Warten auf die Fed: DAX schließt fester -- US-Börsen uneins -- thyssenkrupp erwartet Verlust -- NVIDIA darf Chips nach China exportieren -- BMW, Rüstungsaktien, Netflix, DroneShield, D-Wave im Fokus
Silberpreis auf Rekordhoch. Telekom schließt KI-Pakt mit OpenAI. Almonty-Aktie von Kapitalmaßnahme belastet. Formycon meldet Vermarktungspartnerschaft für Keytruda-Biosimilar. Siemens Energy: Neuer Investor fordert Abspaltung des Windgeschäfts. Vonovia-Aktie mit 52-Wochen-Tief. Novo Nordisk senkt wohl Beteiligung an EVOTEC. EU eröffnet Kartelluntersuchung gegen Google wegen KI-Praktiken.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich im Dienstagshandel fester.
Der DAX befand sich im Laufe des Handeltages weitgehend auf grünem Terrain. Letztlich schloss der deutsche Leitindex 0,49 Prozent stärker bei 24.162,65 Punkten.
Auch der TecDAX war freundlich gestartet, fiel dann aber zurück und pendelte im weiteren Verlauf um seinen Vortagesschlussstand. Letztlich ging er kaum verändert bei 3.583,79 Punkten (+0,1 Prozent) in den Feierabend.
Große Kursbewegungen blieben am Dienstag aus - ein Hinweis darauf, dass Anleger vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank lieber abwarten. Schon am Montag hatte sich das Börsenbarometer kaum bewegt. Nach dem starken Jahresverlauf mit rund 22 Prozent Gewinn wollen viele Investoren vor der Fed-Entscheidung keine größeren Risiken mehr eingehen. Am Markt wird fest davon ausgegangen, dass die US-Notenbank die Zinsen senkt.
"Wir sehen eine Aktienrally mit angezogener Handbremse", kommentierte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank die DAX-Gewinne an diesem Handelstag. Es fehle jedoch die richtige "Überzeugung".
Da zudem zuletzt wieder fest mit einer Zinssenkung gerechnet wurde, gilt ein solcher Schritt inzwischen als eingepreist. Marktstratege Mislav Matejka von JPMorgan warnte daher vor zu hohen Erwartungen. Die Börsen befänden sich wieder in Sichtweite ihrer Rekordhöhen, weshalb Gewinnmitnahmen für den einen oder anderen eine Option sein könnten.
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Anleger an Europas Börsen hielten am Dienstag die Füße still.
Der EURO STOXX 50 rückte nach einem stabilen Start zunächst vorübergehnd leicht in die Gewinnzone vor, bevor er wieder etwas ins Minus drehte. Dabei fielen die Ausschläge aber überschaubar aus. Schlussendlich beendete das Börsenbarometer den Handel wenig verändert bei 5.718,32 Punkten (-0,13 Prozent).
Bis zur Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch dürften sich Anleger weiter zurückhalten. Eine Zinssenkung um 25 Basispunkte gilt an den Märkten als ausgemacht. Allerdings könnte es eine größere Zahl an Abweichlern geben. Im Blick dürften allerdings vor allem die begleitenden Kommentare von Fed-Chairman Jerome Powell stehen. Analysten halten es für möglich, dass Powell hohe Hürden für weitere Zinssenkungen hervorheben wird, was auf eine Pause im Zinssenkungszyklus hindeute.
Derweil wird der Renditeanstieg an den Anleihemärkten genau beobachtet. Bislang ist dieser an den Börsen nicht zum Belastungsfaktor geworden. Das kann sich allerdings schnell ändern. Die Rendite 30-jähriger Bundesanleihen hat am Vortag ein neues 14-Jahreshoch erreicht. Die 10-jährigen nähern sich ihrem Hoch aus dem März wieder an. Die Bereitschaft, nun neue Risikopositionen einzugehen, sei äußerst verhalten, hieß es.
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Die US-Anleger zeigten sich am Dienstag gespalten.
Der Dow Jones schloss am zweiten Handelstag der Woche 0,37 Prozent tiefer bei 47.561,12 Punkten.
Daneben konnte der NASDAQ Composite leichte Zugewinne in den Feierabend retten und schloss mit einem Plus von 0,13 Prozent bei 23.576.49 Zählern.
Wie auch schon am Vortag herrschte im Vorfeld der am Mittwoch anstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank große Zurückhaltung. Zwar rechnet der Markt mit einer Wahrscheinlichkeit von knapp 90 Prozent mit einer Zinssenkung, doch die Akteure machen sich eher Gedanken um den künftigen Zinspfad. So wird im Handel über eine Pause oder gar Ende des Zinssenkungszyklus nach Mittwoch spekuliert.
Die größten Börsen in Asien gaben im Dienstagshandel mehrheitlich nach.
In Tokio schloss der Nikkei 225 gegen den Trend 0,14 Prozent fester bei 50.655,10 Punkten. Bewegungen hielten sich hier im Handelsverlauf in Grenzen.
Auf dem chinesischen Festland waren leichte Verluste zu sehen, der Shanghai Composite schloss 0,37 Prozent schwächer bei 3.909,52 Punkten.
Die Bären dominierten auch in Hongkong, wo der Hang Seng 1,29 Prozent auf 25.434,23 Indexpunkte verlor.
Die asiatischen Börsen zeigten sich am Dienstag mehrheitlich schwächer. Händler begründeten die Zurückhaltung mit der anstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank. Eine weitere Senkung um 25 Basispunkte gilt als gesetzt, entscheidend sind jedoch die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell - vor allem, weil frische US-Konjunkturdaten zuletzt fehlten und der künftige Kurs der Geldpolitik damit offen bleibt.
Für Bewegung sorgte zudem ein Bericht, wonach die US-Regierung NVIDIA den Export des H200-Chips nach China erlauben will. Das Handelsministerium soll entsprechende Lizenzen vorbereiten, heißt es aus informierten Kreisen.
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