Ausschüttungspläne

Commerzbank-Aktie springt hoch: UniCredit treibt Bankenerholung an

09.02.26 16:12 Uhr

Commerzbank-Aktie an DAX-Spitze: UniCredit schiebt europäische Bankensektor an | finanzen.net

Die Aktien der UniCredit haben nach starken Gewinnzielen ein Rekordhoch erreicht. Zudem kamen die Ausschüttungspläne am Markt gut an.

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Die Überschussziele der Italiener bis 2030 lägen über den Markterwartungen, schrieb Sofie Peterzens von Goldman Sachs nach dem Quartalsbericht. 80 Prozent ihrer Gewinne will die Bank in den kommenden Jahren für Dividenden und Aktienrückkäufe ausgeben.

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Die Aktien zogen die gesamte europäische Bankenbranche mit, die sich von ihrem jüngsten Rückschlag vom Hoch seit 2008 erholte. Die Papiere der UniCredit gewinnen zeitweise 6,44 Prozent auf 78,70 Euro.

Die Anteile der Commerzbank kletteren an der DAX-Spitze zeitweise um 1,91 Prozent auf 34,66 Euro. Damit näherten sich die Commerzbank-Aktien wieder ihrem Mehrjahreshoch von 38,40 Euro aus dem Sommer vergangenen Jahres.

Die UniCredit war im September 2024 als Großaktionärin bei der Commerzbank eingestiegen. Inzwischen hat sie ihre Beteiligung über echte Aktien auf mehr als 26 Prozent ausgebaut. Zusammen mit Finanzinstrumenten hat sie Zugriff auf mehr als 29 Prozent der Anteile. Ab 30 Prozent müssten die Italiener ein Übernahmeangebot für die übrigen Commerzbank-Aktien abgeben.

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Noch ist offen, ob UniCredit-Chef Andrea Orcel eine Offerte für die Commerzbank abgeben will. Er ließ sich da zuletzt nicht in die Karten schauen. Bisher hat er sich wegen des Widerstands der Commerzbank-Spitze, des Betriebsrats der Frankfurter und in der deutschen Politik nicht zu einem Gebot durchgerungen.

Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp versucht, das Frankfurter Geldhaus deutlich rentabler zu machen. Damit will sie die Commerzbank für die Aktionäre so attraktiv zu machen, dass sie ihre Anteile lieber behalten, als sie an das Geldhaus aus Mailand zu verkaufen.

Seit dem Einstieg der Italiener im Herbst 2024 zog der Börsenwert der Commerzbank um rund 175 Prozent auf zuletzt rund 39 Milliarden Euro an. Das heißt, die UniCredit müsste für die Papiere, die sie noch nicht direkt oder indirekt hält, gemessen am aktuellen Kurs 27 Milliarden Euro ausgeben.

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Doch nicht nur die Commerzbank-Anteile profitierten vom Einstieg der UniCredit - auch die Anteile der italienischen Bank zogen seitdem um fast 120 Prozent an. Mit einem Börsenwert von inzwischen mehr als 120 Milliarden Euro gehört die UniCredit inzwischen zu den wertvollsten Banken der Eurozone.

/ag/stk/zb/mis

FRANKFURT/MAILAND (dpa-AFX Broker)

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Bildquellen: Bocman1973 / Shutterstock.com, Frank Gaertner / Shutterstock.com

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