MÄRKTE USA/Hartnäckig hohe Inflation dämpft Kauflaune

14.01.26 18:30 Uhr

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DOW JONES--Schwächer tendieren die US-Börsen am Mittwoch im Verlauf. Neben den viel beachteten Einzelhandelsumsätzen, die im November stärker als veranschlagt gesteigert wurden, sind die Erzeugerpreise im November einen Tick niedriger als gedacht ausgefallen. Gleichwohl bewegt sich die Inflation noch immer auf hohem Niveau und über dem Ziel der US-Notenbank, wie Beobachter anmerken. Eine für Mittwoch erwartete Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zu den von US-Präsident Donald Trump verhängten Einfuhrzöllen mit Hilfe des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) wird sich nun abermals verschieben. Das Herzstück von Trumps Wirtschaftspolitik könnte vom Gericht gekippt werden. Sollten die Richter die IEEPA-Zölle beerdigen, dürfte diese Entscheidung eigentlich positiv von der Börse aufgenommen werden. Doch wisse man nicht, zu welchen Maßnahmen Trump dann greife, heißt es im Handel. Daher halten sich Anleger zunächst zurück.

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In dieser Gemengelage verliert der Dow-Jones-Index gegen Mittag (Ortszeit New York) 0,6 Prozent auf 48.908 Punkte. Der S&P-500 fällt um 1,1 Prozent. Beide Indizes notieren jedoch noch immer in der Nähe ihrer zu Beginn der Woche erreichten Rekordstände. Der Nasdaq-Composite büßt 1,6 Prozent ein.

Auch das Treffen von US-Vizepräsident Vance und Außenminister Rubio mit der dänischen Premierministerin Frederiksen und Grönlands Regierungschef Nielsen wegen der Grönland-Spannungen verunsichere Anleger, heißt es weiter.

Zudem sind weitere wichtige Viertquartalszahlen aus dem Bankensektor veröffentlich worden. Mit JP Morgan "haben die Dinge nicht gerade auf vielversprechende Weise begonnen (...)", verweist Marktstratege Michael Brown von Pepperstone auf die Geschäftszahlen vom Vortag aus dem Sektor. Bank of America sinken um 5 Prozent. Die Bank hat von höheren Zinserträgen und gestiegenen Einnahmen im Aktienhandel profitiert. Sie steigerte den Gewinn deutlich und schnitt etwas besser ab als von Analysten erwartet. Allerdings warnte die Bank vor den Folgen einer Zinsobergrenze für Kreditkarten, wie Trump sie ins Spiel gebracht hatte. Der Verkauf des Russland-Geschäfts hat der Citigroup einen Gewinnrückgang beschert. Bereinigt verdiente die Bank mehr als veranschlagt - der Kurs fällt gleichwohl um 4,7 Prozent. Wells Fargo verfehlte die Erwartungen der Analysten dagegen, der Kurs gibt 5,4 Prozent ab.

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Die Aktien von Nvidia geben 2,2 Prozent nach, nachdem die Trump-Regierung mitgeteilt hat, dass das Unternehmen neue Sicherheitsanforderungen erfüllen müsse, um seine H200-Chips an China zu verkaufen. Netflix sinken um 2,1 Prozent. Der Streamingdienst hat offenbar ein reines Barangebot für die Studio- und HBO-Max-Sparten von Warner Bros. Discovery vorbereitet. Netflix-Konkurrent Paramount hatte im Dezember ein feindliches reines Barangebot für Warner unterbreitet, das Warner (-0,1%) jedoch ablehnte.

Fortinet (-2,5%) und Palo Alto Networks (-1,3%) geben nach. Chinesische Behörden wollen den Einsatz von Cybersicherheits-Software aus den USA und Israel laut einem Bericht untersagen.

Am Rentenmarkt halten die günstigen Inflationsdaten die Hoffnungen auf Zinssenkungen im Jahresverlauf am Köcheln. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sinkt um 3 Basispunkte auf 4,14 Prozent. Insgesamt zeigten sie sich angesichts des politischen Drucks auf die US-Notenbank, der Geopolitik und der Wirtschaftsdaten widerstandsfähig, heißt es. Der Dollar-Index gibt mit sinkenden Marktzinsen um 0,1 Prozent nach. Der Goldpreis tendiert etwas fester, aber notierte bereits vor den Daten höher. Händler verweisen auf die Lage im Iran und die Suche nach vermeintlicher Sicherheit.

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Nach dem Rücksetzer vom Morgen sind die Ölpreise wieder auf dem Weg nach oben. Brent und WTI steigen um rund 1,0 Prozent, obwohl die Ölvorräte der USA in der vergangenen Woche wider Erwarten gestiegen sind. Grund ist laut Händlern die Spekulation auf einen unmittelbar bevorstehenden US-Militärschlag gegen das Mullah-Regime im Iran.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 48.907,87 -0,6% -284,12 +2,3%

S&P-500 6.890,18 -1,1% -73,56 +1,7%

NASDAQ Comp 23.339,23 -1,6% -370,65 +2,0%

NASDAQ 100 25.305,42 -1,7% -436,53 +1,9%

DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Di, 20:40 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1651 +0,1% 1,1645 1,1648 -0,9%

EUR/JPY 184,41 -0,5% 185,31 185,36 +0,6%

EUR/CHF 0,9311 -0,2% 0,9327 0,9328 +0,2%

EUR/GBP 0,8671 -0,0% 0,8674 0,8672 -0,6%

USD/JPY 158,27 -0,5% 159,13 159,13 +1,5%

GBP/USD 1,3436 +0,1% 1,3423 1,3432 -0,3%

USD/CNY 7,0073 -0,0% 7,0076 7,0094 -0,3%

USD/CNH 6,9711 -0,0% 6,9745 6,9747 -0,0%

AUS/USD 0,6678 -0,2% 0,6689 0,6681 +0,2%

Bitcoin/USD 97.689,80 +2,1% 95.666,20 94.004,60 +6,6%

ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 61,75 61,15 +1,0% 0,60 +6,3%

Brent/ICE 66,20 65,47 +1,1% 0,73 +7,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 4.607,66 4.586,75 +0,5% 20,91 +6,2%

Silber 90,40 86,95 +4,0% 3,46 +21,9%

Platin 2.027,62 1.997,66 +1,5% 29,96 +13,9%

Kupfer 6,04 6,02 +0,4% 0,02 +5,0%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/

(END) Dow Jones Newswires

January 14, 2026 12:31 ET (17:31 GMT)

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