Die Deutsche Bank hat ihre neuerliche Kapitalerhöhung abgeschlossen.
Der Frankfurter DAX-Konzern erlöste nach Angaben vom Mittwoch wie geplant insgesamt rund 8,5 Milliarden Euro. Die Altaktionäre mussten sich bis Mitternacht am Dienstag entscheiden, ob sie mitziehen oder nicht. 99,1 Prozent der Bezugsrechte seien ausgeübt worden. Die übrigen Aktien werden am Markt verkauft. Mit dem frischen Geld will die Bank endlich alle Zweifel an ihren Puffern gegen neue Krisen ausräumen.
Dass die Bank auf den angestrebten Erlös kommt, stand bereits fest. Dafür garantierten die sie begleitenden Investmentbanken. Ohnehin war das Interesse von Investoren an der Kapitalerhöhung hoch. Die
Deutsche Bank konnte die neuen Anteilsscheine zu Beginn der Bezugsfrist Anfang des Monats zu einem Stückpreis von 22,50 Euro anbieten und damit mit einem geringeren Abschlag als zunächst erwartet. Insgesamt platzierte das Institut 360 Millionen neue Aktien und erhöhte damit die Gesamtzahl der Anteilsscheine um mehr als ein Drittel.Die Co-Chefs Jürgen Fitschen und Anshu Jain werteten den Erfolg der Kapitalerhöhung als Unterstützung für ihre Strategie, die im Gegensatz zu vielen Konkurrenten ein Festhalten am schwankungsanfälligen Investmentbanking beinhaltet. "Wir haben entscheidende Schritte unternommen, um die Deutsche Bank gegen bekannte Herausforderungen bei der Kapitalausstattung abzusichern, um unsere Wettbewerbsposition zu verbessern und um Investitionen in das Wachstum in allen unseren Unternehmensbereichen zu forcieren", sagten die Manager. Sie selbst zogen dem Vernehmen nach mit ihren Aktien voll bei der Kapitalerhöhung mit.In einem ersten Schritt hatte das Institut im Mai rund 60 Millionen Euro Aktien in einem beschleunigten Verfahren an den kuwaitischen Scheich Hamad bin Dschassim bin Dschaber al-Thani verkauft. Er ist damit nun größter Einzelaktionär des Instituts mit einem Anteil von knapp 6 Prozent.
Durch die Kapitalerhöhung steigt die harte Kernkapitalquote von zuletzt 9,5 auf 12,0 Prozent - und liegt damit deutlich über den Vorgaben der Regulierer. Auch bei der neu geplanten Verschuldungsquote (Leverage Ratio), bei der die Bank bislang besonders schwach da stand, soll jetzt mit 3,4 Prozent die künftige Vorgabe erfüllt werden.Damit hat die Bank auch Luft für mögliche neue Belastungen durch eine weitere Verschärfung der Regeln der Finanzaufseher und ihre umfangreichen Rechtsrisiken. Ein Teil der Erlöse soll auch ins operative Geschäft fließen - etwa in die Verbesserung des digitalen Angebots im Privatkundengeschäft, in neue Vermögensberater und die Stärkung des Investmentbankings, in dem die Deutsche Bank von der Schwäche der Konkurrenten profitieren will.Es war die zweite Kapitalerhöhung der Deutschen Bank seit Anfang 2013. Vor etwas mehr als einem Jahr hatte das Institut bereits 3 Milliarden Euro eingesammelt. Damit hatte der Vorstand eigentlich die Kapitalthemen für beendet erklärt und wollte wieder auf Wachstum schalten. Doch zahlreiche Rückschläge machten diese Rechnung zunichte. So rissen teure Vergleiche wegen Rechtsstreitigkeiten tiefe Löcher. Zudem kämpft das Institut mit den Anforderungen der Aufseher./enl/mne/fbrFRANKFURT (dpa-AFX)
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