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09.12.2018 17:11
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1.000 Euro zum Jahresstart: Mit welchen DAX-Aktien Anleger 2018 den größten Gewinn oder Verlust erzielt haben

Gewinner und Verlierer: 1.000 Euro zum Jahresstart: Mit welchen DAX-Aktien Anleger 2018 den größten Gewinn oder Verlust erzielt haben | Nachricht | finanzen.net
Gewinner und Verlierer
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In wenigen Tagen ist das Börsenjahr 2018 vorüber. Deshalb stellt sich kurz vor dem Jahresende die Frage, welche DAX-Aktien 2018 für die größten Gewinne oder Verluste gesorgt haben. Folgend soll in einer kleinen Rechnung dargestellt werden, wie viel Gewinn oder Verlust Anleger in diesem Jahr erzielt hätten, wenn sie zum Jahresbeginn 1.000 Euro in die jeweiligen Unternehmensanteile investiert hätten.
Das Börsenjahr 2018 war ein durch politische Unsicherheiten geprägtes Jahr und für viele Unternehmen daher sehr turbulent. Neben etlichen DAX-Verlierern gab es in diesem Jahr auch einige DAX-Outperformer. Betrachtet wurden hierbei die ersten elf Monate des Börsenjahres 2018 und die Kursentwicklung von Anfang des Jahres bis Ende November. Zugrunde gelegt wurden demnach XETRA-Kurswerte zwischen dem 02.01.2018 und dem 30.11.2018.

Tops: Wirecard, adidas, Deutsche Börse und RWE

Obwohl noch wenige Handelstage anstehen, zeichnet sich bereits jetzt ab, wer der diesjährige DAX-Gewinner ist. Wirecard, der Zahlungsdienstleister, der seit dem 24. September im DAX gelistet ist, führt den Deutschen Leitindex mit Abstand an. Mit einem Kursplus im Jahresverlauf von über 50 Prozent belegt der DAX-Neuling den ersten Platz. Die Wirecard-Aktie startete das Jahr 2018 mit einem Kurs von 93,38 Euro und konnte bisher auf 140,80 Euro [XETRA-Schlusskurs vom 30.11.2018] zulegen. Hätte man zum Jahresbeginn ein Investment von 1.000 Euro getätigt und damit zehn Wirecard-Aktien für rund 933 Euro gekauft, wäre der Wert auf knapp 1.409 Euro gestiegen. Das entspricht einem Gewinn von rund 476 Euro.

Auch der Sportwarenhersteller adidas konnte bisher mit einem Kursplus von rund 16 Prozent überzeugen - und das trotz der WM-Niederlage der Deutschen Nationalelf. Ein Investment von 1.000 Euro hätte zum Jahresbeginn 2018 fünf adidas-Aktien für insgesamt ca. 835 Euro finanziert und hätte heute einen Wert von knapp 974 Euro - also ein Gewinn von knapp 140 Euro.

Ein weiterer DAX-Gewinner ist die Deutsche Börse, mit einem Kursplus von 163 Euro. Bei einem Kauf von zehn Aktien für knapp 965 Euro hätte sich der Wert bei einer Zunahme von fast 17 Prozent in den letzten elf Monaten auf rund 1.128 Euro gesteigert. Seit Jahresbeginn konnte der Kurs von 96,42 Euro auf 112,80 Euro [XETRA-Schlusskurs vom 30.11.2018] zulegen. Durch die turbulenten Zeiten an den Finanzmärkten wurde der Marktbetreiber nicht gebremst, sondern angetrieben. Durch die steigende Unsicherheit zieht zum einem das Handelsvolumen an und zudem steigt der Absicherungsbedarf mit Finanzderivaten.

Auch der Energieversorgungskonzern RWE hat trotz einiger Schlagzeilen rund um die Rodung des Hambacher Forsts in den letzten elf Monaten zulegen können. Der Konzern verbuchte bisher ein Kursplus von 11 Prozent und liegt damit dicht hinter der Deutschen Börse. Somit hätte man heute einen Gewinn von rund 114 Euro, bei einem Erwerb von 58 RWE-Aktien zu knapp 992 Euro, erzielt.

Flops: Deutsche Bank, Continental, Bayer und Covestro

Wo es Gewinner gibt, gibt es auch einige Verlierer. Die rote Laterne im deutschen Leitindex DAX hält die Deutsche Bank mit einer Kursabnahme von fast 50 Prozent im Jahresverlauf. Die jüngste Razzia hatte die Kursentwicklung erheblich belastet. Im Jahresverlauf ist die Deutsche Bank-Aktie somit von 16 Euro auf knapp die Hälfte gefallen. Damit hätte ein Investment von 1.000 Euro auch einen erheblichen Verlust mit sich gebracht. 62 Deutsche Bank-Aktien hätten zum Jahresstart mit einem Budget von 1.000 Euro für 994,11 Euro erworben werden können. Das ergibt einen Verlust von fast 495 Euro. Ende November lag der Kurs bei 8,06 Euro.

Auch die Continental-Aktie kann den Kursverfall in diesem Jahr nicht stoppen. Ein jüngster Analystenkommentar sorgte für einen herben Kursrutsch, aber auch Aussagen der Chefetage bereiteten Conti-Anlegern Bauchschmerzen. Auf einer Konferenz kündigte Continental-Finanzvorstand Wolfang Schäfer einen weiter anhaltenden Margendruck für das kommende Börsenjahr an. Aber auch in den letzten elf Monaten gehörten die Continental-Papiere zu den Verlierern im DAX. Eine Kursabnahme von rund 41 Prozent hätte in einem Verlust von 370,98 Euro bei einem Kauf von vier Aktien für insgesamt 900 Euro resultiert.

Zu den Verlierern des Börsenjahrs 2018 zählt auch der Pharmakonzern Bayer. Sowohl Prozesse um Schadensersatzansprüche aus der Verwendung des Unkrautvernichters Glyphosat des übernommenen Saatgutkonzerns Monsanto als auch der Konzernumbau machten es dem Pharmariesen in diesem Jahr sehr schwer. Vor wenigen Tagen verkündete der Konzern zudem, in den nächsten drei Jahren weltweit zehn Prozent der Belegschaft abbauen zu wollen. Die Bayer-Aktie schwächelte daraufhin. In den letzten elf Monaten büßten die Papiere rund 36 Prozent ein. Mit einem Investment von 1.000 Euro hätten Anleger ungefähr 332 Euro verloren - denn seit Jahresbeginn rutschte der Kurs von 101,46 Euro je Aktie auf 64,58 Euro [XETRA-Schlusskurs vom 30.11.2018] ab.

Covestro, der Kunststoffhersteller, musste zuletzt seine Jahresziele kippen und eine Gewinnwarnung vermelden. Ursache sei zum einen der harte Wettbewerb sowie die Rückstellung für das Effizienzprogramm, hieß es seitens des DAX-Unternehmens. Im Jahresverlauf büßten die Papiere rund 40 Prozent ein und rutschten seit Jahresbeginn von 86,14 Euro pro Aktie auf 50,86 Euro [XETRA-Schlusskurs vom 30.11.2018]. Investoren hätten demnach rund 388 Euro verloren, wenn sie zum Jahresbeginn elf Aktien á 86,14 Euro erworben hätten.

Fazit

An den letzten Handelstagen des Jahres muss noch entschieden werden, welche DAX-Aktie die beste oder schwächste Jahresperformance aufweisen kann. Doch ziemlich sicher ist bereits jetzt, dass der DAX-Neuling Wirecard das Rennen um den ersten Platz der diesjährigen Outperformers machen wird. Welche Unternehmen jedoch den zweiten oder letzten Platz ergattern, bleibt abzuwarten.


Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Ralph Orlowski/Getty Images, Julian Mezger für Finanzen Verlag, Pavel Ignatov / Shutterstock.com
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