Bas: Mehr Vermittlung gegen das 'Fachkräfte-Paradox'

12.03.26 14:00 Uhr

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DAHLEWITZ (dpa-AFX) - Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) will Fachkräfte, die wegen des Strukturwandels ihre Stelle verloren haben, verstärkt in neue Jobs vermitteln. Bas sagte bei einem Besuch beim Flugzeugtriebwerkshersteller Rolls-Royce im brandenburgischen Dahlewitz, heute gebe es ein "Fachkräfte-Paradox". Stellenabbau auf der einen und hoher Fachkräftebedarf auf der anderen Seite stünden sich gegenüber. Durch eine bessere Vernetzung der Akteure solle es gelingen, dass es dort, wo Arbeitsplätze abgebaut würden, verstärkt zu direkter Vermittlung in andere Unternehmen komme.

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Bas und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) unterhielten sich in dem Betrieb mit Azubis, Fachkräften und Rolls-Royce-Deutschland-Chef Dirk Geisinger. Es handelte sich laut Ministerium um ein "neues Dialogformat", die erste sogenannte Regionale Fachkräftewerkstatt. Weitere Termine sollen demnach in den kommenden Monaten in mehreren Regionen folgen. Bas` Ministerium will daraus nach eigenen Angaben Handlungsempfehlungen zur Sicherung der Fachkräftebasis in Deutschland ableiten.

Woidke: "Können Extremismus nicht gebrauchen"

Woidke warnte mit Blick auf die starke Rolle des Rechtspopulismus in Ostdeutschland vor Extremismus. "Wir können Extremismus nicht gebrauchen, er schadet uns auch wirtschaftlich." Für "Erfolgsgeschichten" wie Ansiedlung und Wachstum im Fall von Rolls-Royce mit seinen vielen internationalen Beschäftigten sei Weltoffenheit nötig.

Geisinger sagte: "Rolls-Royce beschäftigt hier in Deutschland rund 10.000 hoch qualifizierte Fachkräfte, und wir wollen weiter wachsen." Bas und Woidke unterhielten sich mit angehenden Fluggeräte-Mechanikern in der Fachrichtung Triebwerkstechnik, die eine regulär dreieinhalb Jahre Ausbildung machen. Rund die Hälfte dieser Azubis in dem Betrieb habe wegen besonderer Leistung auf drei Jahre verkürzt, so eine Unternehmenssprecherin./bw/DP/nas

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