MÄRKTE EUROPA/DAX gut behauptet - DHL enttäuscht mit Ausblick

05.03.26 13:01 Uhr

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte notieren am Donnerstagmittag leicht ins Plus. Die Dynamik des Vortages ist aber raus. So notiert der DAX 0,2 Prozent höher bei 24.243 Punkten, auch der Euro-Stoxx-50 handelt 0,2 Prozent im Plus. Die Schwankungen an den Aktienmärkten bleiben auf Grund der Kriegswirren im Nahen Osten und je nach Nachrichtenlage hoch. Mit vermeintlich konzilianten Tönen aus dem Iran über ein mögliches Einlenken im Atomstreit ging es am Vormittag kurz dynamischer nach oben, als sich die Berichte dann allerdings nicht verfestigten, bröckelten die Kurse erneut.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth nannte indes einen längeren Zeitrahmen für den Krieg und sagte, dieser könne bis zu acht Wochen dauern, bisher war von vier Wochen gesprochen worden. Goldman Sachs erklärt, dass das Risiko einer Korrektur angesichts der hohen Bewertung globaler Aktien hoch sei, der Nahost-Konflikt den Markt jedoch wahrscheinlich nicht in einen Bärenmarkt stürzen werde. Der Preis für Öl, der aktuelle Gradmesser für die Risikobereitschaft unter Investoren, notiert am Mittag mit 83,20 Dollar je Barrel Brent stabil. Der Euro handelt etwas tiefer bei gut 1,16 Dollar.

Neben den Nahost-Schlagzeilen gilt es auch Geschäftsausweise zu verarbeiten. So hat DHL Group (-3,5%) ihr Gewinnziel für 2025 auch bei einem leicht schwächeren vierten Quartal übertroffen. Obwohl der Umsatz wegen negativer Währungseffekte und rückläufiger Transportvolumina auf Routen in die USA im vergangenen Jahr um 1,6 Prozent auf 82,9 Milliarden Euro gesunken ist, gelang es dem Logistikkonzern, das operative Ergebnis (EBIT) um 3,7 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro zu steigern, was der Markterwartung entspricht. Von MPCM heißt es allerdings, dass der Ausblick für das neue Geschäftsjahr hinter dem Konsens geblieben sei.

Bei Merck KGaA steht wohl ein weiteres Übergangsjahr an, was Anleger mit einem Kursminus von 1,6 Prozent quittieren. Der Pharma- und Technologiekonzern hat seine Prognose im vergangenen Geschäftsjahr erreicht, gibt für das laufende Jahr allerdings unter Verweis auf negative Wechselkurseffekte einen verhaltenen Ausblick. So soll der Umsatz bestenfalls leicht steigen, möglicherweise aber auch leicht sinken. Beim operativen Ergebnis sind die Chancen eines Rückgangs noch größer.

Bayer hat einen wichtigen Etappenerfolg bei der geplanten Einigung mit zahlreichen Klägern um den Unkrautvernichter Roundup (Glyphosat) in den USA erzielt. Die vollständige Annahme des Vergleichs durch die Kläger ist für die Analysten bei Berenberg noch keine ausgemachte Sache, und ein Urteil des US-Supreme Court bleibe entscheidend. Anleger zeigen sich skeptisch, die Aktie verliert 0,7 Prozent.

Während die 2025er-Zahlen bei Renk im Rahmen der Erwartung ausgefallen seien, moniert ein Aktienhändler den Ausblick auf das laufende Jahr. So strebe Renk einen Umsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro an, hier liege der Konsens knapp darüber. Das bereinigte EBIT werde in der Spanne von 255 Millionen bis 285 Millionen Euro erwartet, hier bewege sich der Konsens bereits am oberen Rand. Die Aktie handelt in Folge 4 Prozent tiefer.

GFT Technologies SE (11,4%) hat die Prognose für das Geschäftsjahr 2025 übertroffen und damit die Umsetzungskraft ihrer KI-fokussierten Fünf-Jahres-Strategie unter Beweis gestellt. Die Ergebnisse spiegeln die disziplinierte Skalierung des KI-gestützten Delivery-Modells von GFT in einem Umfeld wider, das von selektivem Investitionsverhalten der Kunden geprägt war.

Ströer (-4,2%) hat ebenfalls Viertquartalszahlen für 2025 vorgelegt. Umsatz und EBITDA lagen für die Analysten bei JP Morgan einen Hauch über den Erwartungen und bestätigten eine widerstandsfähige operative Leistung im Quartal. Die Prognose für 2026 enttäusche jedoch wegen zuvor optimistischeren Tönen.

Rentokil Initial (+11%) habe trotz Herausforderungen beruhigende Ergebnisse geliefert, urteilt Andrew Brooke, Analyst bei RBC Capital Markets. Der britische Anbieter von Dienstleistungen in den Bereichen Schädlingsbekämpfung, Hygiene und Arbeitskleidung scheine auf dem richtigen Weg zu sein, "obwohl die entscheidende Frühjahrs- bzw. Sommerperiode der Prüfstein sein wird", meint der Analyst.

Die Aktien von Davide Campari-Milano legen um 10 Prozent zu, nachdem der Spirituosenhersteller angekündigt hat, weiterhin in das Umsatzwachstum seiner Marken investieren zu wollen. Dies weckt Hoffnungen auf neue Impulse, nachdem sich das Wachstum bereits Ende vergangenen Jahres beschleunigt hatte.

Die Prognose von Galderma (+8%) für dieses Jahr ist stärker als erwartet ausgefallen, erläutert Analyst Stefan Schneider von Vontobel. Für 2026 strebt der Schweizer Konzern ein Nettoumsatzwachstum von 17 bis 20 Prozent bei konstanten Wechselkursen und eine Kern-EBITDA-Marge von rund 26 Prozent bei konstanten Wechselkursen an.

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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 5.879,55 +0,2 8,63 5.870,92 16,8

Stoxx-50 5.110,93 +0,2 9,26 5.101,67 11,9

DAX 24.242,77 +0,2 37,41 24.205,36 19,9

MDAX 30.500,94 +0,5 143,66 27.039,42 15,3

TecDAX 3.728,08 +0,3 9,95 3.091,28 4,8

SDAX 17.741,89 +1,1 185,88 13.062,07 22,4

CAC 8.175,39 +0,1 7,66 8.167,73 10,0

SMI 13.502,34 -0,1 -8,40 13.510,74 11,4

ATX 5.548,79 +0,6 32,94 5.515,85 38,3

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:25 Uhr

EUR/USD 1,1609 -0,2 -0,0024 1,1633 1,1593

EUR/JPY 182,69 NULL 0,0000 182,69 182,9200

EUR/CHF 0,9059 -0,0 -0,0003 0,9062 0,9072

EUR/GBP 0,8689 -0,1 -0,0007 0,8696 0,8704

USD/JPY 157,34 +0,2 0,3100 157,03 157,7700

GBP/USD 1,3357 -0,1 -0,0015 1,3372 1,3315

USD/CNY 6,8912 -0,1 -0,0057 6,8969 6,8996

USD/CNH 6,9005 +0,1 0,0080 6,8925 6,9232

AUS/USD 0,7049 -0,3 -0,0024 0,7073 0,7018

Bitcoin/USD 72.888,94 -0,6 -457,61 73.346,55 68.941,37

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 77,09 +3,3 2,43 74,66

Brent/ICE 83,38 +2,4 1,98 81,40

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 5.163,19 +0,5 27,87 5.135,32

Silber 84,23 +1,0 0,82 83,41

Platin 2.164,04 +0,7 15,54 2.148,50

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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11.03.2026RENK BuyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
09.03.2026RENK BuyWarburg Research
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