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27.02.2019 19:44
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Darum dürfte die Goldrally auch in naher Zukunft noch kein Ende finden

Aufwärtstrend hält an: Darum dürfte die Goldrally auch in naher Zukunft noch kein Ende finden | Nachricht | finanzen.net
Aufwärtstrend hält an
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Während im Handelskonflikt zwischen den USA und China noch immer keine Einigung erzielt wurde, der Brexit weiterhin im Raum steht und Rezessionsängste zunehmen, suchen Anleger nach einem sicheren Hafen. Diesen könnten sie in Gold gefunden haben.

Holmes: Goldpreis steigt weiter

Der Goldpreis befindet sich nach wie vor in einer Aufwärtsbewegung. Seit seinem Tief Mitte August des vergangenen Jahres, als der Preis pro Feinunze bei 1.160,88 US-Dollar lag, konnte das gelbe Edelmetall über 14 Prozent zulegen. Seit Beginn dieses Jahres steht immerhin ein Plus von 4 Prozent auf der Tafel. Und dieser Aufwärtstrend dürfte so bald kein Ende finden, glaubt zumindest Frank Holmes, CEO und CIO von U. S. Global Investors: "Ich bin weiterhin sehr positiv und konstruktiv in Bezug auf Gold". Auch die Analysten von Goldman Sachs blicken der zukünftigen Entwicklung des Edelmetalls optimistisch entgegen. Sie schätzen, dass der Preis im Sommer dieses Jahres um weitere 4 Prozent bis auf 1.374 Dollar steigen wird, in einem Jahr dürfte er ihnen zufolge 8 Prozent höher stehen - bei 1.425 Dollar pro Feinunze. Angesichts einer drohenden Rezession und weiteren Turbulenzen wäre dieser Anstieg nicht zu verachten.

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Aus diesen Gründen dürfte das gelbe Edelmetall weiter zulegen

Gründe für den möglichen weiteren Anstieg des Goldpreises gibt es einige, wie MarketWatch berichtet. Zum einen dürften sich sinkende Anleiherenditen positiv auf den Preis des Edelmetalls auswirken. Inmitten einer schwachen Konjunktur in den USA sind die Anleiherenditen bereits seit Herbst letzten Jahres gesunken und dürften auch weiter fallen. Sinkende Anleiherenditen wiederum führen zu einem schwächeren US-Dollar, welcher aufgrund der negativen Korrelation ebenfalls gut für den Goldpreis wäre. Historisch gesehen bedeutet ein sinkender Dollar einen steigenden Goldkurs und umgekehrt. Auch die technischen Faktoren sprechen für einen höheren Goldpreis, so MarketWatch. Seit Gold in den Jahren 2012 und 2013 gefallen ist, sei das Edelmetall immer wieder auf einen Widerstand bei 1.340 bis 1.350 Dollar pro Unze gestoßen. Sobald Gold dieses Niveau allerdings durchbreche, dürfte der Preis weiter steigen, glaubt James Paulsen, Chef-Investitionsstartege der Leuthold Group. Dieser Durchbruch sei ein deutliches, bullishes Signal.

Neben diesen Auslösern könnte auch die aktuelle Lage einen Impuls für den weiteren Anstieg des Edelmetalls liefern. So würde eine Einigung im Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China positiv auf Chinas Wirtschaft wirken, wodurch die Rohstoffpreise ansteigen würden. Frank Holmes zufolge ist China für etwa die Hälfte des Verbrauchs globaler Rohstoffe verantwortlich, weshalb eine Lösung des Streits durchaus Einfluss auf den Goldpreis haben könnte. Zudem würde ein besseres Wachstum in China den Preis ebenfalls antreiben, da Menschen wieder mehr Geld für Goldschmuck ausgeben würden, meint Holmes. Ihm zufolge entfielen etwa 60 Prozent der Nachfrage nach Gold auf Menschen, die Goldschmuck kauften. "Je höher das BIP pro Kopf, desto mehr Gold kaufen die Menschen" und dieser Effekt sei in China besonders stark, so Holmes.

Auch der starke Einfluss der Zentralbanken dürfe nicht vergessen werden. Die globale Verschuldung ist enorm, sie erreichte kürzlich 244 Billionen Dollar. In solch unsicheren Zeiten kauften Zentralbanken immer wieder große Mengen an Gold, erklärt Holmes, um auf diese Weise die eigenen Reserven unabhängiger vom US-Dollar zu machen. So soll im letzten Jahr die größte Menge Gold seit 1968 gekauft worden sein. Der World Gold Council ist der Meinung, dass die Zentralbaken in diesem Jahr noch mehr des Edelmetalls kaufen werden. Und auch Hans-Günter Ritter, Leiter von Global Trading Heraeus Precious Metals, stimmt dem zu: "Da Gold eine nützliche Diversifikation in den Währungsreserven darstellt, ist davon auszugehen, dass die Zentralbanken ihre Goldkäufe in diesem Jahr fortsetzen". "Wir sehen nach wie vor ein Aufwärtspotenzial für Gold, vor allem aufgrund der Nachfrage nach Gold für die Diversifizierung des Portfolios", schreiben auch die Analysten von Goldman Sachs.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Lisa S. / Shutterstock, Netfalls - Remy Musser / Shutterstock.com

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