26.05.2022 22:30

Inflationssorgen - Können sich Anleger besser mit Gold oder mit Bitcoin schützen?

Digitales Zeitalter: Inflationssorgen - Können sich Anleger besser mit Gold oder mit Bitcoin schützen? | Nachricht | finanzen.net
Digitales Zeitalter
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Inflation, Rezessionsgefahr, Zinserhöhungen - derzeit ist das Marktgeschehen von großer Unsicherheit geprägt. Anleger flüchten sich in diesen unsicheren Zeiten vermehrt in sogenannte "sichere Häfen". Doch was eignet sich dazu besser, Gold oder Bitcoin?
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• Marktgeschehen mit viel Unsicherheiten
Gold als "sicherer Hafen" bewährt
• Bitcoin punktet mit besserer Zweckmäßigkeit

Die Inflation in den USA ist im März auf den höchsten Stand seit über 40 Jahren gestiegen. Dies hat die US-Notenbank dazu veranlasst, eine Zinswende einzuleiten und auch die EZB hat noch für dieses Jahr eine Abkehr von ihrer ultralockeren Geldpolitik signalisiert. Für die Währungshüter ist diese Straffung der Geldpolitik jedoch ein Balanceakt, denn höhere Zinsen helfen zwar dabei, die Inflation zu dämpfen, können aber zugleich das Wirtschaftswachstum bremsen. Deshalb kommen nun bei vielen Marktteilnehmern Rezessionsängste auf. Angesichts dieser Entwicklung wird in der Finanzwelt heftig diskutiert, ob sich nun Bitcoin oder Gold besser eignen, um sich gegen abzusichern.

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Gold mit langer Geschichte

Gold kann auf eine lange Tradition als bedeutender Wirtschaftsfaktor zurückblicken. Es wird schon seit tausenden Jahren als Schmuck verwendet. Auch heute noch ist Gold teilweise tief in verschiedenen Kulturen der Welt verwurzelt. So weist "MoneyWise" darauf hin, dass das gelbe Edelmetall beispielsweise ein wichtiger Bestandteil bei Ritualen und Eheschließungen in Indien ist, weshalb indische Haushalte auf enormen Mengen Gold sitzen würden.

Auch in der Finanzwirtschaft spielte Gold lange eine zentrale Rolle. So war noch bis vor rund 50 Jahren die US-Währung an das gelbe Edelmetall gekoppelt (Goldstandard). Erst am 15. August 1971 hob der damalige US-Präsident Richard Nixon die Goldbindung des US-Dollar auf und legte damit den Grundstein für das heutige Wirtschaftssystem. Doch als "sicherer Hafen" in Krisenzeiten sollte sich Gold auch in den folgenden Jahren bewähren.

Noch immer halten die meisten bedeutenden Notenbanken der Welt große Goldbestände, wodurch der Goldpreis gestützt wird. Diese Bestände dienen als Reserve für Krisenzeiten sowie als Risikoausgleich zu Schwankungen des US-Dollars. Zudem bedeutet ein hoher Goldbestand auch hohe Unabhängigkeit, da Gold jederzeit als Zahlungsmittel dienen kann.

Bitcoin noch jung

Der Bitcoin ist im Vergleich dazu sehr jung, die Urcyberdevise ist schließlich gerade mal 13 Jahre alt. Noch mangelt es der ältesten und nach Marktkapitalisierung größten Kryptowährung an Akzeptanz seitens der Regierungen, so haben bisher lediglich El Salvador und die Zentralafrikanische Republik die Kryptowährung als gesetzliches Zahlungsmittel zugelassen. Doch muss dies nicht zwangsläufig gegen den Bitcoin sprechen, es bedeutet lediglich dass er noch nicht viel Zeit hatte, sich als Zahlungs- oder Wertaufbewahrungsmittel zu beweisen. Und wie "MoneyWise" hervorhob, wurde die zugrundeliegende Blockchain noch nie gehackt. Außerdem habe der Bitcoin in den letzten 13 Jahren mehr Vermögen geschaffen als Gold.

Was jedoch die Eignung des Bitcoin als "sicheren Hafen" in Frage stellt, ist seine hohe Volatilität, die deutlich stärker ist als bei Gold. So war die weltweit beliebteste Kryptowährung beispielsweise in 2021 zunächst auf unter 30.000 US-Dollar gefallen, nur um wenige Monate später ein Allzeithoch bei knapp 69.000 US-Dollar aufzustellen. In 2022 gab es jüngst wieder einen Crash, im Zuge dessen der Bitcoin unter die Marke von 30.000 US-Dollar einbrach.

Neben diesen starken Schwankungen ist auch die zunehmende Korrelation zwischen Bitcoin und den Aktienmärkten zu beachten. So hat die Bank of America laut einem Bericht, der "Decrypt" vorliegt, festgestellt, dass sich die Digitaldevise in der letzten Zeit viel mehr wie eine Risikoanlage, denn als Inflationsschutz bewegt hat. So sei die Korrelation mit dem S&P 500, der den breiten US-Aktienmarkt abbildet, Ende Januar auf ein Allzeithoch gestiegen. Dagegen habe die Korrelation des Bitcoin mit dem Edelmetall Gold Ende Januar hingegen fast null betragen. Dementsprechend bewegten sich Bitcoin und Gold ganz und gar nicht auf ähnliche Art und Weise.

Zweckmäßigkeit

Zwar ist der Bitcoin deutlich schwankungsintensiver als Gold, doch in puncto Bequemlichkeit und Zweckmäßigkeit hat er klar die Nase vorn, schließlich lässt er sich deutlich einfacher aufbewahren und transferieren. So kann die Kryptowährung bequem online oder auf einem Software-Wallet gespeichert werden. Und sie kann innerhalb von wenigen Minuten zu geringen Kosten rund um die Welt transferiert werden. Laut "MoneyWise" kostet eine durchschnittliche Bitcoin-Transaktion 1,50 US-Dollar und ist innerhalb von zehn Minuten abgeschlossen. Demgegenüber muss physisches Gold an einem sicheren Ort verwahrt, rund um die Uhr bewacht und bei Bedarf physisch bewegt werden. Damit ist Gold im digitalen Zeitalter deutlich weniger zweckmäßig als Bitcoin.

Millennials präferieren Bitcoin

Ob der Bitcoin in Bezug auf Stabilität zu Gold aufholen kann, muss die Zeit zeigen. Zumindest Millenials scheinen darauf zu vertrauen. So erklärte nämlich Börsenlegende Jeremy Siegel im Januar gegenüber dem US-Sender "CNBC", dass insbesondere jüngere Anleger verstärkt auf den Bitcoin setzen würden, um sich gegen die Geldentwertung zu schützen: "Wenn wir ehrlich sind, denke ich, dass Gold beim Inflationsschutz in den Köpfen vieler jüngerer Anleger durch Bitcoin ersetzt wurde. Digitale Münzen sind das neue Gold der Millennials", so der Finanzprofessor.

Redaktion finanzen.net

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