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26.09.2018 01:00
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Neu geordnet: Was sich bei DAX, MDAX, TecDAX & Co alles ändert

Euro am Sonntag-Aktien-Check: Neu geordnet: Was sich bei DAX, MDAX, TecDAX & Co alles ändert | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-Aktien-Check
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Am Montag wurde die Zusammensetzung der wichtigsten Indizes neu aufgestellt. Was für Folgen dies für Anleger hat und auf welche ETFs sie setzen sollten.
€uro am Sonntag
von Christoph Platt, Euro am Sonntag

Am Montag traten die neuen Anpassungen der Deutschen Börse in Kraft - und die haben es in sich. Im DAX verdrängt das IT-Unternehmen Wirecard die Commerzbank. Noch erheblicher verändern sich die anderen Kursbarometer. Die Trennung zwischen Techfirmen und Old-Economy-Unternehmen, die unterhalb des DAX bestand, wird aufgehoben. Daher finden sich die TecDAX-Titel ab dem 24. September größtenteils in den Nebenwerteindizes MDAX und SDAX wieder - zusätzlich zu ihrem Listing im deutschen Technologie-Index. Um die Flut neuer Aktien zu bewältigen, wird der MDAX 60 Titel enthalten, der SDAX gar 70. Der TecDAX wird zwar seine Größe behalten, doch auch er verändert sein Antlitz: Mit SAP, Deutsche Telekom und Infineon stoßen drei DAX-Schwergewichte dazu.


In einer Zeit, in der immer mehr Anleger passiv investieren, kommt der Umstrukturierung eine immense Bedeutung zu. Dementsprechend stark stehen die bekannten Indizes zurzeit im Rampenlicht. Doch sie sind nicht die einzige Möglichkeit, über Indexfonds in deutsche Aktien zu investieren. Neben DAX, MDAX, SDAX und TecDAX gibt es ETFs auf 15 weitere Kursbarometer für heimische Werte. €uro am Sonntag stellt die wichtigsten vor und überprüft, inwiefern sie sich fürs Depot eignen.


Nicht nur für die internationale Finanzwelt bleibt der DAX das Maß aller Dinge, wenn es um das Befinden des deutschen Aktienmarkts geht. Auch für hiesige Anleger, die passiv investieren, ist der deutsche Leitindex der gefragteste Gradmesser. Knapp 16 Milliarden Euro stecken hierzulande in den elf ETFs auf den DAX.

Der Index umfasst die 30 größten Unternehmen Deutschlands. Vorteil eines DAX-Investments ist, dass die Flaggschiffe der deutschen Wirtschaft enthalten sind. Das Vertrauen in die prominenten Namen, die schon so manche Krise überstanden haben, ist meist groß. Zudem ist die Kursentwicklung besonders leicht zu verfolgen, weil der Stand des DAX in den Medien allgegenwärtig ist. Außerdem laufen die dort enthaltenen Bluechips für gewöhnlich stabiler als Nebenwerte.


Letzteres ist zugleich der größte Nachteil eines DAX-ETFs. Rasche Kurssteigerungen, wie im Nebenwertesegment häufig, sind bei den Schwergewichten der deutschen Wirtschaft selten. Das zeigen die vergangenen fünf Jahre, in denen der DAX um rund 40 Prozent zugelegt hat, während MDAX und SDAX um 74 und 90 Prozent nach oben geklettert sind.

Wachsende Rendite-Chancen

Groß ist das Potenzial in MDAX und SDAX - das gilt umso mehr mit der Aufnahme der Techwerte von Montag an. Die Technologietitel beflügeln regel­mäßig die Fantasie der Anleger, was für hohe Zuwächse sorgen kann. Das dürfte MDAX und SDAX noch einmal renditestärker machen als bisher, auf der anderen Seite aber auch volatiler. Andere Kennzahlen werden sich auf jeden Fall verändern. Weil Technologie-Unternehmen meist höher bewertet sind und weniger Dividenden ausschütten, wird das Kurs-Gewinn-Verhältnis beider Indizes etwas anziehen, die Dividendenrendite leicht sinken. Um als Anleger in den MDAX einzusteigen, stehen fünf ETFs zur Verfügung, ein Engagement in den SDAX ermöglichen zwei Indexfonds.

Der TecDAX kann von Montag an für sich verbuchen, wirklich die 30 größten Technologie-Titel zu enthalten. Die Aufnahme von SAP, Deutsche Telekom und Infineon wird vermutlich die Volatilität des Index senken, gleichzeitig aber das Renditepotenzial verkleinern. Denn die drei Schwergewichte werden das Kursbarometer behäbiger machen. Zwei ETFs, die dem TecDAX folgen, werden hierzulande angeboten.

Von den ungewöhnlicheren Indizes auf deutsche Aktien dürfte der DivDAX der bekannteste sein. Immerhin drei ETFs bilden dieses Kursbarometer ab. Der DivDAX enthält die 15 dividendenstärksten Werte des DAX, also diejenige Hälfte der deutschen Bluechips mit den höchsten Ausschüttungen. Entscheidend ist die Dividendenrendite, also der gezahlte Betrag pro Aktie geteilt durch den Kurs am Tag der Ausschüttung.

Den Wunsch nach hohen Ausschüttungen bedient auch der DAXplus Maximum Dividend. In ihm sind die 20 fleißigsten Dividendenzahler der kommenden sechs Monate aus DAX, MDAX und TecDAX vereint. Zweimal im Jahr wird der Strategieindex angepasst und die­jenigen Unternehmen werden aufgenommen, die innerhalb der kommenden sechs Monate die höchste Dividendenrendite verheißen. Hierbei wird auf Dividendenankündigungen und -schätzungen zurückgegriffen.

Vielfalt bevorzugt

Wer sein Portfolio via ETF mit deutschen Aktien ergänzen will, hat die Qual der Wahl zwischen den vorgestellten Indizes. Unter Renditeaspekten sind die Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe zu bevorzugen. Das dürfte sich unter den neuen Vorzeichen nicht ändern. Auch bei der Diversifikation haben die Nebenwerteindizes die Nase vorn. Sie sind mit 60 bis 70 Titeln breiter aufgestellt als DAX oder TecDAX.

Bei Letzterem kommt als Manko hinzu, dass ausschließlich Technologie- Unternehmen enthalten sind. Unter dem Gesichtspunkt der Risikostreuung ist es nicht sinnvoll, sich auf ein Segment der Wirtschaft zu beschränken. Der TecDAX ist zudem sehr kopflastig: Die größten zehn Positionen haben ein Gewicht von fast 70 Prozent. Selbst der ebenfalls 30 Titel umfassende DAX ist weniger konzentriert.

Im Hinblick auf die Diversifikation schneiden die auf hohe Ausschüttungen fokussierten Indizes besonders mies ab. Sie enthalten nur sehr wenige Werte - eine breite Streuung ist damit ausgeschlossen. Nur wer ausdrücklich eine Dividendenstrategie mit deutschen Aktien verfolgen will, sollte auf diese spezialisierten Kursbarometer setzen.

Investor-Info

ComStage DAX ETF
Deutschlands erste Riege

Wer kostengünstig in heimische Standardwerte investieren will, findet im Comstage DAX ETF ein gutes Produkt. Der Fonds folgt dem deutschen Leitindex und ist der preiswerteste seiner Art. Anleger erhalten ein klares, leicht nachvollziehbares Investment ohne Schnörkel. Weil in der Kategorie Aktienfonds Deutschland in den vergangenen Jahren viele Produkte durch die Beimischung von Nebenwerten stärker zugelegt haben als der DAX, trägt der Comstage-ETF nur FondsNote 4.

Xtrackers Germ. Mittelstand
Attraktives aus Reihe zwei

Nebenwerte haben mehr Potenzial als Bluechips. Diese Chance ergreifen Anleger mit dem Xtrackers Germany Mittelstand & MidCap ETF. Er bildet die Entwicklung der 70 Werte ab, die hinter dem DAX rangieren. Damit ist er etwas umfangreicher als der MDAX, zudem ist das Gewicht der zehn größten Positionen deutlich geringer. Dank dieser Pluspunkte bei der Diversifikation ist der Xtrackers-ETF einem MDAX-ETF vorzuziehen.

Deka DAXplus Max. Dividend
Fokus auf Ausschüttungen

Anleger, die besonders hohe Ausschüttungen aus deutschen Aktien wünschen, können den Deka DAXplus Maximum Dividend nutzen. Er investiert in die 20 Unternehmen, die auf ­Basis von Schätzungen in den nächsten sechs Monaten die höchste Dividendenrendite aufweisen. Dass diese Strategie keine Garantie für Kurszuwächse ist, belegen die vergangenen drei Jahre, in denen der Anteilswert des ETFs nahezu stagnierte.




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Bildquellen: ASIF HASSAN/AFP/Getty Images, Pavel Ignatov / Shutterstock.com
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