Euro steigt über 1,19 Dollar - sichere Häfen nach Atomtest gefragt

Der Euro ist zu Wochenbeginn gegenüber dem amerikanischen Dollar gestiegen.
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Am Montagmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1905 US-Dollar und damit etwa einen halben Cent mehr als am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs vor dem Wochenende auf 1,1920 Dollar festgesetzt.
Unter Druck stand dagegen die Währung Südkoreas. Gegenüber dem Euro und dem US-Dollar gab der Won jeweils etwa 0,8 Prozent nach. Grund war der neuerliche Atomtest Nordkoreas, der mit Abstand stärkste des Landes. Das diktatorisch regierte Land behauptete, es habe sich um eine Wasserstoffbombe gehandelt mit erheblich höherer Sprengkraft als herkömmliche Atombomben.
Wegen der erhöhten Unsicherheit waren am Montag Währungen verstärkt gefragt, die von Anlegern als klassische "sichere Häfen" betrachtet werden. Neben dem Schweizer Franken zählt dazu der japanische Yen - und das trotz der geographischen Nähe Japans zu Nordkorea. Beide Währungen legten gegenüber dem Dollar zu.
Konjunkturdaten spielten mangels entscheidender Zahlen keine Rolle am Devisenmarkt. Im weiteren Verlauf sind aus den USA keine wesentlichen Impulse zu erwarten, weil die dortigen Märkte wegen eines Feiertags geschlossen bleiben./bgf/tos/das
FRANKFURT (dpa-AFX)
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