Berkshire Hathaway im Wandel: Während Greg Abel als neuer CEO übernimmt, gibt das aktuelle Portfolio tiefe Einblicke in Warren Buffetts letzte Amtshandlungen im vierten Quartal 2025.
Gemäß den Vorschriften der US-Börsenaufsicht SEC müssen institutionelle Anleger mit einem verwalteten Vermögen von über 100 Millionen US-Dollar vierteljährlich ihre Bestände im Formular 13F offenlegen. Für Berkshire Hathaway markiert die Veröffentlichung vom 17. Februar 2026 das Ende einer fast sechs Jahrzehnte währenden Ära: Es ist das letzte Portfolio, das unter der operativen Führung von Warren Buffett als CEO abgeschlossen wurde. Zum Stichtag am 31. Dezember 2025 verwaltete die Holding ein 13F-Aktienvermögen von rund 274,16 Milliarden US-Dollar.
Der Wachwechsel: Greg Abel übernimmt das Kommando
Während die Welt noch die Portfoliodaten analysiert, hat in Omaha bereits eine neue Zeitrechnung begonnen. Seit dem 1. Januar 2026 ist der 63-jährige Greg Abel offiziell President und CEO von Berkshire Hathaway. Warren Buffett, der im August 2025 seinen 95. Geburtstag feierte, bleibt dem Unternehmen zwar als Chairman erhalten, hat die operative Leitung und die tägliche Kapitalallokation jedoch an seinen langjährigen Vertrauten übergeben.
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Die größten Schlagzeilen im Schlussquartal 2025 machte der radikale "Rotstift" bei einem Tech-Giganten: Berkshire reduzierte seine Position an Amazon massiv um 77,24 Prozent. Von den ehemals stolzen Beständen wurden über 7,7 Millionen Aktien abgestoßen.
Auch bei der Kernbeteiligung Apple hielt der Verkaufstrend an. Buffett trennte sich von weiteren 10,3 Millionen Aktien.
Die größte Überraschung war jedoch ein kompletter Neueinstieg: Berkshire kaufte über 5 Millionen Aktien der New York Times. Mit einem Wert von rund 352 Millionen US-Dollar ist die Position zwar vergleichsweise klein, gilt aber als starkes Signal für Buffetts anhaltendes Vertrauen in starke Medienmarken mit erfolgreichen Digital-Modellen.
Redaktion finanzen.net

Platz 16: Das Ranking
Investoren, die mehr als 100 Millionen US-Dollar an Vermögen verwalten, sind nach den Vorschriften der US-amerikanischen Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) dazu verpflichtet, vierteljährlich einen Bericht über ihre Investitionen einzureichen. Das geschieht mittels des 13F-Formulars, das im Anschluss öffentlich einsehbar ist. Auch Berkshire Hathaway, die Investmentgesellschaft von Warren Buffett, erfüllt mit einem Portfolio im Wert von rund 274,16 Milliarden US-Dollar diese Anforderungen. Im folgenden Ranking werden die 15 größten Aktienpositionen aufgeführt, die sich im vierten Quartal 2025 im Buffett-Depot befanden, gewichtet nach ihrem prozentualen Anteil am Gesamtdepot. Hier handelt es sich um das letzte Depot vom Altmeister, da zum ersten Januar 2026 Greg Abel seinen Posten als CEO von Berkshire übernommen hat. Stand der Daten ist der 31. Dezember 2025.
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Platz 15: MasterCard
Den Einstieg in die Top 15 markiert der Zahlungsdienstleister MasterCard. Mit unverändert 3.986.648 Aktien und einem Marktwert von rund 2,28 Milliarden US-Dollar machte diese Position 0,83 Prozent des Portfolios aus.
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Platz 14: Sirius XM
Auf Rang 14 liegt der Satellitenradio-Anbieter Sirius XM. Die Buffett-Beteiligung von 124.807.117 Aktien blieb in diesem Quartal stabil und wird mit einem Wert von rund 2,50 Milliarden US-Dollar (0,91 Prozent Depotanteil) geführt.
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Platz 13: Visa
Knapp davor platziert sich Visa. Berkshire hielt zum Stichtag weiterhin 8.297.460 Aktien ohne Veränderung im Bestand. Die Position hat einen Marktwert von 2,91 Milliarden US-Dollar und kommt auf eine Gewichtung von 1,06 Prozent.
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Platz 12: Kroger
Die Supermarktkette Kroger belegt den zwölften Platz. Mit einem unveränderten Paket von 50.000.000 Aktien repräsentiert das Unternehmen einen Wert von 3,12 Milliarden US-Dollar (1,14 Prozent des Depots).
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Platz 11: DaVita
Beim Dialysespezialisten DaVita hat Buffetts Berkshire die Reißleine leicht angezogen. Die Position wurde um 401.514 Aktien (-1,25 Prozent) reduziert. Es verblieben 31.759.065 Titel im Wert von rund 3,61 Milliarden US-Dollar im Depot und machten damit einen Anteil von 1,32 Prozent aus.
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Platz 10: Alphabet A
Die Google-Mutter Alphabet hält sich stabil in den Top 10. Die Anzahl der Aktien blieb mit 17.846.142 Titeln unverändert. Durch die Kursentwicklung stieg der Wert auf rund 5,59 Milliarden US-Dollar, was nun 2,04 Prozent des Gesamtportfolios entspricht.
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Platz 9: Kraft Heinz
Der Lebensmittelriese Kraft Heinz hält sich auf Rang neun. Trotz unveränderter Stückzahl von 325.634.818 Aktien macht die Beteiligung mit einem Wert von rund 7,90 Milliarden US-Dollar noch 2,88 Prozent des Depots aus (Vorquartal: 3,17 Prozent).
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Platz 8: Chubb
Einer der aktivsten Zukäufe des Quartals: Berkshire stockte beim Versicherer Chubb kräftig auf. Durch den Kauf von weiteren 2.916.288 Aktien (+9,31 Prozent) wuchs die Position auf 34.249.183 Titel. Der Marktwert stieg auf rund 10,69 Milliarden US-Dollar (Depotanteil: 3,90 Prozent).
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Platz 7: Occidental Petroleum
Der Ölkonzern Occidental Petroleum (OXY) festigt zwar seine Position als Kernbeteiligung auf dem siebten Rang, rutscht im Vergleich zum Vorquartal aber eine Position nach unten. Mit einem unveränderten Bestand von 264.941.431 Aktien kam die Position zum Quartalsende auf einen Marktwert von rund 10,89 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einer Gewichtung von 3,97 Prozent im gesamten US-Aktienportfolio von Berkshire Hathaway.
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Platz 6: Moody´s
Die Ratingagentur Moody's verpasst die Top 5 nur knapp. Die Position von 24.669.778 Aktien blieb unangetastet. Der Marktwert beläuft sich auf rund 12,60 Milliarden US-Dollar, was einen Depotanteil von 4,60 Prozent ausmacht.
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Platz 5: Chevron
Hier wurde kräftig zugegriffen: Berkshire erhöhte seinen Anteil am Ölriesen Chevron um 8.091.570 Aktien (+6,63 Prozent). Mit nun 130.156.362 Aktien und einem Wert von rund 19,84 Milliarden US-Dollar klettert Chevron auf einen Portfolioanteil von 7,24 Prozent.
Quelle: sec.gov, Bild: Lowe Llaguno / Shutterstock.com

Platz 4: Coca-Cola
Der "Evergreen" im Depot: Die Beteiligung an Coca-Cola blieb mit exakt 400.000.000 Aktien absolut konstant. Mit einem Wert von rund 27,96 Milliarden US-Dollar macht der Konzern stolze 10,20 Prozent des Buffett-Portfolios aus.
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Platz 3: Bank of America
Auf dem Treppchen findet sich die Bank of America, auch wenn hier massiv verkauft wurde. Berkshire reduzierte die Position um über 50,7 Millionen Aktien (-8,94 Prozent). Dennoch verbleiben 517.295.934 Titel im Wert von rund 28,45 Milliarden US-Dollar und machen einen Anteil von 10,38 Prozent des Depots aus.
Quelle: sec.gov, Bild: Northfoto / Shutterstock.com

Platz 2: American Express
Die Silbermedaille geht an American Express. Ohne Veränderung im Bestand (151.610.700 Aktien) profitierte die Position stark von Kursgewinnen. Mit einem Marktwert von 56,09 Milliarden US-Dollar macht AmEx nun über ein Fünftel (20,46 Prozent) des Portfolios aus.
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Platz 1: Apple
Trotz einer erneuten Reduzierung um 10.294.956 Aktien (-4,32 Prozent) bleibt Apple die unangefochtene Nummer eins. Die verbleibenden 227.917.808 Papiere haben einen monumentalen Wert von rund 61,96 Milliarden US-Dollar und eine Portfoliogewichtung von 22,60 Prozent.
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