net

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