MÄRKTE EUROPA/DAX gut behauptet - Goldpreis klettert über 5.000 US-Dollar

26.01.26 18:07 Uhr

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Aktien

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DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte haben nach anfänglichen Startschwierigkeiten am Montag im Plus geschlossen. Der DAX legte 0,1 Prozent auf 24.933 Punkte zu, der Euro-Stoxx-50 gewann 0,2 Prozent auf 5.958 Punkte. Diese Woche verspricht spannend zu werden, denn die Berichtssaison in Europa nimmt Fahrt auf. Rund 50 Unternehmen aus dem Stoxx-600 legen Quartalszahlen vor. Aus Deutschland berichten unter anderem SAP und Deutsche Bank. Am Mittwoch steht zudem die Zinsentscheidung der US-Notenbank an, hier wird fest mit der Bestätigung des Leitzinsniveaus gerechnet. Jüngste Daten zum bevorzugten Inflationsmaß der Fed zeigten eine Inflation, die hartnäckig auf zu hohem Niveau verharrte.

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Märkte der Stunde bleiben Edelmetalle. Der Goldpreis hat erstmals die Marke von 5.000 Dollar je Feinunze überwunden und auch deutlich hinter sich gelassen: Aktuell steigt das Edelmetall um 1,9 Prozent auf 5.083 Dollar. Noch stärker nach oben geht es mit dem Silberpreis, der um 10 Prozent zulegt. Der Preisanstieg wird aber an den Aktienmärkten nicht gefeiert, sondern als Krisen-Indikator und Flucht aus dem US-Dollar gewertet.

Neuerlicher Shutdown in den USA droht

Die Eskalation in den USA mit dem Tod eines weiteren US-Bürgers durch die Einwanderungsbehörde ICE beunruhigt viele Anleger. Angesichts der eskalierenden Gewalt in Minneapolis hat der demokratische Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer, angekündigt, ein umfangreiches Ausgabenpaket, über das in der kommenden Woche im Senat abgestimmt werden soll, zu blockieren. Hier sehen die Marktstrategen der DZ Bank ein Problem. Um den Senat zu passieren, benötige das Ausgabenpaket 60 Stimmen. Da die Republikaner derzeit nur über 53 Sitze verfügten, seien sie auf die Unterstützung der Demokraten angewiesen. Die innenpolitische Tragweite macht auch der Wirtschaft Sorgen: Am Wochenende forderten mehr als 60 CEOs von Firmen eine Deeskalation in Minnesota, darunter Cargill, Target und Unitedhealth.

Ifo-Stagnation im Januar enttäuschend

Alexander Krüger, Chefvolkswirt von Hauck Aufhäuser Lampe, fand die Stagnation des Ifo-Geschäftsklimaindex im Januar "gemessen an den immensen Schuldenplänen der Politik" enttäuschend. "Die Lagebeurteilung bleibt schlecht, die Erwartungen profitieren vom Fiskalpaket bisher nicht", schrieb er in einem Kommentar. Selbst bei der Sicht durch die rosarote Brille sei die Konjunkturlage weiter ernst. "Für eine echte Aufbruchsstimmung muss das Geschäftsklima endlich klettern, und das deutlich."

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Im europäischen Stoxx-Universum stieg der Index der rohstoffnahen Basic Resources um 1,7 Prozent, dahinter legten die Indizes der Versorger und Banken um 1,2 bzw. 1 Prozent zu. Auf der anderen Seite fiel der Index der Reise- und Freizeitaktien um 0,9 Prozent. Kurstechnisch in einem höheren Orbit bewegte sich die Aktie des Satellitenbauers OHB mit Plus 33 Prozent. Der Satellitenhersteller hat Kooperationsgespräche mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall bestätigt. Dabei gehe es "um eine Zusammenarbeit für die Beteiligung an möglichen Vergabeverfahren der öffentlichen Hand", teilten die Bremer mit, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Zuvor hatten die Financial Times (FT) und das Handelsblatt unter Berufung auf informierte Personen berichtet, die beiden Unternehmen sprächen über eine gemeinsame Bewerbung für ein Satellitenprojekt der Bundeswehr. Es soll sich dabei um die Satellitenkonstellation "SATCOMBw Stufe 4" handeln. Mit mindestens hundert Satelliten sollen bis 2029 Panzer, Schiffe oder Soldaten miteinander vernetzt werden. Der Streubesitz in der Aktie von OHB ist extrem gering und sorgt daher für hohe Kursausschläge.

Die Aktien von Friedrich Vorwerk stiegen um 7,3 Prozent. Hier kamen die starken Zahlen zum vierten Quartal gut an. Von Jefferies wurden die Zahlen gelobt, der Gewinn (EBIT) liege 14 Prozent über ihrer Schätzung. Die Liquidität habe sich deutlich verbessert. Allerdings seien Auftragsbestand und -eingänge leicht zurückgegangen.

Ryanair verloren 2,3 Prozent. Die Prognose-Anhebung für das Geschäftsjahr 2026 wirke konservativ, da sie im Großen und Ganzen den Konsensschätzungen entspreche, so UBS-Analyst Jarrod Castle. Allerdings hätten die Einnahmen und der Nettogewinn vor Sondereffekten im dritten Quartal die Erwartungen übertroffen. Die Bilanz der Fluggesellschaft biete Spielraum, um im Mai eine Anleihe im Wert von 1,2 Milliarden Euro zurückzuzahlen, fügt er hinzu.

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Die Aktien der Nahrungsmittelhersteller Danone und Nestle notierten 2,3 und 0,9 Prozent im Minus. Hier belastete die Sorge um kontaminierte Baby-Nahrung. Neben den Kosten für den Rückruf sei vor allem der Schaden für die Marken noch nicht absehbar, hieß es. Danone hat den Rückruf ausgewählter Chargen seiner Säuglingsnahrung angekündigt. Der Schritt erfolge in Übereinstimmung mit den Leitlinien mehrerer Lebensmittelsicherheitsbehörden.

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Index Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn*

Euro-Stoxx-50 5.957,80 +0,2% +2,7%

Stoxx-50 5.071,40 +0,2% +2,9%

Stoxx-600 609,57 +0,2% +2,7%

XETRA-DAX 24.933,08 +0,1% +1,7%

FTSE-100 London 10.143,44 k.A. +2,2%

CAC-40 Paris 8.131,15 -0,1% -0,1%

AEX Amsterdam 998,74 -0,1% +5,1%

ATHEX-20 Athen 5.794,61 +0,7% +7,5%

BEL-20 Bruessel 5.332,66 +0,3% +4,7%

BUX Budapest 126.663,78 +1,3% +12,6%

OMXH-25 Helsinki 5.903,52 +0,9% +2,6%

ISE NAT. 30 Istanbul 13.177,32 k.A. +15,4%

OMXC-20 Kopenhagen 1.778,72 +0,1% +10,5%

PSI 20 Lissabon 8.577,23 +0,2% +3,6%

IBEX-35 Madrid 17.680,50 +0,8% +1,4%

FTSE-MIB Mailand 44.950,32 +0,3% -0,3%

OBX Oslo 1.649,96 +0,3% +3,0%

PX Prag 2.741,03 +0,8% +1,2%

OMXS-30 Stockholm 3.024,15 +0,3% +4,5%

WIG-20 Warschau 3.356,01 +1,7% +3,6%

ATX Wien 5.525,07 +0,1% +3,6%

SMI Zuerich 13.142,02 -0,0% -0,9%

*bezogen auf Vortagesschluss

DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Fr, 17:20 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1886 -0,0% 1,1889 1,1754 +1,1%

EUR/JPY 182,94 -0,5% 183,77 185,76 -0,5%

EUR/CHF 0,9215 +0,0% 0,9215 0,9277 -1,1%

EUR/GBP 0,8678 -0,2% 0,8692 0,8666 -0,5%

USD/JPY 153,91 -0,4% 154,57 158,04 -1,6%

GBP/USD 1,3697 +0,1% 1,3678 1,3564 +1,5%

USD/CNY 6,9881 -0,1% 6,9953 6,9953 -0,4%

USD/CNH 6,9494 +0,0% 6,9478 6,9632 -0,4%

AUS/USD 0,6933 +0,1% 0,6927 0,6869 +3,8%

Bitcoin/USD 87.617,00 +1,3% 86.450,10 89.577,30 -2,5%

ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 60,76 61,07 -0,5% -0,31 +6,6%

Brent/ICE 65,63 65,88 -0,4% -0,25 +8,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 5.097,09 4.984,53 +2,3% 112,56 +15,4%

Silber 114,79 103,28 +11,1% 11,50 +44,9%

Platin 2.404,89 2.342,60 +2,7% 62,29 +33,8%

Kupfer 5,99 5,95 +0,8% 0,05 +3,8%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

(Angaben ohne Gewaehr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/cln

(END) Dow Jones Newswires

January 26, 2026 12:08 ET (17:08 GMT)

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DatumRatingAnalyst
21.01.2026Rheinmetall OverweightBarclays Capital
20.01.2026Rheinmetall OutperformBernstein Research
15.01.2026Rheinmetall BuyGoldman Sachs Group Inc.
13.01.2026Rheinmetall BuyDeutsche Bank AG
12.01.2026Rheinmetall OverweightJP Morgan Chase & Co.
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21.01.2026Rheinmetall OverweightBarclays Capital
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15.01.2026Rheinmetall BuyGoldman Sachs Group Inc.
13.01.2026Rheinmetall BuyDeutsche Bank AG
12.01.2026Rheinmetall OverweightJP Morgan Chase & Co.
DatumRatingAnalyst
24.11.2025Rheinmetall Market-PerformBernstein Research
19.11.2025Rheinmetall HoldWarburg Research
19.11.2025Rheinmetall Market-PerformBernstein Research
11.11.2025Rheinmetall Market-PerformBernstein Research
06.11.2025Rheinmetall Market-PerformBernstein Research
DatumRatingAnalyst
14.06.2019Rheinmetall ReduceOddo BHF
25.01.2017Rheinmetall SellDeutsche Bank AG
06.11.2015Rheinmetall SellS&P Capital IQ
12.08.2015Rheinmetall SellS&P Capital IQ
01.06.2015Rheinmetall verkaufenCredit Suisse Group

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