Amazon-Aktie nach Verlustserie stabil: Buffetts massive Verkäufe treffen auf positive Analysten

Nach neun Tagen im freien Fall zeigt die Amazon-Aktie wieder eine Aufwärtsbewegung. Doch während Morgan Stanley Chancen sieht, reagiert Warren Buffett mit massiven Verkäufen.
Werte in diesem Artikel
• Amazon-Aktie erholt sich nach historischer Verlustserie
• Morgan Stanley-Analysten bleiben trotz Rekord-Investitionen in KI optimistisch
• Warren Buffett reduziert Beteiligung drastisch
Nach neun aufeinanderfolgenden Handelstagen im freien Fall zeigt die Amazon-Aktie erstmals wieder Lebenszeichen. Bereits am Dienstag notierte der Anteilsschein an der NASDAQ schlussendlich 1,19 Prozent höher bei 201,15 US-Dollar. Am Mittwoch setzte sich die Aufwärtsbewegung fort und das Papier schloss 1,81 Prozent stärker bei 204,79 US-Dollar.
Am Donnerstag ging es an der NASDAQ letztlich um marginale 0,03 Prozent nach oben auf 204,86 US-Dollar.
Der Tech-Gigant verlor in der historischen Negativserie fast 400 Milliarden US-Dollar an Börsenwert. Der Grund für die Nervosität: Amazon plant Rekordinvestitionen von 200 Milliarden US-Dollar in KI-Infrastruktur. Für Anleger stellt sich die Frage: Ist das der Wendepunkt oder der Beginn einer noch größeren Korrektur?
Rekordausgaben für KI-Dominanz sorgen für Kursexplosion nach unten
Die Ankündigung von Amazon, im Jahr 2026 rund 200 Milliarden US-Dollar in Kapitalausgaben und dabei vor allem in den Ausbau von KI-Infrastruktur und Rechenzentren zu investieren, löste den massiven Ausverkauf aus. Zum Vergleich: Im Vorjahr lagen die Ausgaben bei etwa 130 Milliarden US-Dollar.
Die Kehrseite der Investitionsoffensive zeigt sich im freien Cashflow: Dieser brach 2025 auf 11,2 Milliarden US-Dollar ein, nachdem er im Vorjahr noch bei 38,2 Milliarden US-Dollar gelegen hatte. CEO Andy Jassy reagierte mit drastischen Sparmaßnahmen: Im Januar kündigte Amazon die Streichung von rund 16.000 Stellen in der Verwaltung an, um Ressourcen für die KI-Offensive freizuschaufeln.
Morgan Stanley-Analysten bleiben trotz der massiven Investitionen optimistisch: Sie bestätigen laut MarketWatch ihr Overweight-Rating und das Kursziel von 300 US-Dollar. "Wir bleiben inmitten dieser Unsicherheit optimistisch und denken weiterhin, dass [Amazon] der am meisten unterschätzte Gewinner im Bereich generative KI in unserem Coverage-Universum ist", schrieb Morgan Stanley-Analyst Brian Nowak gemäß MarketWatch.
Ein Hoffnungsschimmer: Das Umsatzwachstum von AWS beschleunigte sich im vierten Quartal 2025 auf 24 Prozent - der höchste Wert seit 13 Quartalen, hieß es. Diese Dynamik könnte die hohen Vorlaufkosten rechtfertigen. "Investitionen und die Eröffnung von Rechenzentren werden weiterhin die Wachstumsrate bestimmen", ergänzte der Experte.
Warren Buffett steigt aus: Signal zum Verkauf?
Zusätzlichen Druck übte zuletzt Warren Buffetts Berkshire Hathaway aus. Das Investmentvehikel des Börsen-Gurus reduzierte seinen Amazon-Anteil im vierten Quartal 2025 um rund 77 Prozent. Der massive Verkauf durch einen der angesehensten Investoren weltweit sorgte für Aufsehen unter Amazon-Anlegern.
Technische Erholung oder fundamentale Trendwende?
Für Investoren stellt sich nun die entscheidende Frage: Ist der Boden erreicht oder folgen weitere Verluste? Die massive Diskrepanz zwischen den Milliardeninvestitionen und dem schrumpfenden Cashflow bleibt ein Risikofaktor. Gleichzeitig könnte das starke AWS-Wachstum der Beginn einer neuen Wachstumsphase sein, die die hohen Ausgaben mittelfristig rechtfertigt.
Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Analysten wie Morgan Stanley mit ihrer optimistischen Einschätzung richtig liegen oder ob die Skepsis von Buffett gerechtfertigt war. Für risikobereite Anleger könnte die aktuelle Schwäche eine Einstiegschance darstellen - konservative Investoren warten womöglich eher auf klarere Signale zur Profitabilität der KI-Investitionen ab.
Redaktion finanzen.net
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