MÄRKTE EUROPA/Knapp behauptet - FMC und MTU nach Zahlen sehr schwach
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DOW JONES--Europas Börsen sind mit kleinen Verlusten in den Handel am Dienstag gestartet und damit zunächst weiter auf dem Weg nach unten. Die US-Vorgaben sind schwach, die Unsicherheiten groß. Sie reichen vom neuen Zollchaos über eine mögliche US-Militärintervention im Iran hin zu anhaltenden Sorgen über dispruptive Wirkungen von Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz (KI). Citrini Research veröffentlichte am Wochenende ein hypothetisches Szenario, in dem KI die Wirtschaft in naher Zukunft negativ beeinflusst. Die Analysten nannten darin zahlreiche Unternehmen verschiedenster Branchen, deren Geschäftsmodell sie bedroht sehen.
Der DAX verliert 0,2 Prozent auf 24.955 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es ebenfalls um 0,2 Prozent nach unten. Der Euro zeigt sich wenig verändert bei 1,1786 Dollar. Am Anleihemarkt ziehen die Kurse leicht an und bauen die Gewinne vom Vortag aus. Gold gerät unter Abgabedruck, nachdem das Edelmetall zu Wochenbeginn von den Unsicherheiten noch profitieren konnte.
"Jetzt muss sich zeigen, welche Kaufschwellen die Mutigen auswählen. Zuletzt kamen bei Kursverlusten jedes Mal Käufer in den Markt. Es ist aber gut möglich, dass die wenigen Kaufwilligen auf tiefere Kurse warten", so Thomas Altmann von QC Partners zum DAX. D
Nach einem ruhigen Wochenbeginn nimmt die Berichtssaison am Dienstag wieder langsam an Fahrt auf. Impulse könnten daneben von der Rede zur Lage der Nation von US-Präsident Trump kommen. Sie findet aber erst in der Nacht zum Mittwoch statt. In dieser könnte er sich zum Urteil des Obersten Gerichtshofs gegen seine Zölle äußern oder auch über das weitere Vorgehen im Iran.
Am späten Mittwoch stehen dann neue Geschäftszahlen von Nvidia auf dem Programm. Nvidia gilt als KI-Flaggschiff. Die Zahlen haben oft Signalwirkung über das Unternehmen hinaus - nicht nur für Halbleiter- und Wachstumsaktien, sondern für den gesamten Markt.
FMC brechen ein - Ausblick verstimmt
Trotz starker Zahlen brechen FMC im frühen Geschäft um 6,5 Prozent ein. Belastend wirkt der Ausblick. Der Dialysedienstleister sieht auch in diesem Jahr noch keine Trendwende auf dem für ihn so wichtigen US-Markt. Unter Berücksichtigung negativer Währungseffekte rechnen die Analysten von JP Morgan mit einer Abwärtsrevision der Konsensschätzung für das operative Ergebnis im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Die Fresenius-Aktie verbilligt sich um 0,8 Prozent.
Mit einem Minus von 5,7 Prozent reagieren auch MTU Aero empfindlich auf Geschäftszahlen. Belastend wirkt auch hier der Ausblick, speziell die Erwartung an den freien Cashflow. Der Triebwerkebauer strebe etwa 500 Millionen Euro an, dem laut JP Morgan eine Konsenserwartung von 545 Millionen gegenübersteht. Die Ziele von MTU seien aber typischerweise konservativ.
SAP knüpfen an die Verluste vom Vortag an und geben um 1,7 Prozent. Anleger meiden die Aktie nach Einschätzung aus dem Handel weiterhin aus Sorge vor den möglichen disruptiven Auswirkungen von KI-Technologie auf das Geschäftsmodell. Der Sektor war am Vortag an der Wall Street erneut unter Druck geraten.
Telefonica ziehen dagegen um 0,2 Prozent an. Morgan Stanley spricht von guten Viertquartalszahlen. Daneben sei der Ausblick für den freien Cashflow an den oberen Rand, der auf dem Kapitalmarkt genannten Prognose angepasst worden.
Bei den deutschen Nebenwerten geht es im SDAX für SFC Energy um knapp 6 Prozent nach oben. Der Brennstoffzellenspezialist rechnet für 2026 erneut mit merklichem Umsatzwachstum und steigenden Gewinnen.
Elmos Semiconductor hat 2025 bei nur leichtem Wachstum deutlich an Gewinn und Marge eingebüßt. Das Halbleiterunternehmen rechnet für das neue Geschäftsjahr aber mit einer Rückkehr zu strukturellem Wachstum. Der Kurs legt um fast 5 Prozent zu. Generell sind aktuell Aktien aus der Halbleiterbranche gesucht. Suss Microtec und Aixtron verteuern sich um 3 bis 4 Prozent.
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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 6.101,06 -0,2 -12,86 6.113,92 16,8
Stoxx-50 5.232,44 -0,2 -12,72 5.245,16 11,9
DAX 24.955,09 -0,2 -36,88 24.991,97 19,9
MDAX 31.518,88 +0,4 139,47 27.039,42 15,3
TecDAX 3.702,59 +0,4 12,93 3.091,28 4,8
SDAX 17.989,92 +0,8 139,58 13.062,07 22,4
CAC 8.488,68 -0,1 -8,49 8.497,17 10,0
SMI 13.906,78 +0,3 35,72 13.871,06 11,4
ATX 5.751,78 -1,1 -65,79 5.817,57 38,3
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 18:37
EUR/USD 1,1784 NULL 0,0000 1,1784 1,1791
EUR/JPY 183,72 +0,8 1,4600 182,26 182,0200
EUR/CHF 0,9125 -0,0 -0,0004 0,9129 0,9127
EUR/GBP 0,8735 +0,0 0,0003 0,8732 0,8742
USD/JPY 155,91 +0,8 1,2900 154,62 154,3700
GBP/USD 1,3488 -0,0 -0,0001 1,3489 1,3484
USD/CNY 6,8773 -0,4 -0,0307 6,9080 6,9080
USD/CNH 6,8738 -0,2 -0,0150 6,8888 6,8887
AUS/USD 0,7065 +0,2 0,0012 0,7053 0,7049
Bitcoin/USD 63.223,82 -2,1 -1.351,89 64.575,71 64.453,47
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 66,52 +0,3 0,21 66,31
Brent/ICE 71,56 +0,1 0,07 71,49
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 5.172,27 -1,1 -58,93 5.231,20
Silber 88,03 -0,2 -0,19 88,22
Platin 2.165,87 +0,6 12,12 2.153,75
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/mpt/gos
(END) Dow Jones Newswires
February 24, 2026 04:19 ET (09:19 GMT)
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