Corona und Konjunktur

Wieso der Euro zum Dollar etwas nachgibt - Franken auf Jahreshoch

03.08.21 17:02 Uhr

Wieso der Euro zum Dollar etwas nachgibt - Franken auf Jahreshoch | finanzen.net

Der Euro ist am Dienstag etwas gefallen.

Werte in diesem Artikel
Devisen

1,0775 EUR 0,0011 EUR 0,10%

0,1233 EUR -0,0006 EUR -0,46%

0,9281 CHF -0,0008 CHF -0,08%

8,1081 CNY 0,0366 CNY 0,45%

0,8671 GBP -0,0004 GBP -0,05%

9,0780 HKD 0,0445 HKD 0,49%

184,0840 JPY 1,2540 JPY 0,69%

1,1643 USD 0,0057 USD 0,49%

1,1533 EUR 0,0007 EUR 0,06%

0,0054 EUR 0,0000 EUR -0,67%

0,8589 EUR -0,0046 EUR -0,53%

Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung Euromit 1,1868 US-Dollar gehandelt. Im Mittagshandel war sie noch bis auf fast 1,19 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1885 (Montag: 1,1886) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8414 (0,8413) Euro

Nach zwischenzeitlichen Kursgewinnen geriet der Euro am Nachmittag etwas unter Druck. Der Dollar profitierte von starken Auftragsdaten. So sind die Ordereingänge für die Industrie im Juni deutlich stärker als erwartet gestiegen. Zudem waren sie auch im Mai stärker als zunächst ermittelt geklettert.

Unterdessen ist der Schweizer Franken zum Euro auf den höchsten Stand in diesem Jahr gestiegen. Der Euro fiel auf 1,0729 Schweizer Franken zurück. Zuletzt hatte er im November 2020 noch niedriger notiert.

Der Franken hat seit seinem Tief Anfang März um mehr als drei Prozent zum Euro zugelegt. Händler verweisen auf die weltweite Ausbreitung der Delta-Variante, die die Konjunkturerholung bremsen dürfte. Zudem deuteten jüngste Konjunkturdaten aus den USA und China darauf hin, dass die Wirtschaftserholung ihren Höhepunkt überschritten haben könnte. Der als sicher geltende Franken wird so verstärkt gesucht.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat außerdem bisher keine Signale für Interventionen am Devisenmarkt gegeben. Nach Einschätzung von Analysten der Commerzbank dürfte der Aufwertungsdruck beim Franken anhalten. Schließlich seien von der EZB keine geldpolitischen Maßnahmen zu erwarten, die eine Aufwertung des Euro rechtfertigten. Erst wenn die pandemiebedingten Risiken nachließen, dürfte die Nachfrage nach dem Franken als sicherer Hafen zurückgehen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85355 (0,85568) britische Pfund, 129,70 (130,17) japanische Yen und 1,0735 (1,0761) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1808 Dollar gehandelt. Das war etwa vier Dollar weniger als am Vortag.

/jsl/he

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Joachim Wendler / Shutterstock.com, Schweizerische Nationalbank