Deutsche Börse-Aktie profitiert von Iran-Marktverwerfungen

Die Aktien der Deutschen Börse haben am Dienstag erneut der weiter ausgeprägten Marktschwäche getrotzt.
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So notiert die Deutsche Börse-Aktie via XETRA am Dienstag zeitweise 1,8 Prozent höher bei 237,50 Euro. Seit Montag hat der Kurs um knapp 3 Prozent zugelegt, während der DAX um 5,7 Prozent abgerutscht ist. Die Deutsche-Börse-Aktien haben sich also in zwei Handelstagen um fast 9 Prozentpunkte besser entwickelt als der deutsche Leitindex.
Der Börsendienstleister dürfte von den stark gestiegenen Schwankungen an den Märkten profitieren. Im Blick steht zuvorderst der wegen des Iran-Krieges stark steigende Gaspreis. Als Betreiber der Energiebörse EEX dürfte die Deutsche Börse Nutznießer der enormen Schwankungen des Gaspreises sowie steigender Handelsvolumina sein. Der Gaspreis war am Vortag um rund 40 Prozent nach oben geschnellt und baute das Plus am Dienstag zuletzt um weitere 20 Prozent aus.
Doch auch im Aktien- und Anleihehandel sind die Verwerfungen stark - mit entsprechendem Handlungsbedarf der Investoren, sowohl im Xetra-Geschäft als auch an der Derivatebörse Eurex. Am Vortag wurden im März-Kontrakt auf den Dax gut 48.000 Kontrakte umgesetzt, weit mehr als sonst üblich. Es war der zweithöchste Tagesumsatz seit Kontraktbeginn. Der März-Kontrakt des Bund-Future verbuchte am Montag mit rund 2,8 Millionen gehandelten Futures einen Umsatzrekord seit Laufzeitbeginn.
Hinzu kam am Dienstag eine Kaufempfehlung der Investmentbank Jefferies. Analyst Tom Mills argumentierte ebenfalls mit dem Gaspreisanstieg. Er nannte die Aktie "eine der besseren Absicherungen gegen Volatilitäten unter den EU-Finanzwerten". Zuletzt hätten das kalte Wetter bei gleichzeitig niedrigen Gasspeicherständen besonders auf den europäischen Gasmärkten für heftige Schwankungen gesorgt.
"Die fortdauernden geopolitischen Spannungen verstärken diesen Effekt", so Mills. Davon profitiere die Deutsche Börse mittels der Tochter EEX, die rund 10 Prozent zum Umsatz der Deutschen Börse beitrage. Doppelt so hoch sei mit 20 Prozent der Umsatzanteil der Eurex, schrieb der Experte.
Konjunkturelle Risiken in Verbindung mit saisonalen Effekten dürften auch in diesem Marktsegment die Umsätze antreiben. So seien die durchschnittlichen Tagesumsätze an der Eurex im Monat März um 30 Prozent höher als der Durchschnittswert im ersten Quartal./bek/gl/mis
FRANKFURT (dpa-AFX)
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