22.12.2020 06:05

Das weiß WhatsApp über seine Nutzer - und damit auch Facebook?

Datenschutz im Internet: Das weiß WhatsApp über seine Nutzer - und damit auch Facebook? | Nachricht | finanzen.net
Datenschutz im Internet
Folgen
WhatsApp könnte sehr viel über seine Nutzer herausfinden - wenn es denn wollte. Doch eine Sache schaut sich das Unternehmen genauer an: Die Statistiken über versendete und empfangene Nachrichten, Bilder und Co.
Werbung
Wie viele Nachrichten haben Sie per WhatsApp an Ihren Partner geschickt? Und an Ihre besten Freunde? Und an Ihre Eltern? Eine grobe Einschätzung, mit wem man über den Messenger-Dienst am meisten kommuniziert, sollte wohl möglich sein. Aber beziffern, wie viele Nachrichten, Bilder, Audio-Dateien, Standorte oder Kontakte verschickt wurden, ist aus dem Kopf heraus wohl unmöglich. Allerdings nicht für WhatsApp. Der Messenger-Dienst trackt nämlich genau, wie viele Nachrichten seine Nutzer wann an wen versenden.

Nutzerverhalten analysiert

Damit weiß das Unternehmen, das seit geraumer Zeit zum Facebook-Konzern gehört, genau, wie oft und in welcher Form seine Nutzer mit anderen kommunizieren. WhatsApp sammelt damit viele wichtige Daten, die Aufschluss über das Nutzerverhalten und gewisse Vorlieben der Nutzer geben können. Zwar werden die Inhalte der Nachrichten verschlüsselt übertragen, so dass WhatsApp sie nicht einsehen kann. Was der Konzern aber mit den erhobenen Verhaltensdaten macht, ist unklar.

Selber einsehen, wie viele Nachrichten, Bilder und Co. man verschickt hat

Ein Vorteil hat die Sache jedoch: Nutzer können ihre Statistiken auch selbst abrufen. Wer ein iOS-Gerät hat - sprich iPhone, iPad & Co. - geht hierfür auf die Einstellungen in WhatsApp. Dort gibt es den Reiter Daten- und Speichernutzung. Hier kann man bei der Netzwerk-Nutzung einsehen, wie viele Nachrichten, Chat- und Statusmedien und Anrufe gesendet und empfangen wurden.

Bei der Speichernutzung sind alle Kontakte und Gruppen, mit denen man via WhatsApp interagiert, aufgelistet. Wählt man einen Kontakt aus, kann man einsehen, wie viele Texte, Kontakte, Standorte, Fotos, GIFs, Videos, Sprachnachrichten, Dokumente und Sticker man ausgetauscht hat. Auch bei Android-Geräten kann man sein Nutzungsverhalten in diesen WhatsApp-Einstellungen einsehen.

Whatsapp, Facebook, Instagram - werden Daten ausgetauscht?

Seit WhatsApp zum Facebook-Konzern gehört, sind Datenschutzbedenken an der Tagesordnung. Denn das Unternehmen hat schon öfter versucht, die Daten aus seinen Diensten zusammenzuführen. So sollten beispielsweise Handynummern von WhatsApp auf Facebook übertragen werden. Das verhinderten europäische Datenschützer aber. Auch wurde verhindert, dass WhatsApp mit Facebook Informationen über das Nutzerverhalten teilt. Zugang zu den Inhalten der Kurznachrichten bekommt Facebook ebenfalls nicht.

Doch der Konzern gibt nicht auf: So gibt es beispielsweise auf Instagram - das ebenfalls zur Facebook-Familie gehört - die Option, sein Konto mit dem Facebook-Konto zu verknüpfen und auf Instagram geteilte Inhalte gleichzeitig auf Facebook online zu stellen. Ob Facebook in Zukunft auf die WhatsApp-Daten zugreifen wird, ist unklar, aber unwahrscheinlich. Mit der Datenschutzgrundverordnung bestehen zumindest in Europa wenig Chancen für den Konzern, die Daten ohne Zustimmung der Nutzer zwischen den beiden Diensten zu übertragen.

Wer das Internet, soziale Medien und Messenger-Dienste nutzt, um zu kommunizieren und sich zu informieren, der muss damit rechnen, dass nicht alles anonym bleibt. Wer Angst um seine Daten hat, sollte überlegen, auf andere Dienste umzusteigen, die den Ruf haben, besser verschlüsselt oder anonymer zu sein. Oder gleich ganz aufs Internet verzichten.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: dolphfyn / Shutterstock.com, Twin Design / Shutterstock.com

Nachrichten zu Facebook Inc.

  • Relevant
    2
  • Alle
    5
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Facebook Inc.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
28.01.2021Facebook overweightJP Morgan Chase & Co.
28.01.2021Facebook overweightBarclays Capital
28.01.2021Facebook buyUBS AG
28.01.2021Facebook OutperformCredit Suisse Group
28.01.2021Facebook buyJefferies & Company Inc.
28.01.2021Facebook overweightJP Morgan Chase & Co.
28.01.2021Facebook overweightBarclays Capital
28.01.2021Facebook buyUBS AG
28.01.2021Facebook OutperformCredit Suisse Group
28.01.2021Facebook buyJefferies & Company Inc.
18.03.2019Facebook HoldNeedham & Company, LLC
01.02.2019Facebook NeutralUBS AG
07.01.2019Facebook NeutralNomura
26.11.2018Facebook HaltenDZ BANK
26.07.2018Facebook NeutralUBS AG
05.12.2019Facebook ReduceHSBC
31.01.2019Facebook SellPivotal Research Group
31.10.2018Facebook SellPivotal Research Group
12.10.2018Facebook SellPivotal Research Group
06.07.2018Facebook SellSociété Générale Group S.A. (SG)

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Facebook Inc. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung

Heute im Fokus

DAX weit im Plus -- Aramco-Anlage von Huthi-Rebellen angegriffen - Brent-Preis über 70 Dollar -- thyssenkrupp will Stahlsparte 'verselbstständigen' -- LEONI, Airbus, Evonik, Deutsche Post im Fokus

Anleger schichten weiter um - Von Corona-Gewinnern zu Zyklikern. Sixt will mittelfristig US-Umsatz von einer Milliarde Dollar. US-Senat stimmt Bidens billionenschwerem Konjunkturpaket zu. Deliveroo geht an Börse und will erfolgreiche Fahrer belohnen. SEC verklagt AT&T wegen Weitergabe vertraulicher Daten an Analysten. MediaMarktSaturn-Chef geht zum FC Barcelona - Ceconomy plant Umstrukturierung.
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Umfrage

Wie bewerten Sie die Arbeit der Bundesregierung in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln