A330-Modelle

Airbus könnte offenbar mehr als 100 Großraumflugzeuge an China verkaufen - Aktie leichter

04.06.24 15:09 Uhr

Airbus-Aktie dennoch im Minus: Airbus könnte wohl Großauftrag aus China erhalten - Weiter Lieferkettenengpässe erwartet | finanzen.net

Der weltgrößten Flugzeugbauer Airbus könnte nach dem Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping bei seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron im vergangenen Monat einen Großauftrag für A330neo-Flugzeuge aus China erhalten.

Werte in diesem Artikel
Aktien

131,82 EUR -1,80 EUR -1,35%

Die größten chinesischen Fluggesellschaften erwägen, mehr als 100 der modernisierten A330-Modelle zu kaufen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet. Die Bedingungen würden noch diskutiert und der Zeitpunkt sei ungewiss. Ein Airbus-Sprecher wollte dies nicht kommentieren, hieß es. Weder die Fluggesellschaften Air China, China Southern Airlines und China Eastern Airlines noch die staatliche Beschaffungsagentur China Aviation Supplies Holding haben sofort auf Anfragen bezüglich eines Kommentars reagiert.

Die Verhandlungen unterstreichen den immer stärkeren Kontrast zwischen Airbus und dem US-Konkurrenten Boeing, wenn es um Geschäfte auf dem chinesischen Luftfahrtmarkt geht. Boeing bekommt dort die geopolitischen Spannungen zwischen China und den USA zu spüren. China hat erneut die Importe von Boeing aus den USA gestoppt - dies nur wenige Monate, nachdem sie nach einer fünfjährigen Pause wieder aufgenommen worden waren. Unterdessen profitiert Airbus auch von seinen lokalen Investitionen in Asiens größter Volkswirtschaft. Dazu zählen etwa ein Werk für die Fertigung der A320neo.

Eine Bestellung aus China würde den Auftragsbestand der A330neo stützen. Sie ist eine aktualisierte Version der älteren A330 mit neuen Triebwerken und Flügeln. Für die A330neo liegen Airbus derzeit 165 Bestellungen vor. Das Modell tut sich schwer, neue Kaufverträge auf einem Markt voller verbilligter Gebrauchtflugzeuge zu gewinnen. Für die chinesischen Fluggesellschaften würde die Vereinbarung einen schnelleren Zugang zu neuen Jets mit einer besseren Treibstoffeffizienz bringen, da sich die Aufträge für den A350 von Airbus und den konkurrierenden 787 Dreamliner von Boeing stapeln.

Airbus-Chef rechnet weiterhin mit Lieferkettenengpässen

Der weltgrößte Flugzeughersteller Airbus rechnet beim Ausbau seiner Produktion mit anhaltenden Engpässen bei Zulieferern. Die seit der Corona-Pandemie grassierenden Probleme in den Lieferketten dürften noch zwei bis drei Jahre anhalten, sagte Vorstandschef Guillaume Faury am Dienstag auf der Luftfahrtmesse ILA in Berlin.

Airbus wolle die Produktion seiner Schmalrumpf-Jets aus der Modellfamilie A320neo weiterhin auf 75 Maschinen pro Monat ausweiten. Dieses Ziel soll dem Plan zufolge 2026 erreicht sein. Der Ausbau gehe aber nicht in dem Tempo voran, das Airbus sich wünsche, sagte Faury.

Den Konkurrenten Comac aus China nimmt der Manager nach eigener Aussage "sehr ernst". Das Unternehmen hat mit der C919 ein Flugzeug auf dem Markt, das es mit dem Airbus A320neo und a href="/aktien/boeing-aktie">Boeings Mittelstreckenjet 737 Max aufnehmen soll. Faury erwartet, dass Comac auf dem chinesischen Markt einen signifikanten Anteil erreicht. Im Ausland ist der neue Jet bisher nicht zugelassen.

Airbus selbst bereitet sich derweil auf die Entwicklung gleich zwei neuer Flugzeugtypen vor. Einerseits will der Hersteller im nächsten Jahrzehnt einen Nachfolger für die Mittelstreckenjets aus der A320neo-Reihe fertig bekommen. Dessen Rumpf und Tragflächen bekämen wahrscheinlich die Form wie bei klassischen Flugzeugen. Möglicherweise bekomme das Flugzeug aber eine größere Flügel-Spannweite und sogenannte Open-Rotor-Antriebe, erklärte Faury. Außerdem plant Airbus bis 2035 weiterhin einen kleineren Passagierjet mit Wasserstoff-Antrieb.

Die Airbus-Aktie notiert am Dienstag im XETRA-Handel zeitweise 1,03 Prozent tiefer bei 153,52 Euro.

/mne/jha/

TOULOUSE / BERLIN (dpa-AFX)

Ausgewählte Hebelprodukte auf Airbus

Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Airbus

NameHebelKOEmittent
NameHebelKOEmittent
Wer­bung

Bildquellen: Naiyyer / Shutterstock.com, Selfiy / Shutterstock.com

Nachrichten zu Airbus SE (ex EADS)

Analysen zu Airbus SE (ex EADS)

DatumRatingAnalyst
17.07.2024Airbus SE (ex EADS) HoldDeutsche Bank AG
17.07.2024Airbus SE (ex EADS) NeutralUBS AG
17.07.2024Airbus SE (ex EADS) SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
16.07.2024Airbus SE (ex EADS) BuyJefferies & Company Inc.
16.07.2024Airbus SE (ex EADS) BuyGoldman Sachs Group Inc.
DatumRatingAnalyst
16.07.2024Airbus SE (ex EADS) BuyJefferies & Company Inc.
16.07.2024Airbus SE (ex EADS) BuyGoldman Sachs Group Inc.
15.07.2024Airbus SE (ex EADS) OutperformRBC Capital Markets
09.07.2024Airbus SE (ex EADS) BuyGoldman Sachs Group Inc.
08.07.2024Airbus SE (ex EADS) BuyJefferies & Company Inc.
DatumRatingAnalyst
17.07.2024Airbus SE (ex EADS) HoldDeutsche Bank AG
17.07.2024Airbus SE (ex EADS) NeutralUBS AG
09.07.2024Airbus SE (ex EADS) HoldDeutsche Bank AG
03.07.2024Airbus SE (ex EADS) NeutralUBS AG
01.07.2024Airbus SE (ex EADS) NeutralUBS AG
DatumRatingAnalyst
17.07.2024Airbus SE (ex EADS) SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
15.07.2024Airbus SE (ex EADS) SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
10.07.2024Airbus SE (ex EADS) SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
25.06.2024Airbus SE (ex EADS) SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
07.06.2024Airbus SE (ex EADS) SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Airbus SE (ex EADS) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"