MÄRKTE EUROPA/Fester - Adidas-Aktie nach Zahlen gesucht

30.01.26 18:06 Uhr

DOW JONES--Fester sind die europäischen Aktienmärkte am Freitag aus dem Handel gegangen. Für den DAX ging es um 0,9 Prozent auf 24.539 Punkte nach oben, der Euro-Stoxx-50 erhöhte sich um ebenfalls 0,9 Prozent auf 5.948 Punkte. Im Fokus des Marktes stand vor allem die Ernennung eines Nachfolgers für US-Notenbankpräsident Jerome Powell. US-Präsident Donald Trump hat Kevin Warsh nominiert, der an den Wettmärkten als aussichtsreichster Kandidat gehandelt wurde. Trump hatte Warsh bereits in seiner ersten Amtszeit für den Vorsitz in Betracht gezogen, sich letztlich aber für Powell entschieden.

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Die Berichtssaison nahm dagegen zum Wochenausklang eine Auszeit. Bei den Konjunkturdaten im Fokus standen neue BIP-Daten. So ist die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal 2025 erstmals seit Jahresbeginn wieder gewachsen, und zwar etwas stärker als prognostiziert. Die deutschen Verbraucherpreise stiegen im Januar im erwarteten Rahmen. Das Wirtschaftswachstum im Euroraum ist im vierten Quartal 2025 etwas stärker als erwartet ausgefallen. Die US-Erzeugerpreise stiegen stärker als angenommen, Der Chicago-Einkaufsmanager-Index zog im Januar kräftig an.

Der Goldpreis baute seine Vortagesverluste weiter aus. Damit kam es nach der jüngsten Rekordjagd, die das Edelmetall bis knapp an die Marke von 5.600 Dollar je Feinunze geführt hat, zu kräftigen Gewinnmitnahmen. Im späten europäisch dominierten Handel fiel die Feinunze um 8,1 Prozent auf 4.947 Dollar. Der ebenfalls stark gestiegene Silberpreis sackte um 21 Prozent ab.

Die US-Demokraten haben indes eine Vereinbarung mit dem Weißen Haus getroffen, um einen längeren Regierungsstillstand abzuwenden. Die Abgeordneten des Senats werden versuchen, diesen noch am Freitagabend (Ortszeit) zu verabschieden.

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Unter den Einzelwerten erhöhten sich Adidas um 3,9 Prozent. Der Sportartikelhersteller habe mit Umsatzwachstum und Rohertragsmarge im vierten Quartal die Markterwartungen übertroffen, so die DZ Bank. Zudem verwiesen die Analysten auf den geplanten Aktienrückkauf im Volumen von bis zu 1 Milliarde Euro.

SAP erholten sich etwas von den kräftigen Vortagesabgaben und legten um 3,6 Prozent zu. Die LBBW hält den Kursabsturz für übertrieben. Hintergrund des abnehmenden Cloud-Wachstums sei ein höherer Anteil an größeren und auch länger laufenden Aufträgen. Deren Anteil am Auftragseingang habe über die vergangenen Quartale stetig zugenommen und im vierten Quartal 2025 mit 71 Prozent einen neuen Höchststand erreicht.

Atoss Software stiegen nach den Geschäftszahlen um 3,8 Prozent. Sowohl Umsatz als auch Marge waren etwas besser als von Analysten erwartet ausgefallen. Den Ausblick nannte ein Händler aber vorsichtig, denn Atoss sprach von einer Margen-Erwartung von "mindestens 32 Prozent". Jedoch wurden im abgelaufenen Jahr schon 36 Prozent erzielt.

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Geschäftszahlen gab es zudem von Swatch (+13,4%). Positiv gesehen wurde die Umsatzerholung zum Jahresende. Die Vontobel-Analysten sprachen von einer starken Beschleunigung des Wachstums mit mehr als 7 Prozent im vierten Quartal. Entsprechend sei der Ausblick auf das laufende Jahr deutlich optimistischer ausgefallen als erwartet. Auf der negativen Seite sahen sie die andauernde Margen-Kompression.

Gute Zahlen kamen aus Europas Bankensektor, wie es im Handel hieß. Dieser legte um 1,7 Prozent zu. Sowohl die spanische Caixabank (+6,8%) als auch die österreichische Raiffeisen Bank International (+0,7%) hätten die Erwartungen erfüllt oder lägen einen Tick darüber.

Ein erfolgreiches Börsendebüt verzeichneten Asta Energy. Der erste Kurs lag bei 43,00 Euro nach einem Ausgabepreis von 29,50 Euro. Zum Handelsende stand der Kurs bei 40,00 Euro. Insgesamt wurden im Rahmen des Angebots rund 6,45 Millionen Aktien platziert. Mit dem Bruttoemissionserlös von ca. 125 Millionen Euro soll das internationale Wachstum beschleunigt werden.

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Index Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn*

Euro-Stoxx-50 5.947,81 +0,9% +1,7%

Stoxx-50 5.084,12 +0,8% +2,6%

Stoxx-600 611,00 +0,6% +2,5%

XETRA-DAX 24.538,81 +0,9% -0,7%

FTSE-100 London 10.154,43 k.A. +2,8%

CAC-40 Paris 8.126,53 +0,7% -1,0%

AEX Amsterdam 1.001,65 +0,5% +4,8%

ATHEX-20 Athen 5.895,09 -0,9% +11,1%

BEL-20 Bruessel 5.385,38 +0,2% +5,8%

BUX Budapest 128.831,58 +0,7% +15,2%

OMXH-25 Helsinki 5.802,33 -0,1% +1,8%

ISE NAT. 30 Istanbul 13.838,29 k.A. +22,8%

OMXC-20 Kopenhagen 1.722,98 +0,2% +6,9%

PSI 20 Lissabon 8.662,19 +0,2% +4,6%

IBEX-35 Madrid 17.880,90 +1,7% +1,6%

FTSE-MIB Mailand 45.542,49 +1,0% +0,8%

OBX Oslo 1.681,65 +0,2% +5,0%

PX Prag 2.763,26 +0,1% +2,8%

OMXS-30 Stockholm 3.026,57 -0,2% +5,1%

WIG-20 Warschau 3.373,88 -0,2% +6,2%

ATX Wien 5.604,90 +0,5% +4,7%

SMI Zuerich 13.188,26 +0,3% -0,9%

*bezogen auf Vortagesschluss

DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Mi, 17:15 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1878 -0,8% 1,1969 1,1938 +1,9%

EUR/JPY 183,36 +0,1% 183,13 183,42 -0,6%

EUR/CHF 0,9165 +0,1% 0,9153 0,9190 -1,7%

EUR/GBP 0,8660 -0,1% 0,8667 0,8664 -0,6%

USD/JPY 154,37 +0,9% 153,00 153,65 -2,4%

GBP/USD 1,3717 -0,7% 1,3810 1,3780 +2,5%

USD/CNY 6,9769 -0,1% 6,9829 6,9753 -0,6%

USD/CNH 6,9543 +0,1% 6,9449 6,9465 -0,4%

AUS/USD 0,6989 -0,9% 0,7049 0,6994 +5,6%

Bitcoin/USD 82.949,85 -1,7% 84.399,80 89.190,60 -4,6%

ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 65,82 65,42 +0,6% 0,40 +13,8%

Brent/ICE 70,82 70,71 +0,2% 0,11 +14,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 4.946,53 5.380,15 -8,1% -433,62 +24,5%

Silber 91,33 115,64 -21,0% -24,31 +62,2%

Platin 1.860,74 2.205,78 -15,6% -345,04 +25,8%

Kupfer 5,95 6,20 -4,1% -0,25 +7,5%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/mgo

(END) Dow Jones Newswires

January 30, 2026 12:07 ET (17:07 GMT)

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