MÄRKTE EUROPA/Schwächer - Schnelles Kriegsende wird zunehmend ausgepreist

13.03.26 10:06 Uhr

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DOW JONES--Europas Börsen sind mit Verlusten in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Zunehmend weicht die Hoffnung aus ein schnelles Nahost-Kriegsende aus dem Markt. "Sind zu Wochenbeginn noch einige Marktteilnehmer von einem kurzfristigen, nur Tage dauernden Krieg ausgegangen, zeichnet sich mit jeder neuen Nachricht ein vollkommen anderes Bild ab", so CMC. Der Ölpreis zieht leicht an, Brent geht bei 101 Dollar das Fass um. Nach der Freigabe der strategischen Ölreserven durch die Internationale Energieagentur versuchen die USA nun durch eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland den Preisanstieg zu dämpfen. Washington will es anderen Ländern erlauben, auf See festliegendes russisches Öl aufzukaufen. Diese Übergangsregelung soll für Frachten gelten, die sich bereits auf dem Transportweg befinden. Laut US-Finanzminister Scott Bessent werde dadurch der finanzielle Nutzen für die russische Regierung begrenzt. Dass die Maßnahmen Russlands Position im Krieg gegen die Ukraine stärken, spielt keine Rolle.

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Der DAX reduziert sich um 0,7 Prozent auf 23.420 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es ebenfalls um 0,7 Prozent auf 5.712 Punkte nach unten. Am Devisenmarkt steuern die Anleger weiter den sicheren Dollar-Hafen an. Der Euro verliert kräftig auf 1,1444 Dollar. An den Anleihemärkten, hin- und hergerissen zwischen Inflations- und Wachstumssorgen, tut sich wenig.

Dass die Börsen bislang nicht stärker eingebrochen sind, führt CMC auf die Hoffnung zurück, dass die Auflösung der Notfallreserven der USA und Europas die Zeit überbrücken soll, bis der Krieg im Iran beendet werde. "Ob dies tatsächlich wie erwartet eintreffen wird, ist vollkommen unklar. Zumindest aber hilft es kurzfristig, panikartige Verkäufe an den europäischen Aktienmärkten zu verhindern." Hilfreich seien auch die hohen Absicherungspositionen, die im Vorfeld des Iran-Kriegs aufgebaut worden seien. Diese federten einen Großteil der potenziellen Kursrückgänge ab. Umso spannender werde der in der kommenden Handelswoche stattfindende große Verfallstermin an den Terminbörsen.

Unterdessen lassen die Sorgen vor einer neuen Inflationswelle und die Erwartung von Zinserhöhungen der großen Notenbanken die Zinsen weiter ansteigen. In Deutschland hat die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen am Vortag mit einem Tageshoch von 2,96 Prozent ihren höchsten Stand seit Oktober 2023 erreicht. "Damit werden höhere Finanzierungskosten neben den hohen Energiekosten zur zweiten großen Belastung für die Unternehmen - und damit zum zweiten großen Risiko für die Aktienkurse", so Thomas Altmann von QC Partners. Aktuell liegt die Rendite bei 2,95 Prozent.

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Die EZB dürfte zwar in der kommenden Woche das aktuelle Leitzinsniveau bestätigen, an den Märkten wird in der Zwischenzeit aber bereits mehr als eine Zinserhöhung im laufenden Jahr für den Euroraum eingepreist. Ob es dazu kommt, oder es möglicherweise sogar noch mehr werden, hängt entscheidend von der weiteren Entwicklung des Ölpreises bzw. der Inflation ab.

Vivendi hat laut Baader schwache Ergebnisse für das zweite Halbjahr 2025 bzw. das vierte Quartal 2025 veröffentlicht, mit einer enttäuschenden Gewinnentwicklung von Gameloft. Der Konzern komme jedoch bei der Kostenkontrolle voran, die dank eines neuen Restrukturierungsplans in Frankreich in den kommenden Monaten um weitere 20 Prozent gesenkt werden sollten. Auch die Entschuldung schreite dank widerstandsfähiger Dividendenzuflüsse gut voran. Die Aktie verliert 3,5 Prozent.

Zalando setzen die Aufwärtsbewegung vom Vortag mit einem Plus von 5,0 Prozent fort. Bernstein hat die Aktie auf "Market Perform" von "Underperform" angehoben.

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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 5.711,65 -0,7 -37,24 5.748,89 16,8

Stoxx-50 4.971,82 -0,4 -20,74 4.992,56 11,9

DAX 23.420,21 -0,7 -169,44 23.589,65 19,9

MDAX 28.916,31 -1,1 -327,10 27.039,42 15,3

TecDAX 3.556,28 -0,6 -23,08 3.091,28 4,8

SDAX 16.806,29 -1,3 -215,17 13.062,07 22,4

CAC 7.919,49 -0,8 -64,95 7.984,44 10,0

SMI 12.775,21 -0,5 -66,95 12.842,16 11,4

ATX 5.284,14 -1,2 -64,85 5.348,99 38,3

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:14

EUR/USD 1,1444 -0,6 -0,0066 1,1510 1,1517

EUR/JPY 182,37 -0,6 -1,0500 183,42 183,4200

EUR/CHF 0,9024 -0,3 -0,0024 0,9048 0,9037

EUR/GBP 0,8627 +0,0 0,0001 0,8626 0,8631

USD/JPY 159,35 +0,0 0,0200 159,33 159,2800

GBP/USD 1,3263 -0,6 -0,0078 1,3341 1,3341

USD/CNY 6,8985 +0,4 0,0296 6,8689 6,8689

USD/CNH 6,9009 +0,3 0,0208 6,8801 6,8807

AUS/USD 0,7036 -0,5 -0,0038 0,7074 0,7079

Bitcoin/USD 71.791,85 +2,3 1.598,51 70.193,34 70.094,98

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 95,80 +0,1 0,07 95,73

Brent/ICE 101,16 +0,7 0,70 100,46

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 5.085,19 +0,1 6,30 5.078,89

Silber 82,64 -1,3 -1,12 83,76

Platin 2.074,47 -2,7 -57,52 2.132,00

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

(END) Dow Jones Newswires

March 13, 2026 05:06 ET (09:06 GMT)

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17.03.2026Zalando OutperformRBC Capital Markets
13.03.2026Zalando KaufenDZ BANK
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