Goldpreis: Neues Rekordhoch zum Wochenauftakt

Geopolitische Faktoren und innenpolitische Entwicklungen in den USA haben dem Goldpreis zum Wochenstart ein neues Rekordhoch beschert.
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von Jörg Bernhard
Anleger griffen angesichts zunehmender geopolitischer Unsicherheiten sowie einer strafrechtlichen Untersuchung gegen den Vorsitzenden der US-Notenbank Jerome Powell verstärkt zu sicheren Häfen wie Gold. Bei den Unruhen im Iran sind nach Angaben einer Menschenrechtsgruppe mehr als 500 Menschen ums Leben gekommen. Teheran drohte am Sonntag, US-Militärstützpunkte anzugreifen, falls Präsident Donald Trump seine erneuten Drohungen wahrmacht, das Land im Namen der Protestierenden anzugreifen. Die Unruhen im Iran fallen in eine Phase, in der Trump international Stärke demonstriert: Er hat den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro abgesetzt und spricht darüber, Grönland durch Kauf zu erwerben oder notfalls mit Gewalt zu übernehmen. Powell erklärte am Sonntag, die Trump-Regierung habe ihm mit einer strafrechtlichen Anklage wegen seiner Aussage vor dem Kongress gedroht. Dort unterstrich er die Unabhängigkeit der US-Notenbank und betonte ausdrücklich, dass öffentliche Forderungen oder Drohungen aus dem Weißen Haus keinen Einfluss auf die Entscheidungen des Offenmarktausschusses hätten.
Am Montagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit steigenden Notierungen. Bis 8.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 93,00 auf 4.593,00 Dollar pro Feinunze.

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Der Ölpreis zeigte sich im frühen Montagshandel trotz wachsender geopolitischer Spannungen stabil. Zum einen sorgen eskalierende Proteste im Iran für ein hohes Maß an Verunsicherung unter den Marktakteuren. Zum anderen begrenzten aber Bemühungen zur Wiederaufnahme der Ölexporte aus Venezuela sowie Erwartungen einer globalen Überversorgung des Marktes einen potenziellen Drang nach oben. Laut Medienberichten gebe es im Iran Aufrufe an Beschäftigte der Ölindustrie, im Zuge der Proteste die Arbeit niederzulegen, wodurch ungefähr 1,9 Millionen Barrel pro Tag gefährdet wären. Zugleich drohte US-Präsident Donald Trump erneut mit einem militärischen Eingreifen der USA, falls weiterhin Gewalt gegen Demonstrierende eingesetzt wird. Am morgigen Dienstag wolle sich Trump mit hochrangigen Beratern treffen, um Optionen im Umgang mit dem Iran zu erörtern.
Am Montagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 8.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,08 auf 59,04 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,09 auf 63,25 Dollar zurückfiel.
Redaktion finanzen.net
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