DAX etwas tiefer -- US-Börsen höher -- Fed senkt Leitzins -- GameStop-Zahlen enttäuschen -- Palantir, Lufthansa, Intel, Vonovia, Bayer, Rüstungstitel, Microsoft, Amazon, TUI, TSMC im Fokus
Goldpreis zieht weiter an: US-Banken prognostizieren auch für 2026 weiteren Höhenflug. Verkauf weiterer Unternehmensteile bei Delivery Hero möglich. Siemens Energy-Aktie mit Rekordhoch: GE Vernova-Signale sorgen für Aufwind. Nordex erhält US-Großaufträge von Alliant Energy. Alibaba-Aktie steigt: Chinesische Tech-Giganten signalisieren wohl Interesse an NVIDIA H200-Chips.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich am Mittwoch leicht im Minus.
Der DAX war mit einem kleinen Abschlag gestartet und behielt seine negative Tendenz auch während des weiteren Handelsverlaufs bei. Letzlich beendete er die Sitzung 0,13 Prozent schwächer bei 24.130,14 Punkten.
Der TecDAX vergrößerte seinen anfänglichen Verlust noch etwas und schloss den Mittwochshandel 0,4 Prozent tiefer bei 3.568,51 Zählern.
Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank hielten sich die Anleger im DAX zurück. An diesem Abend sei "alles möglich", schrieb Chefmarktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. "Es kommt auf die Details an."
Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners erwartete vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed nur geringe Kursbewegungen. Schließlich beginne dieser Börsentag "erst abends richtig los". Eine Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte gilt als sicher. Spannender dürfte daher der geldpolitische Ausblick werden. "Und hier kommt es heute weniger auf den noch amtierenden Fed-Präsidenten Jerome Powell an, sondern auf die Summe aller Fed-Mitglieder, denn Powell wird im kommenden Jahr nur noch drei Zinssitzungen leiten", erklärte er laut dpa-AFX. Die Entscheidung fällt für die US-Notenbank in eine weiterhin herausfordernde Phase, da einige wichtige Wirtschaftsdaten aufgrund des teilweisen Regierungsstillstands (Shutdown) noch ausstehen. Zusätzlich erhöht US-Präsident Donald Trump weiter den Druck auf die Währungshüter.
Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets erwartet, dass der Fed-Entscheid und die anschließende Reaktion der Finanzmärkte die Richtung für den Rest des Börsenjahres vorgeben könnten.
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Anleger an Europas Börsen hielten auch zur Wochenmitte die Füße still.
Der EURO STOXX 50 bewegte sich nach einem leicht negativen Start auch im weiteren Verlauf moderat im Minus. Schlussendlich ging er 0,18 Prozent leichter bei 5.708,12 Punkten aus dem Mittwochshandel.
Zur Wochenmitte beobachteten Börsianer einen eher verhaltenen Handel. Der Tag stand ganz im Zeichen der bevorstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank, weshalb größere Marktbewegungen unwahrscheinlich waren. Erst um 20.00 Uhr wird Fed-Chef Jerome Powell den aktuellen Zinsschritt verkünden - noch bedeutsamer dürfte jedoch sein Ausblick für das kommende Jahr sein. Die zuletzt robusten Daten vom US-Arbeitsmarkt liefern kaum Argumente dafür, frühzeitig einen klaren Kurs für Zinssenkungen festzulegen. Gleichzeitig liegt die Inflation weiterhin spürbar über dem 2-Prozent-Ziel der Fed.
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Anleger an der Wall Street wagten sich am Mittwoch nach der Fed-Entscheidung wieder deutlicher aus der Deckung.
Der Dow Jones schloss 1,05 Prozent höher bei 48.057,87 Punkten.
Daneben rückte auch der NASDAQ Composite in die Gewinnzone vor und beendete den Handelstag 0,33 Prozent fester bei 23.654,16 Zählern.
Damit gaben Anleger die Vorsicht der letzten Tage doch noch auf. Impulse kamen von der Zinsentscheid der US-Notenbank: Die Fed hat die die Zinsen um weitere 25 Basispunkte gesenkt, dies war am Markt erwartet worden. Trump hatte bereits angekündigt, dass er den derzeitigen Fed-Chef Jerome Powell nach dem Ende seiner Amtszeit im Mai 2026 nicht erneut vorschlagen wird. Weil er einen niedrigeren Leitzins will, übt Trump seit Monaten massiven Druck auf Powell aus. Trump erklärte, dass er einen Nachfolger gefunden habe. Nach Presseinformationen gilt Kevin Hassett, der Vorsitzende des Nationalen Wirtschaftsrats im Weissen Haus, als Favorit für den Posten.
Die größten Börsen in Asien tendierten am Mittwoch uneinheitlich.
In Tokio notierte der Nikkei 225 letztlich marginale 0,10 Prozent tiefer bei 50.602,80 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland waren ebenso Verluste zu sehen, der Shanghai Composite gab 0,23 Prozent ab auf 3.900,50 Punkte.
In Hongkong gewann der Hang Seng schlussendlich um 0,42 Prozent auf 25.540,78 Indexpunkte.
Die asiatischen Börsen zeigten sich am Mittwoch nur leicht verändert. Händler begründeten die Zurückhaltung mit der anstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank. Eine weitere Senkung um 25 Basispunkte gilt als gesetzt, entscheidend sind jedoch die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell - vor allem, weil frische US-Konjunkturdaten zuletzt fehlten und der künftige Kurs der Geldpolitik damit offen bleibt.
Die Verbraucherpreise in China sind im November zum zweiten Monat in Folge gestiegen. Auf der Ebene der Erzeugerpreise verschärfte sich hingegen die Deflation: Der entsprechende Index fiel im Jahresvergleich um 2,2 Prozent, nach einem Rückgang von 2,1 Prozent im Oktober. Damit liegt der Erzeugerpreisindex bereits seit über drei Jahren im negativen Bereich. Ökonomen hatten im Vorfeld lediglich mit einem Minus von 2,0 Prozent gerechnet.
Die Zahlen verdeutlichen, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt im Kampf gegen anhaltende deflationäre Tendenzen weiterhin vor großen Herausforderungen steht. Trotz verstärkter staatlicher Maßnahmen zur Stärkung des Binnenkonsums - unter anderem wegen zunehmender handelspolitischer Spannungen - zeigen sich die chinesischen Verbraucher vorsichtig. Die Kombination aus einem schwachen Arbeitsmarkt und einer jahrelangen Immobilienkrise führt dazu, dass viele Haushalte ihr Geld zurückhalten.
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