Bilanz im Blick

Ottobock-Aktie fällt trotzdem zurück: Nach Umsatz- und Gewinnplus soll weiteres Wachstum folgen

17.02.26 12:11 Uhr

Ottobock-Aktie trotzdem tiefrot: Umsätze und Gewinne steigen | finanzen.net

Der Prothesenhersteller Ottobock erwartet nach einem Umsatz- und Ergebnisplus im vergangenen Jahr weiteres Wachstum.

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Der Prothesenhersteller Ottobock hat im vergangenen Jahr Umsatz und Gewinn kräftig gesteigert. Dabei profitierte das Unternehmen von neuen Produkten sowie Zukäufen. Für 2026 zeigte sich das Ottobock optimistisch für weiteres Wachstum. Manch ein Analyst und Anleger an der Börse hatten sich indes etwas mehr erwartet. Der Aktienkurs geriet unter Druck.

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"Wir sind sehr zufrieden mit unseren im Geschäftsjahr 2025 erzielten Ergebnissen. Wie in den vergangenen Jahren haben wir unsere Position als Marktführer mit zweistelligen organischen Wachstumsraten weiter ausgebaut und einen Profitabilitätssprung erreicht", erklärte der Vorstandsvorsitzende Oliver Jakobi am Dienstag bei der Vorlage der vorläufigen Zahlen in Duderstadt bei Göttingen.

Der Konzern ist vor allem für seine Prothesen und für technische Unterstützung der Paralympics bekannt. Laut eigenen Angaben ist das Unternehmen Weltmarktführer im Bereich Prothetik. Ottobock war erst im vergangenen Oktober an die Börse gegangen und im Dezember in den Kleinwerteindex SDAX aufgestiegen.

Im vergangenen Geschäftsjahr stiegen die Umsätze insgesamt um 4,7 Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Euro, wie das Unternehmen berichtete. Im Kerngeschäft lag das Plus bei 11,7 Prozent. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Kerngeschäft legte um fast 30 Prozent auf 415,3 Millionen Euro zu. Die entsprechende Marge verbesserte sich um 3,6 Prozentpunkte auf 26 Prozent. Während die operative Gewinnentwicklung besser war als von Analysten zuvor erwartet, lag der Konzernumsatz etwas unter der Konsensschätzung.

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Das Kerngeschäft bei Ottobock umfasst die Sparten Produkte & Komponenten sowie Patient Care. Verkaufte oder zu verkaufende Bereiche hat Ottobock dabei als "Nicht-Kerngeschäft" klassifiziert.

Ottobock habe im vergangenen Jahr zahlreiche neue Produkte auf den Markt gebracht, etwa die nächste Generation eines Kniegelenks für hochaktive Nutzer und eine vollständig überarbeitete Produktgeneration in der Arm- und Handprothetik, begründete das Unternehmen die Entwicklung im vergangenen Jahr.

2026 sollen Erlöse im Kerngeschäft um fünf bis acht Prozent zulegen; manch ein Experte hatte bisher allerdings etwas mehr auf dem Zettel. Die bereinigte Marge des (Ebitda) soll im Kerngeschäft mehr als 26,5 Prozent betragen. Die Mittelfrist-Prognosen bis 2029 mit einem organischen Wachstum von sieben bis neun Prozent und einer weiteren Verbesserung der bereinigten Ebitda-Marge im Kerngeschäft auf 29 bis 30 Prozent bestätigte Ottobock.

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So bewegt sich die Ottobock-Aktie

Die Aktien von Ottobock sind am Dienstag nach der Veröffentlichung von Geschäftszahlen unter Druck geraten.

Im XETRA-Handel notiert die Ottobock-Aktie zeitweise 7,09 Prozent tiefer bei 53,75 Euro.

Das Rekordtief von 54,85 Euro aus der Vorwoche rückt damit wieder näher. Seit dem Börsengang im Oktober 2025 zu einem Ausgabepreis von 66 Euro haben die Anteilsscheine nun rund 15 Prozent verloren.

Experten lobten zwar grundsätzlich die Resultate, Analyst Richard Felton von Goldman Sachs störte jedoch der Umsatzausblick für 2026. Er liege leicht unter den Erwartungen und dem mittelfristig vom Unternehmen angestrebten Wachstumstempo.

Der Analyst hält das Ziel zwar eher für vernünftig und konservativ, in Verbindung mit dem trägen vierten Quartal könnte es aber zu Korrekturen am Konsens führen.

/nas/mis

DUDERSTADT (dpa-AFX)

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24.03.2026Ottobock BuyUBS AG
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17.02.2026Ottobock BuyGoldman Sachs Group Inc.
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