finanzen.net
28.06.2019 23:58
Bewerten
(5)

Wie die Fed den Bitcoin unbeabsichtigt weiter anschieben könnte

Sicherer Hafen: Wie die Fed den Bitcoin unbeabsichtigt weiter anschieben könnte | Nachricht | finanzen.net
Sicherer Hafen
Seit Jahresbeginn hat der Bitcoin bereits rund 200 Prozent zugelegt. Und der Kurs könnte noch weiter klettern - befeuert ausgerechnet von der US-Notenbank.
Eines eint die Währungshüter rund um den Globus: ihre Skepsis gegenüber Kryptowährungen. Dies ist auch nicht verwunderlich, schließlich wurden Bitcoin und Co. bewusst als Gegenstück zu Fiskalgeld entworfen. Sie sind nämlich dezentral angelegt und stehen damit nicht unter der Kontrolle von Politik oder staatlichen Notenbanken.

Fed deutet Zinssenkungen an

Dank eines günstigen Umfelds konnte sich der Wert des Bitcoins dieses Jahr bereits verdreifachen. Und dieser Trend könnte sich fortsetzen, angetrieben ausgerechnet von der U.S. Federal Reservebank.

Die US-Währungshüter haben sich nämlich bei ihrer letzten Sitzung im Juni 2019 etwas pessimistischer zu Wirtschaftswachstum und Inflationserwartungen geäußert und vor erhöhten Unsicherheiten gewarnt. Deshalb haben sie auch ihre "geduldige" Haltung in Bezug auf mögliche Leitzinsänderungen aufgegeben und dieses Wort in ihr letztes Statement nicht mehr aufgenommen.

Im Grunde hat die Fed damit signalisiert, dass ihre Bereitschaft zu einer Lockerung der Geldpolitik zugenommen hat. Vor diesem Hintergrund werden an den Finanzmärkten inzwischen zwei Zinssenkungen in diesem Jahr als wahrscheinlich eingeschätzt

Sie möchten in Kryptowährungen investieren? Unsere Ratgeber erklären, wie es innerhalb von 15 Minuten geht:
» Bitcoin kaufen, Ripple kaufen, IOTA kaufen, Litecoin kaufen, Ethereum kaufen, Monero kaufen.

Fed-Politik könnte Bitcoin und Co. beeinflussen

Solche Zinssenkungen würden bewirken, dass der US-Dollar geschwächt würde, weil es für Anleger nicht mehr so attraktiv wäre, in US-Anlagen zu investieren. Andererseits würde dies exportorientierten Unternehmen helfen, ihre Produkte im Ausland zu verkaufen, denn ihre Waren würden dadurch relativ günstig. Das ist auch der Gedanke, der US-Präsident Donald Trump antreibt, wiederholt Druck auf US-Notenbank-Chef Jerome Powell auszuüben, endlich die Zinsschraube zu lockern.

Doch eine lockere Geldpolitik hätte noch weitere Folgen: Wie "CNN"-Digitalkorrespondent Paul La Monica erklärte, betrachten viele Anleger Gold aber auch Bitcoin als Alternative. Sie sollten sich immer dann erholen, wenn Zentralbanken Maßnahmen ergreifen, die den Wert der von der Regierung unterstützten Währungen reduzieren.

Mehr Regulierung für Kryptowährungen?

Wie Paul La Monica weiter ausführte, haben jüngst sowohl Fed-Präsident Powell als auch sein britischer Amtskollege Mark Carney dazu aufgefordert, dass Währungshüter Cyberwährungen mit einer offenen Einstellung betrachten sollten. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Notenbanker eine schärfere Regulierung für Bitcoin und Co. ins Auge fassen. Hierdurch würden diese eine bessere Legitimierung erfahren, was das Interesse der globalen Finanzmärkte an Kryptowährungen sicher steigern dürfte.

Sichere Häfen gesucht

Das derzeitige Marktumfeld ist - wie von der Fed festgestellt - von zahlreichen Unsicherheitsfaktoren geprägt. Dazu gehören neben dem sino-amerikanischen Handelskrieg auch die Gefahr eines ungeregelten Brexit oder die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten.

Vor diesem Hintergrund suchen Investoren nach vermeintlich sicheren Anlagenalternativen. Neben Gold betrachten immer mehr Anleger auch den Bitcoin, die weltweit beliebteste Kryptowährung, als sicheren Hafen. Für Grayscale beispielsweise, den weltgrößten Vermögensverwalter für digitale Anlagen, ist der Bitcoin das neue Gold.

Redaktion finanzen.net

Das könnte Sie auch interessieren: finanzen.net Ratgeber Bitcoin kaufen - So geht's

Bildquellen: Sergei Babenko / Shutterstock.com, Lightboxx / Shutterstock.com

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,1178-0,0006
-0,05
Japanischer Yen122,49800,0180
0,01
Pfundkurs0,8303-0,0012
-0,14
Schweizer Franken1,1009-0,0017
-0,15
Russischer Rubel70,1125-0,0320
-0,05
Bitcoin6475,759829,0898
0,45
Chinesischer Yuan7,7871-0,0644
-0,82

Heute im Fokus

DAX schließt freundlich -- Wall Street auf Rekordfahrt -- EZB belässt Leitzins auf Rekordtief -- KRONES mit Gewinnwarnung -- Aramco, METRO, Bertrandt, Aurubis, Dürr, Varta im Fokus

S&P senkt Daimler-Rating. Henkel senkt Prognose. Walgreens und McKesson legen deutsche Großhandelsaktivitäten zusammen. Santander gründet Finanzierungsplattform für kleinere Unternehmen. E.ON baut Ladesäulen-Netz für BMW aus. GB-Wahl: Mehrheit für Johnson nicht sicher - Großer Andrang in Wahllokalen.
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Umfrage

Was wünschen Sie sich von der Großen Koalition?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Aramco (Saudi-Aramco)A2PVHD
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
NEL ASAA0B733
EVOTEC SE566480
Infineon AG623100
CommerzbankCBK100
Microsoft Corp.870747
Apple Inc.865985
Amazon906866
Varta AGA0TGJ5
BASFBASF11
Ballard Power Inc.A0RENB
Deutsche Telekom AG555750