28.08.2021 22:40

Dividendenfonds: Welche Portfolios am meisten Rendite abwerfen

Alles dreht sich ums Geld: Dividendenfonds: Welche Portfolios am meisten Rendite abwerfen | Nachricht | finanzen.net
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Spezielle Portfolios setzen auf Unternehmen, die mit ihrer Ausschüttungspolitik überzeugen. Für wen sich die Produkte eignen, welche empfehlenswert sind.
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€uro am Sonntag

von Christoph Platt, Euro am Sonntag

Einmal im Jahr öffnen Firmen für gewöhnlich ihre Kassen und lassen Aktionäre an ihren Gewinnen teilhaben. Allein die 160 Konzerne aus DAX, MDAX und SDAX kommen 2021 auf Dividendenzahlungen von knapp 45 Milliarden Euro.

Von diesem Geldregen können Anleger mithilfe spezieller Fonds profitieren, die ihren Fokus auf Ausschüttungen richten. Rund 170 Produkte dieser Art sind hierzulande erhältlich.

Das vergangene Jahr war für die Fondsgattung nicht leicht. Die allgemeinen Börsenverluste durch den Corona-Crash waren zwar im zweiten Halbjahr 2020 schon wieder ausgeglichen, doch in der Dividendenwelt hinterließ die Phase tiefe Furchen. Aus Sorge um die ungewisse Zukunft im Frühjahr 2020 hatten einige Firmen ihre Ausschüttungen reduziert, manche sogar ganz gestrichen. Das traf die Portfolios hart. "Das Schlimmste, was einem Dividendenfonds passieren kann, sind Dividendenkürzungen", sagt Barbara Claus, Analystin bei der Ratingagentur Scope.

In den vergangenen zwölf Monaten lief es für die Produktgattung aber wieder gut. Globale und paneuropäische Dividendenfonds erzielten im Durchschnitt eine Rendite von 27 Prozent. Vergleichbare Aktienfonds ohne speziellen Fokus legten im Mittel zwar etwas stärker zu, wegen der oft defensiven Ausrichtung von Dividendenfonds ist dies in einer Hausse jedoch normal.

Um empfehlenswerte Portfolios aufzuspüren, sollte der Blick aber weiter reichen als über zwölf Monate. €uro am Sonntag hat die Gruppe der globalen und die Gruppe der europaweit anlegenden Dividendenfonds unter die Lupe genommen und die erfolgreichsten Produkte der vergangenen fünf Jahre herausgefiltert (siehe Tabellen).

Bei den europäischen Portfolios führen ein ETF und ein aktiv gemanagter Fonds die Fünfjahresrangliste mit weitem Abstand an. Ihr Vorsprung rührt daher, dass sie nicht auf die typischen Titel mit überdurchschnittlicher Dividendenrendite setzen, sondern vielmehr großen Wert auf Wachstum legen.

Der Wisdomtree Eurozone Quality Dividend Growth ETF bildet einen Börsenindex mit 100 Aktien aus der Eurozone ab. Enthalten sind Unternehmen, die Dividenden zahlen und gleichzeitig in puncto Dynamik und Qualität überzeugen. In die Beurteilung fließen unter anderem das Gewinnwachstum und die Eigenkapitalrendite ein.

Während der ETF in Standardwerte wie Linde oder L’Oréal investiert, setzt der Lupus alpha Dividend Champions auf Nebenwerte aus ganz Europa. Aus Deutschland hat er zurzeit Gerresheimer und Software AG hoch gewichtet.

Für den Fonds kommen Unternehmen infrage, die zuverlässig ihre Dividende zahlen und solide wirtschaften. Dazu wird das rund 1.000 Titel umfassende Universum für europäische Small und Mid Caps anhand von fünf Kriterien gefiltert. Unter anderem muss die Dividende mindestens fünf Jahre in Folge gezahlt worden sein und das Unternehmen in jedem der vergangenen zehn Jahre einen positiven Jahresüberschuss erzielt haben. Aus den verbleibenden rund 100 Titeln werden etwa 30 für das konzentrierte Portfolio ausgewählt.

Als typischen Dividendenfonds will Fondsmanager Marcus Ratz sein Portfolio nicht verstanden wissen. "Die Bezeichnung ist etwas irreführend", sagt er. "Denn wir fordern keine überdurchschnittliche Dividendenrendite wie klassische Dividendenfonds dies tun, sondern uns geht es um die Qualität und Stabilität der Unternehmen im Fonds." Dementsprechend liegt die Dividendenrendite des Lupus-alpha-Produkts bei 2,5 bis drei Prozent - und damit nur knapp über dem Durchschnitt des Vergleichsindex. Gleichwohl macht die Kombination aus renditestarken Nebenwerten, kontinuierlichen Ausschüttungen und einem stabilen Geschäft den Fonds besonders empfehlenswert.

Aus den fünf besten globalen Dividendenfonds über fünf Jahre gefällt der Redaktion der Guinness Global Equity Income am besten. Neben seiner starken Rendite überzeugt er mit einer außergewöhnlich niedrigen Volatilität und weist zudem - gemessen am Eco-Rating von €uro am Sonntag - eine bessere Ökobilanz auf als die vor ihm Platzierten.

Auch er richtet seinen Blick zunächst auf fundamentale Firmenzahlen und nicht auf die Höhe der Dividendenrendite. Im ersten Schritt liegt der Fokus auf qualitativ hochwertigen, stabilen und profitablen Unternehmen. Erst nachdem diese ermittelt wurden, fließt im zweiten Schritt die Dividende als Kriterium bei der Titelauswahl mit ein.

Am Ende gelangen 35 Aktien ins Portfolio, die gleichgewichtet werden. Auf diese Weise wird vermieden, dass einzelne Titel ein übertrieben hohes oder geringes Gewicht haben. Anleger erhalten so ein relativ konzentriertes, gleichzeitig aber sehr ausgewogenes Produkt.

Auch wenn Corona Dividendenfonds 2020 übel mitgespielt hat, bleibt ihre Eignung als Depotbaustein unbestritten. "Dividenden bilden einen Puffer und man kann gut mit ihnen planen", sagt Scope-Analystin Claus. Sie sieht Dividendenfonds als Evergreen, mit dem Anleger zwei Ertragsströme nutzen: Kursgewinne auf der einen und Ausschüttungen auf der anderen Seite.









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Bildquellen: iStock, Finanzen Verlag

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