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aktualisiert: 06.01.2020 22:20

DAX schließt signifikant tiefer -- US-Börsen erzielen leichte Zuwächse -- Aktien im Fokus: Daimler, Covestro, Merck, Wirecard

Neues zur Gigafactory von Tesla. Wirecard-Börsenthriller geht ins neue Jahr. Covestro-Aktien knicken ein. Neue Rückrufaktion bei Daimler. Merck sieht globalen Halbleitermarkt 2020 positiv. Goldpreis auf höchstem Stand seit 2013. Sunrise ernennt neuen Finanzchef. Tesla will gleich mehrere Elektroautomodelle in Brandenburg fertigen.

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Zum Auftakt der neuen Börsenwoche zeigte sich der DAX signifikant schwächer.

Der Leitindex DAX rutschte zeitweise sogar unter die Marke von 13.000 Zähler, konnte diese im weiteren Handelsverlauf aber wieder deutlich überwinden. Zum Sitzungsende verbuchte er mit aktuell 13.126,99 Punkten ein Minus von 0,7 Prozent. Der TecDAX verletzte zeitweise die 3.000-Punkte-Marke und schloss 1,1 Prozent niedriger auf 3.001,20 Zählern.

Nach der Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani in Bagdad hatte das irakische Parlament die Regierung aufgefordert, ausländische Truppen aus dem Land zu verweisen. Für den Fall eines Rauswurfs von 5.000 im Irak stationierten US-Soldaten drohte US-Präsident Donald Trump dem bisherigen US-Verbündeten mit Sanktionen "wie nie zuvor".

"Die Zuspitzung des Konflikts lässt die Risikoaversion an den Finanzmärkten schon wieder ansteigen", schrieb Devisenanalystin Antje Praefcke von der Commerzbank. Laut den Experten des Bankhauses Metzler verkompliziert eine Truppen-Ausweisung im Irak die Lage weiter. Sie betonten, die Eskalation habe an den Märkten eine Flucht in sichere Anlagehäfen zur Folge. Diese trieb Anleger heraus aus Aktien und hinein in Staatsanleihen.

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Europas Börsen beendeten den Feiertagshandel mit etwas tieferen Kursen.

Der EuroSTOXX 50 verlor zum Sitzungsende 0,55 Prozent und schloss auf 3.752,52 Zählern.

Nach wie vor drücken die geopolitischen Spannungen in der Region Iran/Irak auf die Stimmung der Investoren. Aktien sind derzeit weniger gefragt. Gekauft werden vor allem Anleihen, Rohöl und Gold. Letzteres markierte zum Wochenstart sogar den höchsten Stand seit 2013.

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Den zunehmenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran zum Trotz haben am Montag die US-Börsen ihre jüngsten Verluste gut verdaut.

Der Dow Jones legte leicht zu und verbesserte sich um 0,24 Prozent auf 28.703,38 Zähler. Der NASDAQ Composite entwickelte sich ähnlich und schloss 0,56 Prozent höher auf 9.071,46 Punkten.

Die abgemilderten Reaktionen der US-Börsen auf die steigenden Spannungen im Nahen Osten schienen zu reflektieren, dass die jüngste Eskalation die US-Wirtschaft wohl kaum in Mitleidenschaft ziehen werde, kommentierten die Experten von Capital Economics. Nach der Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani in Bagdad hatte das Parlament im Irak überraschend für einen Abzug der rund 5000 im Land stationierten US-Soldaten gestimmt. Wenige Stunden zuvor hatte US-Präsident Donald Trump seine Drohungen an die Führung im Iran nochmals massiv verschärft und vor Racheakten für die Tötung Soleimanis gewarnt. Die Regierung in Teheran sieht sich außerdem dem Wiener Atomabkommen von 2015 künftig nicht mehr verpflichtet.

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Asiens Börsen begrüßen die neue Handelswoche mit überwiegend schwächeren Notierungen.

Die japanische Börse war am Freitag geschlossen und holte nun die Abwärtsbewegung der anderen Märkte nach. Der Nikkei verlor zum Handelsschluss 1,9 Prozent und schloss auf 23.204,86 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland tendierte der Shanghai Composite hingegen seitwärts und und beendete den Handel mit 3.083,41 Zählern praktisch unverändert. Der Hang Seng in Hongkong verbuchte mit 28.226,19 Punkten ein Minus von 0,8 Prozent.

Die geopolitische Eskalation im Nahen Osten belastet die Aktienmärkte in Asien und Australien zwar auch am Montag. Allerdings hat der Verkaufsdruck deutlich nachgelassen, einige Börsenindizes liegen sogar im Plus. Zwar verschärft sich der Konflikt zwischen den Kontrahenten USA und Iran, unmittelbare Gewaltausbrüche sind aber bislang ausgeblieben. Der Iran ist nun auch formell aus dem Atomabkommen ausgetreten, dieses galt aber bereits zuvor als tot.

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