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13.02.2020 20:12

Die Commerzbank übernimmt die comdirect: Was bedeutet das für die Kunden?

Änderungen: Die Commerzbank übernimmt die comdirect: Was bedeutet das für die Kunden? | Nachricht | finanzen.net
Änderungen
Nun ist es offiziell: Die comdirect wird von der Commerzbank übernommen. Mit der Akquisition werden einige Änderungen erwartet. Das könnte auf die Kunden zukommen.
Im Januar teilte die Commerzbank offiziell mit, dass sie ein Aktienpaket des Hedgefonds Petrus Advisers an der Direktbank comdirect erworben und ihre Beteiligung auf 90 Prozent erhöht hat. Damit erreichte das Geldinstitut die erforderliche Schwelle, die nötig ist, um vollständig mit der comdirect zusammenzugehen und andere Aktionäre mittels einer Barabfindung (Squeeze-out) hinausdrängen zu können. Als Stichtag für die vollständige Verschmelzung der Unternehmen ist der 5. Mai festgelegt.

Angesichts der aktuellen Zinsflaute sind Zusammenschlüsse eine günstige Strategie für Banken, um ihr Geschäftsmodell auszuweiten und den Nutzen zu maximieren. Auch die Commerzbank verlautete, dass die Verschmelzung im Rahmen des neuen Spar- und Strategieprogramms "Commerzbank 5.0" stattfindet, mittels dessen die Bank die Digitalisierung im eigenen Haus vorantreiben möchte. Online-Banking, Aktiensteuerung per App und Beratung per Telefon sind dabei einige der Maßnahmen, die verstärkt im Vordergrund stehen sollen.

Welche Änderungen erwarten Kunden?

Während die Commerzbank eine Filialbank ist, handelt es sich bei der comdirect um eine Direktbank - eine Bank also, die kein eigenes Filialnetz hat und ihre Serviceleistungen ausschließlich über Internet und Telefon anbietet. Diese beiden Geschäftsmodelle sollen nun vereint werden, was mit einer Reihe von Änderungen einhergehen wird. Besonders die comdirect-Kunden werden betroffen sein - diese müssen sich in absehbarer Zeit zum Teil auf die Dienste der Commerzbank umstellen.

Offizielle Statements von Seiten der Unternehmen bezüglich dessen, wie die Umstellung für die Kunden konkret aussehen wird, hat es bisher noch nicht gegeben. Laut Pressestelle befinde man sich noch in einem offenen Verfahren, Sparmaßnahmen stünden jedoch im Fokus. Einem Bericht des Technik- und Verbraucherportals chip.de zufolge sei es wahrscheinlich, dass comdirect-Kunden ihre bisherigen Bankkarten behalten und weiter nutzen dürfen. Womöglich wird die Commerzbank einen Stichtag festlegen, bis zu welchem Kunden comdirect-Konten eröffnen und entsprechende Bankkarten ausgestellt bekommen können. Danach sind diese nur noch bis zu ihrem Ablaufdatum gültig.

Was passiert mit dem Online-Banking und Gratis-Konto?

Auch am Online-Banking wird sich laut dem Portal zunächst nicht viel ändern. Die Anmeldedaten und Passwörter werden höchstwahrscheinlich die gleichen bleiben. Um aber auf den eigenen Kontostand zurückgreifen und Überweisungen tätigen zu können, werden Kunden sich demnächst über die Website der Commerzbank anmelden müssen. Man erwartet allerdings, dass die Commerzbank den Namen comdirect als Finanzprodukt weiter führen wird. Da die Online-Bank auch als Online-Broker fungiert, könnte der Name weiterhin als Plattform für den Handel mit Aktien, ETFs und Wertpapieren genutzt werden.

Bei der comdirect hatten Kunden bislang Gratis-Konten. Ob diese verschwinden, ist noch ungewiss. Es könnte sein, dass die Commerzbank einen Mindestumsatz für die neue Kundschaft einführt. Dieser liegt bei der Großbank aktuell bei 1.200 Euro pro Monat. Wessen Einnahmen unter diesem Betrag liegen, der muss eine Gebühr im günstigsten Fall von 4,90 Euro im Monat zahlen. Bei Summen, die darüber hinaus gehen, fallen keine Kosten an.

Wer allgemein nicht mit der Fusion übereinstimmt, kann von dem grundsätzlichen Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Dieses stellt die Commerzbank seinen Kunden bei Änderungen von Gebühren oder Verträgen zur Verfügung. Hierfür erhalten Kunden einen Brief, online oder per Post, auf den sie reagieren können.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Vytautas Kielaitis / Shutterstock.com

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