Weiterhin kein Fan

Jamie Dimon bleibt auch nach Bitcoin-ETF-Zulassung dabei: Bitcoin nur gut für Geldwäsche und Betrug

26.01.24 23:42 Uhr

Jamie Dimon bleibt auch nach Bitcoin-ETF-Zulassung dabei: Bitcoin nur gut für Geldwäsche und Betrug | finanzen.net

Dass JPMorgan-Chef Jamie Dimon kein Fan vom Bitcoin ist, hat der Starinvestor schon in der Vergangenheit bei mehr als einer Gelegenheit unverhohlen zugegeben. Daran ändert auch die Zulassung von Bitcoin-Spot-ETFs durch die US-Börsenaufsicht SEC nichts. So wiederholte Dimon jüngst seine Einschätzung im Rahmen des Weltwirtschaftsforums.

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• Jamie Dimon kein Fan vom Bitcoin
• Unterschied zwischen Bitcoin und Blockchain-Technologie
• Dimon will niemandem etwas vorschreiben

JPMorgan-Chef Jamie Dimon ist ein offener Kritiker von der ältesten Kryptowährung Bitcoin. Der Bankenchef wird nicht müde zu betonen, dass die Cyberdevise nichts sei als "aufgeblasener Betrug", wie er einst im Interview mit CNBC verlautete. Zu dem Zeitpunkt war der FTX-Skandal in aller Munde und der Konzernlenker übte scharfe Kritik an den Regulierungsbehörden. Diese hätten die Anleger der gescheiterten Kryptobörse besser schützen müssen. So meinte Dimon in der Fox Business-Sendung "Morning with Maria": "Es hätte sofort eine Art Regulierungsrahmen aufgelegt werden sollen, damit es einen gewissen Anlegerschutz gibt".

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Seither hat sich im Kryptosektor einiges getan. Jüngst genehmigte die US-Börsenaufsicht SEC in einem historischen Schritt gleich mehrere Bitcoin-Spot-ETFs, die es Anlegern nun deutlich erleichtern in die Kryptowährung zu investieren, ohne selbst Bitcoin halten zu müssen. Dass auch weitere Cyberdevisen wie beispielsweise Ethereum ebenfalls für einen solchen Spot-ETFs zugelassen werden, scheint vor diesem Hintergrund nicht unwahrscheinlich.

Jamie Dimon nach ETF-Zulassung erneut zum Bitcoin befragt

Ein Moderatoren-Team von CNBC hat es sich nicht nehmen lassen, den JPMorgan-Chef im Rahmen des Weltwirtschaftsforums in Davos erneut zu seiner Meinung zum Bitcoin zu befragen, insbesondere, da es durchaus möglich sei, dass JPMorgans eigene Kunden Interesse an eben solchen Bitcoin-ETFs haben könnten.

Dimon betonte bei seiner Antwort die Bedeutung der Blockchain: "Die Blockchain ist echt. Es ist eine Technologie. Wir nutzen sie, sie wird Geld und Daten bewegen, sie ist effizient. Wir reden schon seit zwölf Jahren darüber […]".

Zwei Arten von Kryptowährungen

Bei Kryptowährungen gäbe es seiner Meinung nach jedoch zwei verschiedene Arten: "Es gibt Kryptowährungen, die in der Lage sind, irgendwann tatsächlich etwas zu tun. Wenn man an die Smart Contracts denkt, die in der Kryptowährung verankert sind. Die können wir nutzen, um Immobilien zu kaufen oder Daten zu bewegen, das könnte einen Wert haben. Die Tokenisierung von etwas, mit dem man etwas tut".

Auf der anderen Seite gäbe es dann jedoch auch Kryptowährungen, "die nichts tun". Hierzu zähle für Dimon ganz klar der Bitcoin. Dabei gäbe es auch Anwendungsfälle für den Bitcoin, wie Dimon aufzählt: "Geldwäsche, Betrug, Sexhandel und Steuervermeidung. Das sind reale Anwendungsfälle. Und es werden jährlich 50 bis 100 Milliarden US-Dollar für diese Zwecke genutzt".

Dimon rät vom Bitcoin-Investment ab - will aber nichts vorschreiben

Dennoch meinte der JPMorgan-Chef auch: "Ich verteidige Ihr Recht auf Bitcoin. Wissen Sie, es ist okay. Ich werde Ihnen nicht sagen, was Sie zu tun haben. Mein persönlicher Ratschlag ist jedoch, halten Sie sich fern. Aber wir leben in einem freien Land und ich will keinem von Ihnen sagen, was Sie zu tun haben". Er machte außerdem deutlich, dass er sich nicht weiter zu dem Thema Bitcoin äußern wolle.

Auf Nachfrage des Moderators, was Dimon dazu sage, dass andere große Vermögensverwalter wie beispielsweise BlackRock und Fidelity entschieden hätten, eigene Bitcoin-ETFs aufzulegen, meinte der JPMorgan-Chef knapp: "Ist mir egal. Bitte hören Sie auf über diese Scheiße zu sprechen". Darüber hinaus wisse Dimon nicht, was ebenjene Unternehmen über den Unterschied zwischen Blockchains, die tatsächlich dazu in der Lage wären, etwas zu tun, und Bitcoin, der nichts tue, sagen würden. Am Ende sei aber eben diese Unterschiede auch, wie der Markt aufgebaut sei, auf Menschen mit unterschiedlichen Meinungen.

Bitcoin nicht vergleichbar mit Gold

Auf den Einwurf, dass es auch Gold-Fonds gäbe, erwiderte Dimon, dass der Unterschied zum Bitcoin darin läge, dass das Angebot hier begrenzt sei. Zwar ist auch die Anzahl von Bitcoins laut dem zugrundliegenden Whitepaper auf 21 Millionen digitale Münzen begrenzt, Dimons Meinung nach gäbe es jedoch keine Garantie dafür, dass dies auch tatsächlich so sei. Niemand könne voraussehen, was passieren würde, wenn die 21 Millionen Bitcoins tatsächlich geschürft seien. Er könne sich auch vorstellen, dass der Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto lachend auftauche, wenn alle Münzen ausgegeben worden seien und alle Bitcoins löschen würde. Es gäbe letztlich keine Garantien.

Als Nachtrag gab Dimon noch zu bedenken, dass wenn die Behörden keine Lösung für die "schlechten Anwendungsfälle" des Bitcoin finden würden, sie der Kryptowährung letztlich den Stecker werden ziehen müssen.

Redaktion finanzen.net

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