22.09.2022 08:20

Goldpreis: Dollarstärke bremst den Krisenschutz

Goldpreis und Ölpreis: Goldpreis: Dollarstärke bremst den Krisenschutz | Nachricht | finanzen.net
Goldpreis und Ölpreis
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Die gestrige Zinserhöhung der Fed um 75 Basispunkte hat weniger dem Goldpreis, sondern vor allem dem Dollar geholfen. Der Dollarindex kletterte auf den höchsten Stand seit 20 Jahren.
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von Jörg Bernhard

Obwohl die Fed das Leitzinsniveau in den USA auf den höchsten Stand seit 14 Jahren geschraubt hat, sieht sie weitere "Luft nach oben". Die US-Währung verfügt derzeit zweifellos über eine stärkere Anziehungskraft als das gelbe Edelmetall. Dies lässt sich auch am weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Shares sehr gut ablesen. Dessen gehaltene Goldmenge hat sich nämlich am gestrigen Mittwoch von 953,32 auf 952,16 Tonnen reduziert und ist mittlerweile auf dem niedrigsten Stand seit März 2020 angelangt. Auf die Stimmung an den Finanzmärkten drückten aber auch die schwachen Fed-Prognosen zur US-Wirtschaft. Das Wirtschaftswachstum soll geringer als erwartet ausfallen und die Inflation etwas stärker als bislang prognostiziert zulegen. Dies spräche eigentlich für einen soliden Krisenschutz wie zum Beispiel Gold.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 8.10 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 6,30 auf 1.669,40 Dollar pro Feinunze.
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Rohöl: Angebotssorgen dominieren

Der fossile Energieträger vollzieht im frühen Donnerstagshandel eine leichte technische Erholung. Das am gestrigen Mittwoch von der US-Energiebehörde EIA niedriger als erwartet ausgefallene Lagerplus von 1,1 Millionen Barrel Rohöl vermochte dem fossilen Energieträger keine sonderlich starken Impulse verleihen. Die neue Eskalation im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verstärkt die Sorgen um das weltweite Angebot an Öl. Ab dem 1. Dezember gilt ein EU-Importverbot russischen Öls. Wie sich diese Sanktion auf den Ölpreis auswirken wird, bleibt abzuwarten und dürfte weiterhin für ein hohes Maß an Verunsicherung führen.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 8.10 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,60 auf 83,54 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,67 auf 90,50 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Eric Chiang/123rf, Brian A Jackson / Shutterstock.com

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