MÄRKTE EUROPA/Börsen mit leichtem Minus vor US-Preidaten

13.02.26 13:47 Uhr

DOW JONES--Mit kleinen Verlusten zeigen sich Europas Börsen am Freitagmittag. Weiter für Verunsicherung sorgt die Angst vor disruptiven KI-Modellen, wenngleich das für die technologielastigen US-Börsen eine größere Gefahr darstellt. Laut Anlagestratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank fürchten Anleger, dass Künstliche Intelligenz bestehende Softwarelösungen ersetzen wird. Vor allem das bisherige Preismodell der Lizenzen pro Nutzer komme an seine Grenzen. Erledige eine KI die Arbeit von fünf Mitarbeitern, zahle der Kunde dennoch nur eine Lizenz. Europäische Technologiewerte können sich gegen die Sorgen stellen, da sie überwiegend auf der Seite der Zahlungsempfänger stehen: Mit den Kursen des Sektors geht es im Schnitt um 1,2 Prozent nach oben.

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Wichtigster Tagestermin sind die US-Verbraucherpreise, die Auskunft über die künftige Fed-Zinspolitik geben könnten. Gespannt wartet der Markt nun auf die US-Verbraucherpreise für Januar. Sie sollten mit plus 2,5 Prozent gegen Vorjahr dem Fed-Ziel von 2 Prozent etwas näher kommen, nachdem im Dezember noch ein Anstieg um 2,7 Prozent verzeichnet worden war. Allerdings hatten schon starke US-Arbeitsmarktdaten am Mittwoch die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen gedämpft; höhere Inflationsdaten dürften den Markt massiv belasten.

Der DAX notiert 0,1 Prozent niedriger bei 24.836 Punkten, der Euro-Stoxx-50 fällt dagegen kräftiger um 0,7 Prozent zurück. Am Devisenmarkt wertet der Euro leicht ab auf 1,1860 Dollar. Die Anleihemärkte zeigen sich wenig bewegt.

Unterstützung für den DAX kommt von den Analysten der Bank of America (BoA). Diese sind zuversichtlicher für den deutschen Aktienmarkt und haben ihn auf "Overweight" hochgestuft. Der lang erwartete Fiskalstimulus für Deutschland sei nun da und dürfte das Wachstum stützen. Die Auswirkungen begännen, sich in den Daten zu zeigen, am offensichtlichsten bei den deutschen Auftragseingängen, die auf Dreimonatsbasis annualisiert um über 40 Prozent gestiegen seien. Die BoA-Volkswirte hätten ihre Prognose für das deutsche BIP-Wachstum in diesem Jahr kürzlich auf 1 Prozent angehoben, was dazu beitrage, die Prognose für das BIP-Wachstum im Euroraum auf 1,2 Prozent zu erhöhen.

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Tagesgewinner unter den Branchen sind bisher die Rüstungs- und Luftfahrtwerte, der Sektorindex klettert um 3,6 Prozent. Gut kommen vor allem die Jahreszahlen und der erhöhte Ausblick von Safran an, die um 8,9 Prozent zulegen. Bei dem französischen Luftfahrt- und Rüstungshersteller lief das vergangene Jahr so rund, dass der Ausblick bis 2028 erhöhte wurde. "Die Gewinnerwartung bis dahin um nochmals 16 Prozent gegenüber der alten Prognose zu erhöhen, ist schon beeindruckend", sagt ein Händler. Im DAX gewinnen Rheinmetall 2,4 Prozent.

Auch von Eutelsat kommen gute Quartalsdaten, dazu ist die Finanzierung ihres geplanten Satellitennetzwerkes gesichert. Die Aktien springen um 7,3 Prozent an. Im DAX profitieren MTU von der guten Laune im Sektor und steigen 4,6 Prozent.

Um 8,5 Prozent verteuern sich die Aktien des angeschlagenen Computerspiele-Anbieters Ubisoft. Die Quartalsdaten sind nach den drastischen Restrukturierungsmaßnahmen nicht ganz so schlimm wie befürchtet ausgefallen. L'Oreal fallen indes um 3,8 Prozent. Als kritisch wird an der Börse das organische Umsatzwachstum von 6,0 Prozent gewertet. Bei den Analysten von JP Morgan heißt es dazu, dass dies unter dem Konsens von 6,1 Prozent sowie der eigenen Schätzung von plus 7,0 Prozent liege.

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Der Trend zu höheren Bewertungen europäischer Versorger scheint abrupt zum Stillstand gekommen zu sein. Den Grund dafür sehen die Citi-Analysten im Vorstoß von Bundeskanzler Friedrich Merz, die Kohlenstoffmärkte zu reformieren - da diese die EU-Industrie wettbewerbsunfähig machten. Verschärft wurde dies durch Diskussionen über eine mögliche Aussetzung der CO2-Kosten bei der Gaskraftstromerzeugung in Italien mit dem Ziel, die Energiekosten zu senken. Die Analysten wiesen bereits auf das Abwärtsrisiko für Strompreise hin, doch nun scheine sich dieses Risiko auf den CO2-Preis auszuweiten. RWE fallen mit minus 3,3 Prozent deutlich zurück. Hier belastet auch eine Abstufung auf "Marketperform" durch Bernstein.

Jenoptik geben nur 1,3 Prozent nach. Die Gesellschaft hatte im vergangenen Jahr mit einer verhaltenen Nachfrage in den Bereichen Halbleiterausrüstung und Autos zu kämpfen gehabt, wird aber nun optimistischer beim Ausblick. Auch Umstufungen sorgen wieder für kräftige Bewegungen. So springt PVA Tepla um 7,9 Prozent, nachdem BNP Paribas die Verkaufsempfehlung zurückgezogen hat. Daneben bremsen Dividendenzahlungen optisch: Bei Siemens geht es 3,5 Prozent tiefer, dort werden 5,35 Euro Dividende ausgeschüttet.

Als "enttäuschend" stuft ein Marktteilnehmer den Ausblick von Talabat ein - eine Beteiligung von Delivery Hero. Nachdem für 2026 jüngst ein stagnierendes EBITDA in Aussicht gestellt worden ist, erwartet das Unternehmen nun einen Rückgang um 13 bis 18 Prozent gegenüber Vorjahr. Die Aktie brach in der Folge ein. Damit dürfte der Konsens für das 2026er-EBITDA von Delivery Hero nach unten gehen, die Aktie notiert 3,7 Prozent im Minus.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 5.972,13 -0,7% -39,16 +3,8%

Stoxx-50 5.137,89 -0,3% -14,64 +4,8%

DAX 24.836,46 -0,1% -16,23 +1,5%

MDAX 31.112,95 -0,0% -0,75 +1,6%

TecDAX 3.632,12 +0,7% 23,60 -0,4%

SDAX 17.669,70 -0,1% -13,71 +3,0%

CAC 8.304,01 -0,4% -36,55 +2,3%

SMI 13.572,05 +0,3% 42,13 +2,0%

ATX 5.594,49 -1,9% -110,39 +7,1%

DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Mi, 17:14 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1861 -0,1% 1,1872 1,1858 +1,0%

EUR/JPY 181,82 +0,3% 181,32 181,99 -1,6%

EUR/CHF 0,9122 -0,0% 0,9124 0,9160 -1,9%

EUR/GBP 0,8718 +0,0% 0,8714 0,8694 -0,1%

USD/JPY 153,30 +0,4% 152,71 153,47 -2,6%

GBP/USD 1,3604 -0,1% 1,3621 1,3639 +1,1%

USD/CNY 6,9383 +0,1% 6,9346 6,9428 -1,3%

USD/CNH 6,9051 +0,1% 6,8982 6,9146 -1,1%

AUS/USD 0,7053 -0,5% 0,7087 0,7111 +6,2%

Bitcoin/USD 67.054,80 +1,2% 66.250,35 67.086,90 -25,7%

ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 62,24 62,65 -0,7% -0,41 +9,6%

Brent/ICE 67,10 67,52 -0,6% -0,42 +11,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 4.967,50 4.926,50 +0,8% 41,00 +13,9%

Silber 77,65 75,18 +3,3% 2,47 +5,4%

Platin 1.709,45 1.690,01 +1,2% 19,44 -3,6%

Kupfer 5,74 5,79 -0,8% -0,04 +2,2%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/cln

(END) Dow Jones Newswires

February 13, 2026 07:48 ET (12:48 GMT)

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DatumRatingAnalyst
19.03.2026Rheinmetall OverweightBarclays Capital
17.03.2026Rheinmetall OverweightJP Morgan Chase & Co.
13.03.2026Rheinmetall BuyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
12.03.2026Rheinmetall HoldWarburg Research
12.03.2026Rheinmetall KaufenDZ BANK
DatumRatingAnalyst
19.03.2026Rheinmetall OverweightBarclays Capital
17.03.2026Rheinmetall OverweightJP Morgan Chase & Co.
13.03.2026Rheinmetall BuyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
12.03.2026Rheinmetall KaufenDZ BANK
12.03.2026Rheinmetall BuyJefferies & Company Inc.
DatumRatingAnalyst
12.03.2026Rheinmetall HoldWarburg Research
11.02.2026Rheinmetall HoldWarburg Research
24.11.2025Rheinmetall Market-PerformBernstein Research
19.11.2025Rheinmetall HoldWarburg Research
19.11.2025Rheinmetall Market-PerformBernstein Research
DatumRatingAnalyst
14.06.2019Rheinmetall ReduceOddo BHF
25.01.2017Rheinmetall SellDeutsche Bank AG
06.11.2015Rheinmetall SellS&P Capital IQ
12.08.2015Rheinmetall SellS&P Capital IQ
01.06.2015Rheinmetall verkaufenCredit Suisse Group

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