finanzen.net
13.06.2018 15:53
Bewerten
(0)

Commerzbank-Aktie leichter: Auf der Suche nach dem Zukunftsmodell

Digitale Finanzwelt: Commerzbank-Aktie leichter: Auf der Suche nach dem Zukunftsmodell | Nachricht | finanzen.net
Digitale Finanzwelt
DRUCKEN
Im Ringen um neue Kunden und mehr Gewinn versucht die Commerzbank ihr Filialgeschäft in die digitale Finanzwelt zu retten.
Der Umbau, in dem die Bank seit ihrer Rettung durch den Staat in der Finanzkrise vor zehn Jahren steckt, ist noch nicht vollendet. Sogar über eine Fusion mit der Deutschen Bank wurde spekuliert. Das steht offenbar dann aber doch nicht auf der Agenda. Was im Unternehmen los ist, was die Commerzbank-Aktie macht und was Experten dazu sagen.

Das ist los bei der Commerzbank:

Seit der Finanzkrise hat die Bank einiges mitgemacht. Erst schluckte sie die Rivalin Dresdner Bank, die bis dahin zu Europas größtem Versicherer Allianz gehörte. Dann verschluckte sie sich an ihr - und die Regierung rettete sie mit Milliardensummen, um sie im gleichen Zug zu verstaatlichen. Seither der Rettung hat sich die Bank aus eigener Kraft und mit einer gehörigen Schrumpfkur ein ganzes Stück aus dem Schlamassel gezogen. Im Zuge von Niedrigzinsen und dem Boom von Online-Banken versucht sie nun ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell zu etablieren.

Mit ihrer Tochter Comdirect ist die Commerzbank im Online-Geschäft längst stark vertreten und gewinnt von Jahr zu Jahr Kunden. Auch im eigenen Haus lockt sie Kundschaft mit Willkommensprämien - in der Hoffnung, so die Einnahmen mittelfristig nach oben zu treiben. An dem vergleichsweise dichten Filialnetz mit etwa 1000 Standorten will der Vorstand nicht rütteln. "Wenn wir so weiterwachsen wie zuletzt, werden wir bald im Schnitt 10 000 Kunden je Filiale haben - damit kann ich jedes Filialnetz profitabel managen", hatte Privatkundenchef Michael Mandel im Dezember gesagt.

Im ersten Quartal konnte die Commerzbank ihren Gewinn nur dank einer gesunkenen Steuerlast steigern. Allerdings sieht sich der Vorstand 2018 nach zwei mageren Jahren auf Kurs zu einem wieder steigenden Überschuss. "Wir wachsen in unserem Kerngeschäft und digitalisieren unser Geschäftsmodell", hatte Konzernchef Martin Zielke Anfang Mai gesagt. Auch eine Dividende soll es für 2018 wieder geben. Zuletzt hatte die Bank für 2015 eine Mini-Dividende von 20 Cent je Anteilsschein gezahlt - das einzige Mal überhaupt seit der Weltfinanzkrise.

Das macht die Aktie:

Für die Commerzbank-Aktie ging es auch zehn Jahre nach der großen Finanzkrise zuletzt wieder deutlich abwärts. Seit dem Jahreswechsel hat sie rund ein Viertel an Wert verloren. Mit rund 9,40 Euro ist sie derzeit nur noch rund 6 Prozent so viel wert wie Anfang 2008. Damit sieht es für die Commerzbank-Aktie noch etwas schlechter aus als für die Papiere der Deutschen Bank.

Bei der Commerzbank ist mit rund 15 Prozent der Anteile immer noch der Staat der größte Anteilseigner. Insgesamt ist das Institut mit knapp 12 Milliarden Euro rund 60 Prozent so viel wert wie die Deutsche Bank.

Das sagen die Analysten:

Die meisten der von dpa-AFX beobachteten Analysten haben bei der Commerzbank auf Abwarten geschaltet. Von den 19 Experten, die ihre Einschätzungen seit Anfang 2018 aktualisiert haben, raten den Anlegern 11 zum Halten der Aktien. Drei Analysten raten zum Kauf, fünf zum Verkauf der Papiere. Im Schnitt weisen die Experten der Aktie ein Kursziel von 11,19 Euro zu. Beim aktuellen Kurs hätten die Papiere damit rund 19 Prozent Luft nach oben.

Mit am positivsten beurteilt Analyst Johannes Thormann von der Bank HSBC die Commerzbank. Das Geldhaus habe gelernt, mit den anhaltenden Niedrigzinsen umzugehen. Den Fokus des Vorstands auf die Gewinnung von immer mehr Neukunden hält er für richtig. Zudem dürfte der politische Umbruch in Italien, der italienischer Staatsanleihen zuletzt belastete, im Aktienkurs eingepreist sein. Die Commerzbank hält vergleichsweise viele italienische Anleihen. Thormann erwartet jedoch nicht, dass die Anleiheschwankungen noch auf den Gewinn oder die Eigenkapitalbasis des Instituts durchschlagen.

Viel negativer sieht die Schweizer Credit Suisse die Commerzbank. Analyst Marcell Houben moniert die Geschäftsentwicklung. Die gestiegenen Erträge hätten die ebenfalls gestiegenen Kosten nicht kompensieren können. Für den Rest des Jahres erwartet er kaum Besserung. Zudem sei es zu früh, auf eine Fusion oder Übernahme des Frankfurter Geldinstituts zu hoffen, schrieb er im Mai. Der HSBC-Experte errechnet ein Kursziel von 8,80 Euro. Thorman von der HSBC traut den Papiere hingegen absehbar einen Anstieg auf 13 Euro zu./stw/mis/fba

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Julia Schwager/Commerzbank AG, Commerzbank AG, 360b / Shutterstock.com, Frank Gaertner / Shutterstock.com

Nachrichten zu Commerzbank

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Commerzbank

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
14.12.2018Commerzbank Equal-WeightMorgan Stanley
12.12.2018Commerzbank kaufenDZ BANK
10.12.2018Commerzbank HaltenIndependent Research GmbH
04.12.2018Commerzbank HoldDeutsche Bank AG
27.11.2018Commerzbank neutralMorgan Stanley
12.12.2018Commerzbank kaufenDZ BANK
08.11.2018Commerzbank overweightJP Morgan Chase & Co.
08.11.2018Commerzbank OutperformRBC Capital Markets
08.11.2018Commerzbank buyUBS AG
08.11.2018Commerzbank overweightJP Morgan Chase & Co.
14.12.2018Commerzbank Equal-WeightMorgan Stanley
10.12.2018Commerzbank HaltenIndependent Research GmbH
04.12.2018Commerzbank HoldDeutsche Bank AG
27.11.2018Commerzbank neutralMorgan Stanley
20.11.2018Commerzbank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
11.10.2018Commerzbank ReduceKepler Cheuvreux
09.08.2018Commerzbank ReduceKepler Cheuvreux
08.08.2018Commerzbank UnderperformCredit Suisse Group
07.08.2018Commerzbank UnderperformCredit Suisse Group
31.07.2018Commerzbank verkaufenCredit Suisse Group

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Commerzbank nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Fünf deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten!

Das Gute liegt oft so nah. Heimische Internet-Unternehmen rollen den Markt auf. Im neuen Anlegermagazin erwartet Sie ein Special über deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten.
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX deutlich leichter -- Wall Street im Minus -- China setzt Zölle auf Autoimporte aus den USA aus -- Scout24 prüft wohl Börsenrückzug -- Merck & Co, LEONI, Apple, ISRA VISION im Fokus

Italienische Zentralbank stutzt Wachstumsprognose für 2018. Wirtschaftsminister Altmaier erwartet 2019 keinen Konjunktureinbruch. Briten sollen künftig sieben Euro für visafreie Reisen in EU zahlen. Südzucker-Tochter CropEnergies erhöht die Prognose. Ausblick treibt die Anleger von Dr. Hönle in die Flucht. BMW-, VW- und Daimler-Aktien unter Druck infolge schwacher EU-Absatzzahlen. Bundesbank senkt BIP-Prognosen und sieht weiter Hochkonjunktur.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Gut bezahlte Jobs
Bei diesen Top-Konzernen brauchen Bewerber keinen Abschluss
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Einige Änderungen unter den Top-Positionen
Ausgaben auf Rekordniveau
Die beliebtesten Weihnachtsgeschenke 2018
Das sind die reichsten Länder Welt 2018
USA nicht mal in den Top 10
In diesen Ländern ist Netflix am teuersten
Hier müssen Abonnenten tief in die Tasche greifen
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Bahn hat den Fernverkehr am Montag wegen eines Warnstreiks bundesweit eingestellt. Haben Sie Verständnis für das Verhalten der Gewerkschaft EVG?

finanzen.net Brokerage

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Saint-Gobain S.A. (Compagnie de Saint-Gobain)872087
Deutsche Bank AG514000
Apple Inc.865985
Daimler AG710000
Amazon906866
Scout24 AGA12DM8
Fresenius SE & Co. KGaA (St.)578560
TeslaA1CX3T
Aurora Cannabis IncA12GS7
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Allianz840400
BASFBASF11
CommerzbankCBK100
Steinhoff International N.V.A14XB9
Johnson & Johnson853260