Gold-ETF

"Besorgniserregende Marktaussichten": David Einhorns Greenlight Capital hat Goldbestände aufgestockt

23.11.23 23:27 Uhr

"Besorgniserregende Marktaussichten": David Einhorns Greenlight Capital hat Goldbestände aufgestockt | finanzen.net

Neben zahlreicher Aktienbeteiligungen ist Greenlight Capital, der Hedgefonds von Starinvestor David Einhorn, auch zu großen Teilen in einen Gold-ETF investiert. Im vergangenen Quartal stockte Einhorn die Beteiligung am SPDR Gold Shares deutlich auf.

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ETFs

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Rohstoffe

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• Greenlight Capital verwaltet Vermögen in Höhe von 1,76 Milliarden US-Dollar
• Anteil an Gold-ETF ausgebaut
• Warnung vor geopolitischen Unruhen

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David Einhorn verwaltet milliardenschweres Portfolio

Professionelle Anleger, deren verwaltetes Vermögen den Wert von 100 Millionen US-Dollar übersteigt, sind verpflichtet, der US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC) vierteljährlich Bericht über ihre Beteiligungen zu erstatten. Dazu gehört auch der Hedgefonds Greenlight Capital von Starinvestor David Einhorn. Im öffentlich einsehbaren 13F-Formular ist vermerkt, wie viel das Depot des Unternehmers wert ist. Im dritten Quartal belief sich der Portfoliowert auf 1,76 Milliarden US-Dollar. Zu den Top-Aktien in Einhorns Fonds zählten Brighthouse Financial, CONSOL Energy und Green Brick Partners.

Beteiligung an Gold-ETF stark erhöht

Doch nicht nur auf zahlreichen Unternehmensanteilen saß Einhorn im vergangenen Jahresviertel. Die sechstgrößte Position im Depot nahm zum Stichtag der Gold-ETF SPDR Gold Shares (GLD) ein. Bei dem Fonds handelt es sich um den ersten in den USA gehandelten Gold-ETF sowie den ersten in den USA notierten ETF, der mit einem physischen Vermögenswert unterlegt ist. Im betrachteten Zeitraum hielt Greenlight Capital 431.224 Anteile des SPDR Gold Shares und damit 203.325 Titel mehr als noch im zweiten Quartal 2023. Ende September war die Beteiligung am Markt 73,93 Millionen US-Dollar wert, was 4,2 Prozent des gesamten Einhorn-Depots entspricht. Seit dem zweiten Quartal 2022 ist Einhorn in den Gold-Fonds investiert. "Kitco News" zufolge soll die Investmentgesellschaft die Beteilung am ETF im dritten Quartal aber so stark ausgebaut haben wie noch nie zuvor.

Warnung vor sinkenden Aktienkursen

Dass der Starinvestor ein Gold-Fan ist, ist kein Geheimnis, wie das Online-Portal berichtet. So habe Einhorn bereits 2019 auf der jährlichen Sohn Conference in New York gesagt: "Ich besitze Gold, und ich werde es nie wieder loswerden. Ich hoffe, ich muss es nie benutzen". Wie aus dem jüngsten Investorenbrief des Vermögensverwalters hervorgeht, beobachtet der Greenlight Capital-Chef die derzeitige Marktlage jedoch äußerst genau - und mit Sorge. "Wenn wir Recht haben, werden die derzeitigen extremen geopolitischen Spannungen zu niedrigeren Aktienkursen führen, und zwar über einen Zeitraum von mehr als ein paar Stunden", heißt es im Anfang November veröffentlichten Schreiben. Möglicherweise will sich der Investor mit seinem ausgebauten Engagement in Gold also gegen sinkende Aktienkurse positionieren. Darüber hinaus wolle man das ein oder andere Schnäppchen schlagen, wenn der Aktienmarkt unter Druck steht, so Einhorn weiter. "Die selbstgefällige Ansicht der Anleger, dass die Geopolitik ignoriert werden sollte, mag zutreffen - außer in den Zeiten, in denen dies nicht der Fall ist", heißt es im Aktionärsbrief. "Wir vermuten, dass wir uns in einer dieser Zeiten befinden."

Steigende Ölpreise und Rezession erwartet

Auch die im kommenden Jahr anstehende Präsidentschaftswahlen in den USA treiben dem Unternehmer Sorgenfalten auf die Stirn. "Der beste Weg, die bevorstehenden US-Wahlen zu beeinflussen, ist vielleicht eine Kombination aus Kriegen und Rezession", so Einhorn weiter. "Nichts würde Präsident Biden im nächsten Sommer unbeliebter machen als mehrere anhaltende Konflikte und 6 US-Dollar für Benzin an der Zapfsäule. Mit dem Ausverkauf der strategischen Erdölreserven und einer Politik, die das Bohren nach Öl verhindert, haben sich die USA gegenüber höheren Ölpreisen ziemlich verwundbar gemacht." Damit dürften die Inflationsraten wieder zulegen und die Wahrscheinlichkeit einer Rezession zunehmen. Auch gerate dann die US-Notenbank Fed erneut in Zugzwang. Die Leidtragenden steigender Ölpreise seien letztendlich die Verbraucher. "Daher sind die Marktaussichten sehr besorgniserregend", so das Schreiben von Greenlight Capital.

Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: ded pixto / Shutterstock.com, Paul Bereswill/Getty Images

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